Regionale Produkte Warum wir auf dem Wochenmarkt einkaufen sollten

20.10.2016 , Autor:Gabriele Giesler
© Women's Health April

Frisch vom Feld ist nicht zu toppen! Nachfolgend gibt's jede Menge gute Gründe, regionale Produkte vom Wochenmarkt zu kaufen. Plus: Ganz viele Ideen, was Sie damit in der Küche Tolles anstellen können

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Regionale Produkte: Warum wir auf dem Wochenmarkt einkaufen sollten
Auf dem Markt können Sie Ihre regionalen Produkte in aller Ruhe auswählen und bekommen vom Händler zusätzlich eine kompetente Beratung © mythja / Shutterstock.com
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Bio-Food , Gesund kochen, Gesunde Ernährung

Warum Sie auf dem Wochenmarkt lieber regionale Produkte statt im Discounter shoppen sollten? Wir verraten's Ihnen:

1. Pluspunkt für den Wochenmarkt: Frischer bekommen Sie Ihr Obst und Gemüse nirgend­wo anders. Denn da die Produkte meist direkt vom Feld aus der Region kommen, haben sie nicht schon eine endlos lange Reise hinter sich, bis sie am Verkaufsstand landen – und dadurch wird sogar ganz nebenbei noch ein bisschen die Umwelt gerettet. Die Verbraucherzentralen raten zum Wochenmarkteinkauf, weil durch die kurzen Lieferwege der Schadstoffverbrauch beim Transport deutlich reduziert wird.

2. Pluspunkt für den Wochenmarkt: Näher kommen Sie nur selten an die Erzeuger ran. Und die können Ihnen nicht nur Informationen zu Herkunft, Geschmack, Haltbarkeit und Zubereitung geben – einen netten Plausch gibt’s meist noch dazu. Die Herkunft der Lebensmittel muss übrigens ausgeschildert sein. Ob ein Produkt aus der Region kommt, erkennen Sie leicht am ausgehängten Hofnamen oder Anbau­gebiet.

Aber Vorsicht: Wird kein konkreter Anbieter genannt und steht stattdessen auf der Tafel lediglich "aus Deutschland", bedeutet das nicht automatisch, dass die Äpfel oder Birnen direkt um die Ecke gewachsen sind. Meist sind diese Lebensmittel im Lkw schon einmal quer durchs ganze Land gereist. Von Norden nach Süden können da schon einige Hundert Kilometer zusammenkommen. Unseriöse Händler versuchen auch, billig importierte Produkte als deutsche Ware zu verkaufen, besonders lohnt sich das für sie bei Erdbeeren und Spargel. Die Echtheit können Sie als Kunde kaum überprüfen. Falls der Preis für diese Waren aber deutlich günstiger als bei der Konkurrenz ist, sollten die Alarmglocken schrillen.

Und auch ein Blick in den Saisonkalender kann helfen, schwarze Schafe zu entlarven. Damit Sie auf dem Markt wirklich nur das Beste bekommen und nicht über den Verkaufstisch gezogen werden, haben wir alles Wissenswerte zusammengetragen, damit Ihr Einkauf auf dem Markt auch zum echten Genuss wird.

Markt-Knigge


1. Anfassen: Aus gutem Grund nicht gern gesehen: „Werden Obst und Gemüse oft angefasst, entstehen Druckstellen, was die Haltbarkeit verringert“, so Obst- und Gemüsehändler Matthias Klinck.
2. Probieren: Je größer das Angebot, umso eher dürfen Sie probieren. Sind im Winter nur 2 Schalen Erdbeeren ausgestellt, wird der Verkäufer eher ablehnen.
3. Handeln: „Wenn ich 2 Avocados nehme, kriege ich dann einen Apfel dazu?“ Bei zu forschem Feilschen stoßen Sie schnell auf taube Ohren. Warten Sie lieber ab: Händler geben oft von selbst Rabatt, wenn Sie ein paar Dinge mehr kaufen.

Alles frisch?


1. So sieht’s aus: Bei empfindlichen Sorten deuten dunkle Druckstellen darauf hin, dass hier was faul ist. Salat darf beim Kauf nicht schrumpelig oder welk sein. Bei Paprika erkennen Sie am schnellsten, wie frisch sie ist, wenn der Stielansatz gut aussieht, bei Spargel verrät es die Schnittstelle. Ist Gemüse ausgetrocknet oder leicht gekräuselt, liegt es schon zu lang nach der Ernte herum.
2. So muss es riechen: Reif geerntetes Gemüse verströmt einen feinen Duft, während Waren aus dem Gewächshaus oder nachgereifte Sorten oft nach nichts riechen. Bei einem unangenehmen Geruch deutet alles darauf hin, dass auch verdorbene Lebensmittel in derselben Charge mitgeliefert wurden.
3. So hört sich’s an: Bei kleinen Beeren oder einem Apfel macht die Klopfprobe natürlich keinen Sinn. Aber bei großen Sorten, die unter einer festen Schale sitzen, kann Klopfen und Schütteln wirklich helfen, die beste Qualität zu bekommen. So darf bei Kokosnüssen nichts klappern, und einen reifen Kürbis erkennen Sie am dumpfen, hohlen Geräusch.

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Regionale Produkte schonen die Umwelt

Saisonal und regional einkaufen bietet eine große Auswahl

© Shutterstock

Probieren Sie ruhig


Meist ist es reine Gewohnheit, dass wir immer dasselbe kaufen. Dabei gibt es am Marktstand so viele neue und völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Sorten von Gemüse, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten:

Chayote
Die kürbisähnliche Frucht stammt aus Südamerika und Asien, ist neuerdings auch hierzulande immer öfter auf dem Markt zu finden. Das Tolle: Sie enthält viel Wasser, aber kaum Kalorien. Sowohl roh als auch gekocht ist sie eine super Beilage zu Hühnercurry oder Eintopf. Kleinere Früchte werden mit der Schale gekocht, die auch mit­gegessen werden kann. Bei größeren Exemplaren ist sie häufig zu zäh.

Salanova
Der Blattsalat wird erst seit Kurzem im großen Stil angebaut. Das Praktische: zupfen entfällt. Alle Blätter wachsen vom Strunk, was bedeutet: Schneiden Sie ihn ab, fällt gleich jedes einzelne der gleichmäßig großen Blätter ab. Ansonsten besticht er durch intensiven Geschmack, die Grundsorten gibt es in Rot und Grün.

Wilder Brokkoli
Die Kohlsorte fristet ein Nischendasein, ist für Fans aber ein echter Leckerbissen: Wilder Brokkoli schmeckt noch strenger nach Kohl und kann wie andere Sorten verwendet werden. Im Kühlschrank hält er sich bis zu 7 Tage.

Schwarzer Rettich
Die Außenhaut gibt diesem Gemüse den Namen, im Inneren ist es weiß. Das Fleisch ist deutlich schärfer als das des weißen Rettichs und wird als Rohkost in den Salat geraspelt. Ein großartiger Hustenkiller ist Rettich noch dazu: Dafür ein 3 Zentimeter tiefes Loch reinbohren, mit Kandiszucker befüllen, über Nacht stehen lassen – und fertig ist der antioxidative Hustensaft.

Mairübchen
Von Mai bis September kommen die Rübchen aus der Region, die restlichen Monate werden sie aus Italien importiert. Das Besondere sind die Blätter, die separat auch als Stielmus oder Rübstiel auf den Markt kommen und wie Spinat zubereitet werden. Die Rübe liegt geschmacklich zwischen Radieschen und Kohlrabi und wird meist roh gegessen.

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