Gesundheitscheck: 8 Hilferufe Ihres Körpers

29.07.2013 , Autor:Stephanie Schwiering
© Women's Health

Unser Körper zeigt uns schnell, wenn es ihm nicht gut geht. Es kommt lediglich darauf an, dass Sie seine Botschaften richtig deuten. Hier die 8 häufigsten Hilferufe und was dahinter steckt
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Die Haut-Untersuchung

Sie wären die ideale Besetzung für eine Neuverfilmung des Klassikers "Pünktchen und Anton", denn Ihr Körper ist mit roten Flecken übersät.


Das kann dahinterstecken Eine Arzneimittel-Unverträglichkeit. Wer jetzt aber ein neu verschriebenes Medikament verdächtigt, der täuscht sich mit großer Wahrscheinlichkeit. "Häufig lösen diese Reaktionen Pillen, Säfte und Salben aus, die Sie schon länger einnehmen", sagt Dermatologie-Professor Eckart Haneke aus Freiburg im Breisgau. Der Körper kann nämlich nur gegen bekannte Wirkstoffe Antikörper als Abwehrreaktion bilden.

Haneke rät, mit allen Medikamenten den Hausarzt oder den Dermatologen als Spezialisten für allergische Reaktionen aufzusuchen, um den Übeltäter zu entlarven. In der Regel verschreibt Ihnen der Doktor dann ein besser verträgliches Alternativ-Präparat.

1 / 8 | Veränderungen der Haut sind ein häufiger Indikator, dass mit dem Körper irgendetwas nicht stimmt - © Shutterstock
1 / 8 | Veränderungen der Haut sind ein häufiger Indikator, dass mit dem Körper irgendetwas nicht stimmt - © Shutterstock
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Die Zahnfleisch-Kontrolle

Es scheint ganz so, als seien Sie unter die Vampire gegangen, denn in Ihrem Mund ist alles voll Blut.


Das kann dahinterstecken Haben Sie vielleicht die Pille abgesetzt? Dann könnte sich Ihr Kinderwunsch erfüllt haben! Denn während der Schwangerschaft sorgen Hormone dafür, dass das Gewebe im Körper weicher wird – auch das im Mund. Deshalb leiden werdende Mütter häufig unter Zahnfleischbluten. Auf die leichte Schulter nehmen sollten Sie dieses Symptom aber nicht, da es auch ein Anzeichen für eine Entzündung sein kann. Sie kann durch den gemeinsamen Blutkreislauf von Mama und Baby negative Folgen für das Ungeborene haben. Die amerikanische University of North Carolina fand heraus, dass Frauen mit einer chronischen Zahnfleisch-Entzündung (Gingivitis) ein 7-mal höheres Risiko für eine Frühgeburt haben. Experten raten daher Frauen, die sich ein Kind wünschen, noch vor der Schwangerschaft zum Zahnarzt zu gehen.

2 / 8 | Wir wollen Sie ja nicht beunruhigen, aber hinter häufigem Zahnfleischbluten könnte durchaus eine Schwangerschaft stecken - © Shutterstock
2 / 8 | Wir wollen Sie ja nicht beunruhigen, aber hinter häufigem Zahnfleischbluten könnte durchaus eine Schwangerschaft stecken - © Shutterstock
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Die Zungen-Prüfung

Bäh! Gut, dass Sie nur sich selbst die Zunge rausgestreckt haben. Denn die sieht ziemlich übel aus.


Das kann dahinterstecken Direkt nach dem Aufstehen oder Essen ist unsere Zunge oft belegt. Harmlose Keime oder Nahrungsmittelreste sind dann die Ursache. Ist der Belag jedoch pelzig oder farbig, sollten Sie aufmerksam werden und das Fieberthermometer zur Hand nehmen. Denn Infekte und Entzündungen, insbesondere die der Magenschleimhaut, führen zu der bunten Zunge. Gehen Sie am besten zum Hausarzt und lassen Sie sich gegebenenfalls an einen Gastroenterologen überweisen.

3 / 8 | Infekte und Entzündungen können Ursache für Zungenbelag sein - © Shutterstock
3 / 8 | Infekte und Entzündungen können Ursache für Zungenbelag sein - © Shutterstock
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Die Mundwinkel-Inspektion

Wildes Geknutsche können Sie heute wohl vergessen, denn Ihre Mundwinkel sind eingerissen.


Das kann dahinterstecken Für die Mundwinkel-Rhagaden, so der Fachbegriff, gibt es zahlreiche Ursachen. Oftmals steckt dahinter ein Eisen- oder Vitamin-B2-Mangel, der mit Hilfe einer entsprechenden Ernährung (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch) schnell wieder ausgeglichen werden kann. Heilen die Verletzungen jedoch schlecht oder gar nicht, kann auch Diabetes dafür verantwortlich sein. Suchen Sie deshalb auf jeden Fall Ihren Arzt auf, um Ihren Blutzucker untersuchen zu lassen.

4 / 8 | Wenn's beim Lachen wehtut, weil die Mundwinkel eingerissen sind, könnte das an Eisen- oder Vitamin-B2-Mangel liegen - © Shutterstock
4 / 8 | Wenn's beim Lachen wehtut, weil die Mundwinkel eingerissen sind, könnte das an Eisen- oder Vitamin-B2-Mangel liegen - © Shutterstock
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Der Schulter-Blick

Der schwarze Pulli bleibt erst einmal im Schrank: Schuppen-Alarm!


Das kann dahinterstecken Treten Schuppen plötzlich auf, steckt häufig kein Pflegefehler, sondern eine Kopfhaut-Entzündung dahinter. "Ursache ist oft der eigentlich harmlose Hefepilz Pityrosporum ovale. Intensive Sonneneinstrahlung oder starkes Schwitzen durch Sport können sein Wachstum aber stark anregen. Die Folge ist eine vermehrte Schuppenbildung", erklärt der Hautarzt. Freiverkäufliche Shampoos (zum Beispiel mit Zinkpyrithion) schaffen schnell Abhilfe. In äußerst hartnäckigen Fällen verschreibt der Hautarzt ein Cortison-Präparat.

5 / 8 | Der harmlose Hefepilz Pityrosporum ovale ist oft Ursache für vermehrte Schuppenbildung - © Shutterstock
5 / 8 | Der harmlose Hefepilz Pityrosporum ovale ist oft Ursache für vermehrte Schuppenbildung - © Shutterstock
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Der Bürsten-Check

Nach dem Durchkämmen fühlt es sich oft an, als steckten mehr Haare in der Bürste als auf Ihrem Kopf.


Das kann dahinterstecken "80 bis 120 Haare pro Tag im Waschbecken oder in der Bürste sind normal und unproblematisch", sagt Haneke. "Wer mehr verliert, sollte vom Hausarzt seine Schilddrüse untersuchen lassen. Möglicherweise liegt eine Über- oder Unterfunktion vor."

Hat die Hormondrüse unterhalb des Kehlkopfs keine Schuld, ist der Hautarzt der beste Ansprechpartner. Um den Grund für den Haarausfall herauszufinden, führt er ein so genanntes Trichogramm durch. Bei der Methode werden die Haarverteilung und einzelne Haare bezüglich ihres Wachstums ausgewertet, um die nötige Therapie, etwa eine Hormongabe, zu starten.  

6 / 8 | Wer vermehrt Haare verliert, sollte vom Hausarzt seine Schilddrüse untersuchen lassen - © Shutterstock
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Die Nagel-Probe

Ihr Finger hat mit Sicherheit keine Bekanntschaft mit einer Schublade gemacht. Trotzdem sehen Sie eine dunkle Verfärbung unter dem Nagel.


Das kann dahinterstecken Neu auftretende Flecken sollten Sie bitte grundsätzlich ernst nehmen. "Sie können nämlich ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion, im schlimmsten Fall auch auf Hautkrebs sein", warnt Haneke. "In vielen Fällen ist es jedoch nur ein normaler Leberfleck." Suchen Sie trotzdem zur Sicherheit einen Hautarzt auf, der den Nagel ganz genau anschaut.

7 / 8 | Dunkle Nagelverfärbungen können ein Hinweis auf bakterielle Infektion sein - © Shutterstock
7 / 8 | Dunkle Nagelverfärbungen können ein Hinweis auf bakterielle Infektion sein - © Shutterstock
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Der Augen-Test

Während Sie die Wimpern tuschen, entdecken Sie auf einmal kleine Wucherungen auf Ihrer Hornhaut.


Das kann dahinterstecken Sieht auf den ersten Blick beängstigend aus, ist in den meisten Fällen aber nur eine harmlose Kollagen-Überproduktion. Die Augenärzte sprechen von einer Pinguecula. Die ist in der Regel erblich bedingt oder entsteht durch den Kontakt mit Sonne, Wind oder Staub und wird nicht weiter behandelt.

Trotzdem sollte ein Augenarzt besser einen Blick darauf werfen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Falls Sie durch die Wucherungen und den demzufolge gestörten Tränenfilm unter trockenen Augen leiden, kann eine künstliche Tränenflüssigkeit aus
der Apotheke helfen. Wichtig: im Freien immer eine Sonnenbrille mit UV-A-Schutz tragen, weil die Strahlen das Wachstum fördern!

8 / 8 | Wucherungen auf der Hornhaut sind in den meisten Fällen nur eine harmlose Kollagen-Überproduktion - © Shutterstock
8 / 8 | Wucherungen auf der Hornhaut sind in den meisten Fällen nur eine harmlose Kollagen-Überproduktion - © Shutterstock
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