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23.11.2011
, Autor:Diana Helfrich
© WomensHealth.de
Wer nachts einfach keine Ruhe finden will, kann gezielt auf Schlafentzug gehen. Klingt merkwürdig, kann aber sehr hilfreich sein
Schon mal was von Schlaf-Restriktion gehört? Sie wirkt bei ungefähr 75 Prozent aller Patienten, die sich nächtelang von einer Seite auf die andere wälzen. Allerdings hat diese Form der Therapie es in sich – schließlich geht es um gewollten Schlafentzug!
Auf eine Schlaf-Restriktion sollte man sich deswegen auch ausschließlich mit therapeutischer Begleitung einlassen: Nur 5 bis 6 Stunden darf man nachts im Bett liegen – und das jeden Tag, auch am Wochenende. Der Schlafentzug lässt das Bedürfnis nach Schlaf wachsen. "Der Schlafdruck steigt", wie Mediziner es ausdrücken. Man schläft schneller ein und wacht seltener auf. Die Angst der Patienten vor dem Zubettgehen weicht. Das Thema Schlaf verliert an Schrecken – und an Dominanz im Leben der Schlafgestörten.
Begleitend zu dieser Therapie helfen Gespräche. "Häufig, aber keineswegs immer", so Paterok, "gibt es eine tiefere Ebene". Zu hohe Erwartungen an sich selbst, Perfektionismus oder auch Kontrollzwänge können in der Schlaflosigkeit Ausdruck finden. "Oft haben die Patienten Schwierigkeiten, Probleme zu kommunizieren" – etwa dem Partner gegenüber. Dabei gilt: Der Alltag eines Paares wirkt sich auf seinen Schlaf aus – und umgekehrt.
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