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Allergierisiko Heuschnupfen sofort erkennen

08.02.2012 , Autor:Diana Helfrich
© Women's Health April

Sie sind total genervt, weil Ihre Nase dauernd zu ist? Es könnte ein harmloser Schnupfen sein oder aber eine echte Allergie, denn viele bekommen Heuschnupfen erst im Erwachsenenalter

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Heuschnupfen Allergie: Das Auftreten von Heuschnupfen im Erwachsenenalter ist nicht selten
Viele Erwachsene glauben, Sie wären im Alter vor einer neuen Allergie verschont. © Shutterstock / Jirsak
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Es sieht so aus, als müssten Sie einiges von dem, was Sie bisher über den Heuschnupfen zu wissen glaubten, über den Haufen werfen. Es stimmt nicht, dass immer mehr Menschen unter dem allergisch bedingten Schniefen, Jucken und Niesen leiden. Rund ein Fünftel der jungen Frauen hat in ihrem Leben bereits die Diagnose "allergische Rhinokonjunktivitis" erhalten. Das ist laut aktuellsten Zahlen vom Berliner Robert-Koch-Institut aber nicht mehr als vor 10 Jahren. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten. Einen neuen Heuschnupfen zu entwickeln ist heutzutage kein Kinderkram mehr. Er tritt inzwischen oft erst spät auf, auch deutlich jenseits der Teeniezeit. Häufig genug wird der Heuschnupfen dann gar nicht erkannt. "Heute ist es nichts Ungewöhnliches mehr, dass auch Ältere mit ganz neuen Symptomen in die Praxis kommen", sagt der Allergologe Dr. Jörg Kleine-Tebbe von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie. "Es kann noch im Rentenalter losgehen. Das war früher die absolute Ausnahme."

Eine Allergie ist auch bei guten Genen möglich
Die genetische Disposition macht laut Kleine-Tebbe nur einen Teil des Sensibilisierungsrisikos aus. Ihr Allergierisiko ist geringer, wenn Sie viele Geschwister haben. Wurden Sie auch noch gestillt und kommen vom Land? Toll, denn dann laufen Sie weniger Gefahr, eine Allergie zu bekommen. "Die Weichen werden schon im Mutterleib und im ersten Lebensjahr gestellt", so der Experte. Das ist ein Grund, warum man einer plötzlichen Allergie auch nicht vorbeugen kann. Der andere: Keiner weiß, warum der Körper von heute auf morgen allergisch reagiert, also anfängt, grundsätzlich harmlose Substanzen wie herumfliegende Pollen von Bäumen oder Gräsern, Tierhaare oder die Ausscheidungen von Hausstaubmilben mit einer Entzündung zu bekämpfen, als wären sie Krankheitserreger.

Eine Unterscheidung zwischen Schnupfen und Allergie ist meist klar
Ein paar Anhaltspunkte gibt es durchaus: "Bei einem Heuschnupfen steht das Jucken an der Nasenschleimhaut im Vordergrund, und mit dem Jucken kommt das Niesen", sagt der Experte. Außerdem ist eine gewöhnliche Erkältung meist fortwährend da und wird nur langsam besser oder schlechter. "Allergischer Schnupfen mit Juckreiz in den Augen dagegen kann schlagartig kommen und genauso schnell wieder verschwinden. So als würde ein Schalter umgelegt." Sie sollten auch überlegen, wann die Symptome auftreten.

Ist die Nase eigentlich nur am Arbeitsplatz zu? Oder ausschließlich, wenn Sie zu Hause sind? "Oft kommt man einfach nicht drauf", weiß Kleine-Tebbe: "Denn es kann die neue Decke aus Rohseide sein. Aber auch die geliebte Katze oder der Ficus, mit denen man jahrelang friedlich zusammengelebt hat." Wenn die Nase dauernd zu ist und beim Schlafen ein quälender Husten hinzukommt, könnte auch die Hausstaubmilbe dahinterstecken, die vor allem in Matratzen und Kissen lebt.

Es gibt einige überraschende Hinweise auf einen Heuschnupfen
Reagieren Sie verschnupft auf starkes Parfüm, den Haarspraynebel oder den plötzlichen Temperaturwechsel, wenn Sie vor die Tür gehen? Weil in solchen Situationen keines der gängigen Allergene im Spiel ist, nehmen viele Betroffene diese Reaktionen als Zeichen, dass es sich bei ihren Beschwerden ja nicht um einen Heuschnupfen handeln könne. Das ist aber falsch. Im Zuge der Allergie werden die Schleimhäute mit der Zeit immer empfindlicher. Sensible Schleimhäute reagieren eben nicht nur auf Allergene, sondern auf alles Mögliche.

Und was, wenn die Selbstdiagnose das Urteil Heuschnupfen ergeben hat? In jedem Fall ist es sinnvoll, per Hauttest oder Blutuntersuchung vom Allergologen abklären zu lassen, ob Sie mit Ihrer Vermutung richtig liegen. Ignoriert man einen allergischen Schnupfen nämlich, droht die Gefahr, dass es zum gefürchteten "Etagenwechsel" kommt und ein Asthma entsteht. Ansonsten können Sie durchaus positiv in die Zukunft blicken und hoffen, dass sich alles von allein regeln wird: "Die Chance, dass ein bestehender Heuschnupfen nach und nach
wieder verschwindet, ist durchaus vorhanden", so Kleine-Tebbe.

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