Augenlasern Augenlasern – das sollten Sie wissen

11.11.2013 , Autor:Tina Zimmermann
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Wer kurz- oder weitsichtig ist, kann heute seine Augen lasern lassen. Wir verraten, worauf es ankommt und welche Verfahren es gibt

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Augen lasern: Augenlasern – das sollten Sie wissen
Die tatsächliche Augen-OP dauert noch nicht einmal eine halbe Stunde © Shutterstock
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Augenpflege

In Deutschland benötigen rund 52 Millionen Menschen eine Brille oder Kontaktlinsen. Wem das auf Dauer zu stressig, unbequem oder unschön ist, hat inzwischen die Möglichkeit, seine Augen mittels Laser korrigieren zu lassen. Nach gerade einmal 2 Stunden Klinikaufenthalt können Kurz- und Weitsichtigkeit sowie eine Hornhautverkrümmung behoben sein. Welche unterschiedlichen Laser-Methoden es gibt, was Sie bei der Wahl des Arztes beachten sollten und wie viel eine Laser-Behandlung für die Augen kostet, erfahren Sie hier.

Welche unterschiedlichen Verfahren gibt es beim Augenlasern?
Je nach Art der Fehlsichtigkeit kommen unterschiedliche Laser-Methoden infrage. Zu den häufigsten Laser-Verfahren gehört die LASIK-Methode (LASIK = Laser-in-situ-Keratomileusis). Dabei wird zunächst ein kleines rundes Deckelchen, auch "Flap" genannt, präpariert. Im Fall der LASIK-Methode macht der Arzt dies mit einem Mikromesser. Erst dann liegen die tieferen Hornhautschichten frei und können je nach Art der Fehlsichtigkeit mit dem Laser behandelt werden. Nach der Laserbehandlung wird der Flap wieder zurückgeklappt. Er haftet von selbst wieder an.

Moderner als die LASIK-Methode ist das Femto-LASIK-Verfahren. In diesem Fall kommen überhaupt keine mechanischen Geräte zum Einsatz. Grund: Die Flaps werden nicht mit einem Mikromesser, sondern mit einem Laser, genauer dem Femtosekundenlaser geöffnet. "Beide Methoden können allerdings nur angewendet werden, wenn die Hornhaut des Patienten nicht zu dünn ist, da ansonsten kein Flap präpariert werden kann", erklärt uns Dr. Ralf-Christian Lerche, Augenarzt und stellvertretender Leiter der EuroEyes-Klinikgruppe. Es besteht sonst die Gefahr, eine Instabilität der Hornhaut hervorzurufen.

Für den Fall, dass die Hornhaut tatsächlich zu dünn und empfindlich ist, wird in der Regel die PRK-Methode (PRK = Photorefaktive Keratektomie) beziehungsweise deren Weiterentwicklung, das LASEK-Verfahren (LASEK = Laser Epitheliale Keratomileusis) angewendet. Hier wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Hornhautepithel, nicht etwa geöffnet, sondern mittels eines Schabers (LASEK) oder aber mechanisch (PRK) beiseitegeschoben.  

Wie lange dauert das Augenlasern?
Unabhängig vom Verfahren, müssen Sie für den gesamten Eingriff nicht mehr als 2 Stunden einplanen, wobei nur etwa 25 Minuten für die tatsächliche Operation der Augen benötigt werden. Dabei kommt der Laser, der verwendet wird, sogar nur wenige Sekunden zum Einsatz. In der übrigen Zeit werden Ihre Augen noch einmal gemessen und Sie werden über den genauen Ablauf der Operation sowie die richtige Nachbehandlung aufgeklärt. Außerdem bekommen Sie eine Beruhigungstablette. Zuletzt werden Ihre Augen mithilfe von Tropfen lokal betäubt. "Zwei Tropfen für jedes Auge innerhalb von zwei Minuten reichen aus, damit Sie bei dem ambulanten Eingriff keine Schmerzen spüren", sagt der Experte.

Welche Fehlsichtigkeiten können mit Laser behandelt werden?
Wer seine Fehlsichtigkeit mittels Laser behandeln lassen möchte, muss zunächst einmal mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem sollte sich an der Dioptrienzahl seit 1 Jahr nichts mehr verändert haben und der Patient darf nicht an zusätzlichen Augenkrankheiten wie Grauer oder Grüner Star leiden. Kurzsichtige, die in einem Dioptrienbereich von -1 bis -8 liegen, kommen für eine Laserbehandlung infrage. Für Weitsichtige ist eine Behandlung mit bis zu +3 Dioptrien möglich. Im Fall einer Hornhautverkrümmung kann der Eingriff vorgenommen werden, wenn der Patient einen Wert von 4 Dioptrien nicht überschreitet.

Wie erfolgsversprechend ist das Augenlasern?
Grundsätzlich ist es das Ziel einer jeden Operation, dass der Patient nach dem Eingriff ohne Brille genauso gut sehen kann, wie vor der Operation mit Sehhilfe. In einigen extrem seltenen Fällen (1-2 Prozent) kann eine Restfehlsichtigkeit bleiben. "In diesem Fall kann aber nachgelasert werden", so Augenarzt Dr. Lerche.

Welche Risiken und Gefahren birgt das Augenlasern?
Im Idealfall sollten Sie sich in einer Praxis oder einer Klinik operieren lassen, die über ein LASIK-TÜV-SÜD-Zertifikat verfügt. Um dieses zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien wie zum Beispiel eine Mindestanzahl an Operationen sowie bestimmte Hygienevorschriften erfüllt werden. Dennoch gilt auch hier: Jeder operative Eingriff kann mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein. In sehr seltenen Fällen ist es zum Beispiel möglich, dass sich nach der OP Narben an der Hornhaut bilden, die das Sehvermögen einschränken können. Außerdem kann der sogenannte Blendungseffekt eintreten: In diesem Fall können Sie nachts schlechter sehen. Augenarzt Dr. Lerche: "Die Angst, zu erblinden, ist aber unbegründet." Völlig normal ist es allerdings, wenn Sie nach der Operation für einige Wochen trockene Augen haben. Dagegen hilft ein künstliches Tränenersatzmittel. Außerdem müssen antibiotische Augentropfen genommen werden, die Entzündungen vorbeugen sollen. Ein Extra-Tipp vom Experten: "Vermeiden Sie in den ersten Wochen nach dem Eingriff Saunagänge, häufiges Augenreiben und gehen Sie nicht schwimmen. Sonst können leicht Bakterien an Ihre Augen kommen."

Was kostet eine Laserbehandlung der Augen?
Die Kosten für eine Operation variieren je nach Art der Behandlung, betragen aber in der Regel ab 1250 Euro pro Auge. Eine weitere Rolle spielt der Grad der Fehlsichtigkeit: Je mehr die Hornhaut modelliert werden muss, umso teurer wird's. "Normalerweise kostet eine Operation aber nicht mehr als 4000 Euro für beide Augen", so Dr. Lerche. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, dafür kann man die Behandlung steuerlich absetzen.

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