Bluthochdruck Mit Hochdruck gegen Hypertonie

22.02.2012 , Autor:Gerlinde Felix
© WomensHealth.de

Bluthochdruck hat nicht umsonst den Beinamen "Stiller Killer" – denn häufig merkt man erst nach Jahren, wie er Herz und Gefäße schädigen kann. Zeit also, bereits jetzt vorzusorgen

Vergrößerte Ansicht
Bluthochdruck Hypertonie: Schwindel und Kopfschmerzen können erste Anzeichen für Bluthochdruck sein
Regelmäßiger Schwindel und Kopfschmerzen können erste Warnzeichen für Bluthochdruck sein – die Folgen zeigen sich erst Jahre später durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder Funktionsstörungen © Shutterstock
Seite drucken
Teilen
Kommentare

0 Kommentare

Kommentar schreiben

Schätzungsweise 40% aller Frauen in Deutschland haben zu hohen Druck in ihren Gefäßen – auch jüngere Frauen vor den Wechseljahren. Nur oft wird er nicht erkannt oder nicht ernst genommen. Dabei wäre es so einfach, negative Folgen zu verhindern.

Sie haben Kopfschmerzen und Schwindelgefühle? Sind nervös? Das kann vieles sein, unter anderem auch die Folge eines Blutdrucks über der magischen Grenze von 140/90 mm Hg. Hier stellt sich aber erst einmal die Frage: Wissen Sie überhaupt, wie hoch Ihr Blutdruck ist? Falls neun, dann lassen Sie ihn bald kontrollieren. Ein erhöhter Druck in Ihren Blutgefäßen hat nämlich gravierende Auswirkungen auf Ihren gesamten Organismus. Unbehandelt kann Bluthochdruck bei Ihnen langfristig zu Nierenfunktionsstörungen, Herzmuskelverdickungen, Schäden an den Blutgefäßen von Herz, Gehirn, Nieren und Augen führen. Im Extremfall kann sogar ein Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten. Aufgepasst: Auch geringe Blutdruckerhöhungen bzw. sogar Werte ab 130 zu 80 mmHg, die so genannten hochnormalen Werte, hinterlassen bereits ihre Spuren in Ihrem Organismus. Also bitte ernst nehmen.

Mögliche Ursachen
Sie rätseln, warum ausgerechnet bei Ihnen der Blutdruck erhöht ist? Bluthochdruck ist, wenn er nicht bedingt durch eine Grunderkrankung entsteht, die Folge des Zusammenspiels mehrerer Faktoren. Es kann z.B. familiär bedingt bereits ein erhöhtes Risiko vorliegen. Sind dann bei Ihnen zusätzlich ein oder mehrere Risikofaktoren vorhanden, dann kommt die Veranlagung zu Bluthochdruck zum Tragen. Als Risikofaktor spielt Übergewicht eine wichtige Rolle, da das Fettgewebe Hormone produziert, die direkt den Blutdruck ansteigen lassen.

Junge Karrierefrauen und Frauen, die Beruf und Mutterschaft unter einen Hut bringen wollen, leiden oft unter Psychostress und müssen ebenso aufpassen wie Frauen, die die Antibabypille einnehmen. Die Pille hebt den Schutzeffekt auf, den Sie vor den Wechseljahren durch die Hormonkonstellation normalerweise haben. Auch die häufige Einnahme gängiger Schmerzmittel wie Acetylsalizylsäure, Paracetamol und Ibuprofen kann Untersuchungen zufolge den Blutdruck ansteigen lassen. Durch bewussten Umgang mit diesen Schmerzmitteln können Sie Ihr Risiko verkleinern.

Während früher stets zu einer salzarmen Kost geraten wurde, gibt es heute Zweifel an der Allgemeingültigkeit dieses Ratschlags. Vermutlich müssen Tipps hier viel individueller sein. So kann z.B. auch normaler Salzkonsum den Blutdruck erhöhen, wenn eine genetisch bedingte Störung des Bluthochdruck Salzhaushalts vorliegt. Dann entsteht trotz normalen Salzkonsums eine zu hohe Salzkonzentration im Blut wie Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut  für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim festgestellt haben.

Was Sie tun können

Wenn bei Ihnen Risikofaktoren vorliegen, sollten Sie mindestens einmal jährlich Ihren Blutdruck kontrollieren lassen. Das ist die sicherste Methode zur Früherkennung. Bei normalen Blutdruckwerten und geringen Blutdruckerhöhungen können Sie versuchen, durch Änderungen Ihrer Lebensgewohnheiten etwas gegen den Überdruck in Ihren Blutgefäßen zu tun:

  • Den Genuss von Alkohol einschränken. Ein regelmäßiger Alkoholgenuss von über 30 Gramm Alkohol pro Tag (ca. 1 Viertelliter Wein oder 2 Gläser Bier) führt nämlich ebenfalls zu einer langfristigen Blutdruckerhöhung. 
  • Übertreiben Sie es nicht mit dem Salzkonsum – besser weniger als mehr Salz verwenden. Zwei asiatische Pilze, der Shiitake und der Glänzende Lackporling, sollen eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Geringerer Fettkonsum und frischer Knoblauch senken die Blutfettwerte ebenfalls und letzteres verbessert zudem die Fließeigenschaften des Blutes.
  • Bei Übergewicht sollten Sie versuchen, es langfristig abzubauen. Fünf Kilogramm Gewichtsabnahme senken Ihren Blutdruck um etwa 10/5 mmHg!
  • Wichtig wäre auch, bewusst mit Schmerzmitteln umzugehen und regelmäßig Sport zu treiben. Günstig sind vor allem Ausdauersportarten (dreimal die Woche jeweils 30-45 Minuten) wie z.B. Joggen, Walking und Schwimmen. Kraftsport hingegen treibt den Blutdruck eher hoch.
  • Auch starke emotionale Anspannungen und Aufregung sind Gift für Ihren Blutdruck. Autogenes Training, Meditation, Yoga etc.  – d.h. alles was Sie entspannt -, senkt ihn.
  • Versuchen Sie, mehr zu genießen. Dazu gehört auch Musik. Es gibt für zu Hause spezielle CDs mit einer Mischung "blutdruckfreundlicher" (z.B. meditativer) Musikstücke. Einen blutdrucksenkenden Effekt haben übrigens auch Haustiere wie Hund und Katze. Das Wichtige ist, dass sich alle diese Maßnahmen addieren. Je mehr Möglichkeiten Sie für sich realisieren, desto effektiver können Sie Ihren Blutdruck absenken.

Falls alles nicht hilft: Medikamente
Bei deutlichem Bluthochdruck werden Änderungen der Lebensgewohnheiten wahrscheinlich allein nicht reichen, um den Druck in seine Normgrenzen zu verweisen. Der Hausarzt wird Ihnen blutdrucksenkende Medikamente verschreiben, denn der Blutdruck muss runter! Die Medikamente haben jedoch alle Nebenwirkungen. Manche können z.B. den Zuckerstoffwechsel negativ beeinflussen. Deshalb ist es ratsam, zusätzlich an den Lifestyle-Änderungen festzuhalten, um zumindest die nötige Medikamentendosis etwas verringern zu können. Aber lassen Sie den Blutdruck erst gar nicht so hoch klettern – steuern Sie frühzeitig gegen.

Rezept des Tages
Aprikosen-Baobab-Kugeln
Aprikosen-Baobab-Kugeln
Die Früchte und das Baobabpulver sind Vitamin-C-Bomben, die den Protei ... mehr


Partner

Mitmachen
Gewinnspiele

Einfach klicken und mitmachen!

Der Adventskalender für Frauen 2013

24 Tage mit tollen Gewinnen für tolle Frauen – mit Reisen, Unterhaltungselektronik, Sportbekleidung und viele andere wertvolle Preise. Bis Heiligabend öffnet sich jeden Tag ein Türchen für Sie

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Umfragen

Pille ohne Pause – ja oder nein?

Pille ohne Pause – ja oder nein?

Immer mehr Frauen schwören auf den ‪‎Langzyklus‬ und nehmen die Pille ohne Pause durch. Wie denken Sie darüber?

JETZT MITMACHEN
alle Umfragen
Online Tests

Wie stabil ist Ihr Kreislauf?

Wie steht es um Ihren Kreislauf?

Wenn sich zwischendurch alles dreht und Sie von plötzlich auftretenden Kopschmerzen heimgesucht werden, können das Anzeichen für sich anbahnende Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System sein. Testen Sie jetzt, wie gut es Ihnen wirklich geht!

JETZT MITMACHEN
alle Online-Tests
Community
Blogs