Alkoholkonsum Work hard, play hard?!

31.07.2015 , Autor:Andreas Stumpf
© Women's Health

Sportlerinnen, die zu tief ins Glas schauen, leben häufig nach der Devise "Work hard, play hard" und sind immer auf der Suche nach neuen, aufregenden Erlebnissen

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Sport und Alkohol: Sport und Alkohol – passt das?
Häufiges Trinken ist im Prinzip nichts anderes als eine kontinuierliche Vergiftung © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com
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Von einem Rausch zum nächsten


Mit solchen Rechnungen allein ist allerdings kaum zu erklären, warum sich manche Frauen trotz heftigem Kater zu Spinning- oder Boxkursen schleppen. Verantwortlich dafür könnte ein "Work hard, play hard"-Persönlichkeits-profil sein. "Solche Leute nennt man Sensation Seeker", erklärt Psychologe Teubel. "Sie sind praktisch permanent auf der Suche nach neuen, aufregenden Erlebnissen und brauchen ständig Anerkennung. Man kann das gut bei Extremsportlern nachweisen." Im konkreten Fall hieße das: Auf Kick 1 (das Besäufnis) muss Kick 2 (Powersport trotz Kater) folgen. Dazu kommt: Sport vertreibt die Sorgen. "Wer sich bewegt, schüttet verstärkt Serotonin und Dopamin aus. Diese Endorphine sind die natürlichen Antidepressiva unseres Körpers", so Teubel. Alkohol wirkt ganz ähnlich auf die Gemütslage – zumindest kurzfristig.

Wenn die Stimmung plötzlich umschlägt


Das Gemeine daran: Unser Gehirn gewöhnt sich mit der Zeit an diese Endorphinschübe und will mehr davon. "Bemerkbar macht sich das etwa, wenn sehr aktive Sportler durch eine Verletzung für mehrere Wochen ausgebremst werden. Sie bekommen dann tatsächlich echte Entzugserscheinungen", so der Sportpsychologe. Zudem deuten Experimente mit Ratten darauf hin, dass regelmäßige Bewegung die Gute-Laune-Wirkung von Alkohol beeinflussen kann: Weil Sportler einen höheren Glücksgefühlpegel haben, wird möglicherweise auch die Schwelle angehoben, ab wann der Alkohol Glücksgefühle auslöst. Und das würde bedeuten: Sie müssten noch mehr trinken, um in Stimmung zu kommen. Theoretisch ist ein fitter Körper in der Lage, einen Teil der negativen Rauschfolgen zu kompensieren. "Häufiges Trinken ist im Prinzip nichts anderes als eine kontinuierliche Vergiftung. Die dadurch ausgelösten Mangelerscheinungen können zu einer sogenannten Apoptose führen, bei der Zellen und Synapsen im Gehirn absterben", erklärt Dr. Johannes Scherr vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München. Regelmäßige Bewegung hingegen kann neue Gehirnzellen wachsen lassen. Und damit nicht genug: "Weil das Hirn besser durchblutet wird und der Körper bestimmte Botenstoffe ausschüttet, bilden sich viele neue Verknüpfungen im neuronalen Netzwerk. Das lässt den Intelligenzquotienten nachweislich ansteigen", so Sportmediziner Scherr.

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