Positives Denken 5 Gewohnheiten glücklicher Menschen

09.09.2016 , Autor:Linda Babst
© WomensHealth.de

Raus aus den negativen Gedankenspiralen! Eine Expertin verrät 5 Wege, wie wir positive Gedanken in unsere hübschen Köpfchen pflanzen und warum wir dabei zufriedener werden

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Positiv denken: 5 Wege positiver zu denken
Wir sind unseren Gedanken nicht machtlos ausgeliefert. Positives Denken lässt sich trainieren © krisArt / Shutterstock.com
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Zugegeben, der Satz "Du musst positiv denken!" kommt einem manchmal wie eine nervtötende Floskel vor. Vor allem in Situationen, in denen man alles andere als positiv gestimmt ist, weil die äußeren Umstände es eben gerade nicht zulassen. Die berechtigte Frage könnte dann lauten: "Was soll es bitteschön bringen, positiv zu denken, wenn die Situation nun einmal so ist, wie sie eben ist – negativ!?"

Dr. Ilona Bürgel ist Diplom-Psychologin und arbeitet vorwiegend als Referentin und Beraterin von Unternehmen. Ihre Themenschwerpunkte grob zusammengefasst: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, fremde und eigene Ressourcen optimal nutzen, Wertschätzung geben und erfahren und sich in Optimismus üben.

Dass die Kraft positiver Gedanken nichts mit Esoterik zu tun hat und tatsächlich entscheidend für den Erfolg und Misserfolg sein kann – sowohl für Unternehmen, als auch für Privatpersonen – macht Dr. Bürgel deutlich: "Früher dachte man, dass wir als optimistische oder pessimistische Denker geboren würden und nichts dafür könnten, so zu sein. Heute wissen wir, dass zu 50 Prozent unsere Anlagen bestimmen, wie leicht oder schwer es uns fällt, gut drauf zu sein und positiv zu denken. 10 Prozent bestimmen die Lebensumstände. Zu 40 Prozent haben wir es in der Hand, was wir aus unserem Leben machen und wie wohl wir uns fühlen."

Wie positives Denken in der Praxis aussehen kann, verraten wir Ihnen hier


1. Bewusster denken und die Gedanken steuern

Häufig kommt es uns so vor, als seien wir unseren Gedanken hilflos ausgeliefert. Als hätten negative Gedankenmuster so viel Macht über uns, dass wir quasi nichts gegen sie ausrichten könnten. Falsch! Machen Sie sich bewusst: es ist Ihr Kopf und es sind Ihre Gedanken! Folglich können Sie Einfluss darauf nehmen, was da hinter Ihrer Stirn gerade los ist.
Bestes Beispiel: Sie betreten einen Raum voller fremder Menschen und sofort macht sich Unbehagen in Ihrer Brust breit. Sie haben das Gefühl, jeder starrt sie an, man tuschelt über Sie – kurzum: Sie rechnen von vornherein damit, negativ aufzufallen. Stopp! Machen Sie sich klar, dass das alles Gespenster sind, die Sie selbst heraufbeschwören. Wer einen Raum betritt mit dem Gedanken "Ich bin toll und das sieht man mir auch an!" fühlt sich nicht nur selbstsicherer, sondern strahlt es auch tatsächlich aus.

2. Gutes Leben und gutes Denken gehören zusammen

Ein weiterer Tipp von Dr. Bürgel: "Fragen Sie sich bei allem, was Sie tun, ob das etwas Gutes ist." Kann Ihr Handeln Ihnen oder Anderen etwas Gutes bringen? Steckt dahinter eine gute Absicht Ihrerseits? Das trifft übrigens nicht nur auf unser Tun, sondern auch auf unser Denken zu.

3. Nehmen Sie Ihr Wohlbefinden selbst in die Hand

"Das ist so enorm wichtig, weil Ihre guten Gedenken und Gefühle die negativen in ihrer Wirkung auf Körper und Geist ausgleichen", so Dr. Bürgel. Das heißt, wenn Sie gerade etwas Freudvolles erleben oder etwas Schönes denken bzw. in Ihr Bewusstsein holen, können Sie schneller regenerieren und sind schneller fit für neue Anforderungen. Dieser Effekt ist im Übrigen sogar medizinisch bestätigt. So wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen Kranke wesentlich schneller genesen, wenn Sie positive Gedanken hegen – bewusst wie auch unbewusst.

4. Versprühen Sie positive Stimmung

Eine positive Grundhaltung erleichtert uns die Wahrnehmung anderer positiver Dinge und löst nicht selten einen Dominoeffekt aus. Sie können diesen Punkt ganz einfach austesten, indem Sie die Menschen auf der Straße fröhlich anlächeln. Ist Ihnen noch eine Nummer zu heftig? Dann murmeln Sie morgen früh nicht einfach nur ein "Morgen", wenn Sie die Kollegen im Büro begrüßen, sondern versuchen Sie es einmal mit einem überschwenglichen "Einen wunderschönen guten Morgen!" Wetten, dass Sie damit sofort fröhliche Gesichter um sich herum zaubern? So kann ein positiver Kreislauf entstehen. Je mehr dabei mitmachen, umso schöner und leichter.

5. Schätzen Sie alles, was Sie haben

Eine Arbeit, ein Partner, eine gute Gesundheit, alles scheint ganz selbstverständlich zu sein, bis …, ja, bis sie uns abhandenkommen. Unser Gehirn passt sich an Gutes, an Gewohntes, schnell an. Den Wert für uns spüren wir erst, wenn Verlust droht, wenn etwas davon plötzlich nicht mehr da ist. Auch hier lohnt es sich, den Fokus umzustellen auf das, was wir haben, solange wir es haben. Um die Dankbarkeit nicht aus den Augen zu verlieren, raten einige Coaches dazu, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen, in das man jeden Abend notiert, was einem den Tag über Positives widerfahren ist und wofür man sich von Herzen bedanken möchte. Wenn dann irgendwann einmal die Stimmung im Keller ist und man versucht ist zu sagen, dass man "immer nur Pech hat", hilft ein solches Dankbarkeits-Tagebuch ganz schnell dabei, alles zu relativieren.

Illustrationen: krisArt / Shutterstock.com

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