Essen wie im Urlaub: Entdecken Sie die Mittelmeerküche

Gesundes Pflanzenöl Olivenöl in der mediterranen Küche

15.05.2015 , Autor:Kathleen Schmidt
© WomensHealth.de

Olivenöl spielt in der mediterranen Küche eine große Rolle – nicht nur wegen seines Geschmacks. Olivenöl wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus

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Mediterrane Küche Olivenöl: Ein gutes Olivenöl gehört in jede mediterrane Küche
Olivenöl verfeinert warme und kalte Speisen – kaufen Sie jedoch nur qualitativ hochwertiges Öl © DUSAN ZIDAR / Shutterstock.com
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Gesund kochen, Gesunde Ernährung

Olivenöl ist ein fester Bestandteil der mediterranen Küche – kein Wunder, das „gelbe Gold“ des Olivenbaums hat so einige Vorzüge zu bieten. Wir sagen Ihnen, warum Olivenöl so gesund ist und was Sie beim Kauf beachten müssen.

Vorab ein kleiner Exkurs in Sachen Fettsäuren, denn wie gesund ein Öl ist, hängt vom Anteil und der Verteilung seiner Fettsäuren ab. Um das zu verstehen, hier ein kurzes Update: Jedes Öl bzw. Fett besteht aus Fettsäuren und Glycerin. Gesättigte Fettsäuren sind die Bösewichte unter den Fettsäuren, da sie in Verdacht stehen, das schlechte LDL-Cholesterin zu erhöhen und somit dazu beitragen, den Cholesterinspiegel ansteigen zu lassen. Gesättigte Fettsäuren finden sich z.B. in Wurst, Butter, Chips & Co. Ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gelten hingegen als gesund und müssen täglich mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie essentiell, also lebenswichtig sind. Ungesättigte Fettsäuren kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor, aber auch in Fisch.

Olivenöl enthält viele einfach gesättigte Fettsäuren, sowie einen geringen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Olivenöl enthält allerdings auch gesättigte Fettsäuren, und das nicht zu wenig. Rapsöl hat zum Beispiel eine wesentlich bessere Fettsäurenverteilung, aber Olivenöl ist dennoch ein gesundes Öl, das uneingeschränkt zum Verzehr zu empfehlen ist. Denn es enthält auch jede Menge Vitamin E sowie Polyphenole. Polyphenole sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die in unserem Körper entzündungshemmend wirken und auch das Öl selbst vor Oxidation schützen, so dass es länger haltbar ist. Vitamin E hingegen sorgt für zarte, faltenfreie und gesunde Haut. Das im Olivenöl vorhandene Vitamin E verstärkt die Elastizität der Haut, versorgt sie mit Sauerstoff und beugt so dem Alterungsprozess vor. 

Kauf von Olivenöl
Olivenöl wird in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Die höchste, also beste Qualitätsstufe wird als "nativ extra" bezeichnet. In Italien nennt sich das Ganze wiederum "extra vergine", der Spanier sagt hingegen "extra virgen" – ganz schön verwirrend. Diese Kennzeichnung erhalten nur qualitativ sehr hochwertige Ölivenöle, die mit Geruch und Geschmack überzeugen. Doch was bedeutet „nativ extra“ denn nun überhaupt? „Nativ“ bedeutet "naturbelassen" und „extra“ schlichtweg "besonders gut". 

Gutes Öl erkennen Sie am Geschmack – aber jeder Geschmack ist anders. Gutes Olivenöl hat eine ausgewogene Mischung aus einer gewissen Fruchtigkeit, einem leicht bitteren Aroma und einen Hauch Schärfe. Probieren Sie sich durch und finden Sie Ihren Favoriten. Doch Achtung: Qualität hat seinen Preis. Wer jedoch augenscheinlich gutes Olivenöl zu einem günstigen Preis kauft, hat es dabei wahrscheinlich nicht mit reinem Öl zu tun, sondern einer gepanschte Öl-Mischung. 

Lagerung von Olivenöl
Olivenöl sollten Sie immer an einem dunklen und kühlen Ort, z.B. der Vorrats- oder Speisekammer, bei rund 10 bis 16 °C lagern. Achten Sie darauf, dass sie Flasche gut verschlossen ist, denn Olivenöl bzw. Bestandteile im Öl sind sehr oxidationsanfällig und reagieren dann mit dem Sauerstoff aus der Luft. Die Folge: das Öl wird ranzig. Das Öl ist zudem sehr „lichtscheu“, direkte Sonneneinstrahlung sollte daher vermieden werden. Im Kühlschrank lässt sich Olivenöl auch lagern, allerdings gibt es dabei ein Problem: Wenn Olivenöl längere Zeit Temperaturen unter 7° C ausgesetzt ist, kann es ausflocken. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, da es die Qualität nicht negativ beeinflusst. Denn bei den „Flocken“ handelt es sich um Wachse aus der Olivenschale. Nehmen Sie das Öl vor Gebrauch einfach einige Minuten vorher aus dem Kühlschrank.
 
Verwendung von Olivenöl
Olivenöl gehört ins Salsatdressing – keine Frage, das ist der Klassiker schlechthin. Doch mit Olivenöl können Sie auch hervorragend braten, dabei ist jedoch die richtige Temperatur bzw. der „Rauchpunkt“ wichtig. Ist der Rauchpunkt erreicht, wird beim erhitzten Öl eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar. Natives Olivenöl sollte generell nicht höher als 180 ° erhitzt werden. Es gibt aber auch Olivenöle bzw. Olivenölmischungen, die können bis 230° verwendet werden und eignen sich daher sogar zum Frittieren. Beim Braten mit Olivenöl sollte immer erst die Pfanne heiß gemacht werden. Testen Sie die Hitze in der Pfanne am besten mit einigen Tropfen Wasser. Olivenöl aber nie in einem geschlossenen Topf erhitzen, da es sich dabei entzünden könnte.

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