Diese Marken verbergen sich hinter günstigen No-Names

So enttarnen Sie No-Name-Produkte Diese Marken-Produkte stecken hinter No-Names

04.10.2014 , Autor:Kathleen Schmidt
© WomensHealth.de

Sie setzen beim Essen auf Qualität und kaufen teure Markenprodukte von Müller, Leibniz & Co.? Doch No-Name-Produkte stehen den Marken qualitativ in nichts nach, zumal sie meist vom gleichen Hersteller stammen. Wir decken auf

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No-Name-Produkte: Welches No-Name-Produkt stammt wohl von einem Markenhersteller?
Markenprodukt oder No-Name-Produkt? Sie müssen sich gar nicht entscheiden, sondern nur ganz genau hinschauen © Shutterstock
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Ernährungstipps, Gesund kochen, Gesunde Ernährung

Gut&Günstig, K-Classic oder ja!: Der Markt der No-Name-Produkte boomt. Diese Eigenmarken von REWE, Edeka & Co Sie sind meist bedeutend günstiger als die Produkte großer Markenhersteller, wobei Sie qualitativ gesehen den prominenten Markengeschwistern meist in nichts nachstehen. Aufgrund cleverer Marketingstrategien und pfiffiger Werbeslogans greifen viele Verbraucher aber immer noch zum teuren Markenprodukt, da uns durch originelle Verpackungen, hübsche Logos oder eigene Gütesiegel suggeriert wird, dass das Markenprodukt einfach besser wäre. Falsch gedacht!

Denn der Griff zum No-Name-Produkt lohnt sich: Viele der bekannten Markenhersteller wie Müller, Bahlsen oder iglo haben ein zweites Standbein und produzieren neben ihren Marken auch No-Name-Produkte im Auftrag der Supermärkte und Discounter. Und die sind in Rezeptur und Zusammensetzung häufig völlig identisch mit Markenprodukt – mit einem Preisunterschied von durchschnittlich 30 Prozent.

Doch wie erkennt man als Verbraucher, welcher Markenhersteller sich hinter welchem Billigprodukt verbirgt? Wir geben clevere Tipps, wie Sie die No-Name-Produkte enttarnen können:

Fisch, Fleisch & Molkereiprodukte: Bei diesen Produkten ist die "Nachforschung" besonders einfach, denn mit Hilfe der angegebenen Veterinärkontrollnummer (auch als EWG-Nummer bezeichnet) lässt sich ganz leicht nachvollziehen, ob die Produkte den gleichen Produktionsstandort verlassen haben. Denn jeder Betrieb, der in der EU Tiere beziehungsweise tierische Produkte in den Handel bringt oder verarbeitet, muss diese Nummer auf seinen Produkten angeben. Die Veterinärnummer in Deutschland besteht aus einer Zahlen-Buchstaben-Kombi z.B. D NW 45216 EG, wobei vor der eigentlichen Nummer ein Kürzel für das jeweilige Bundesland (NW z.B. Nordrhein-Westphalen) sowie das entsprechende D für Deutschland kommt. Mit Hilfe einer Liste des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kann man als findiger Verbraucher nun die EWG-Nummern vergleichen und nachschauen, ob No-Name-Wurst und Marken-Wiener eventuell aus der gleichen Produktion stammen und damit höchstwahrscheinlich ein und dasselbe Produkt sind.

Außnahme Eier: Eier sind zwar auch tierischen Ursprungs, haben aber eine ganz eigene Nummer. Die Kennzeichnung der Eier ist EU-weit verbindlich geregelt. Der Code auf dem Ei ist folgendermaßen zusammengesetzt: Bespiel 1-DE-1212342

Die erste Zahl (in unserem Beispiel die 1) steht dabei für die Form der Hühnerhaltung und bedeutet in diesem Fall „Freilandhaltung“. Die Zahlen 0 bis 3 bedeuten Folgendes: 

0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung

DE ist der Ländercode und steht hier für Deutschland. Die 4-stellige Ziffer danach identifiziert den Erzeugerbetrieb, die letzte Zahl steht für den jeweiligen Stall.

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Anhand des Codes auf dem Ei lässt sich die Herkunft ganz leicht bestimmen

Beispiel: 0= Bio-Ei aus Deutschland (DE), Erzeugerbetrieb 1300934 (Fürstenhof – Hof muss nicht extra dabei stehen)

© Kathleen Schmidt

Tochterunternehmen und Produktionsort: Manchmal steht auf der Packung nicht nur „Produziert für ….“, sondern auch ein Firmenname, dessen Namen einem aber meist nichts sagt. In vielen dieser Fälle handelt es sich bei der unbekannten Firma und ein „Tochterunternehmen“ eines Markenherstellers, der im Namen der Marke günstige No-Names produziert, ohne selber in Erscheinung zu treten. Oftmals findet man via Google raus, dass die angegebene Firma oder das Werk, die gleiche Adresse aufweist, wie das große Markenunternehmen. Kommen also beide Produkte aus demselben (meist kleinen) Ort, ist das ein Anhaltspunkt dafür, dass sie aus derselben Fabrik stammen. Manche Firmen geben auf der Verpackung nur ein Postfach an und sind schwieriger zu identifizieren. Ein Blick ins Handelsregister hilft, denn hier muss die Firma die ganze  Adresse angeben.

Nährwerttabelle und Zutatenliste: Ein Blick auf die Nährwerte lohnt sich auch immer – nicht nur um zu vergleichen welche Marke sich hier versteckt, sondern auch um seinen Kalorienbedarf im Auge zu behalten. Wenn die Angaben von Kalorien, Eiweiß- Fett- oder Kohlenhydratgehalt (fast) identisch sind, kann man davon ausgehen, dass es sich um dasselbe Produkt handelt. Wenn die Nährwerte gleich sind, stimmen natürlich auch die Zutatenlisten überein. Doch nicht immer sind die Zutaten völlig identisch und auch der Geschmack kann dadurch variieren. Machen Sie doch einfach mal einen persönlichen Geschmackstest und lassen Sie Marke vs. No-Name im direkten Vergleich gegeneinander antreten.

Tipp: Wer noch mehr zu diesem Thema erfahren will, schaut mal beim Discounter-Special von Stiftung Warentest vorbei. Denn die haben festgestellt: Discounterprodukte können mehr als nur mithalten, denn die Produkte bieten oft gute und im Vergleich sogar oft bessere Qualität – die deutlich weniger kostet.

 

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