Metabolisches Syndrom Schlank und fit statt Fettleber

20.03.2012 , Autor:Gerlinde Felix
© WomensHealth.de

Tauschen Sie Pommes gegen Gemüse, die Couch gegen Laufschuhe – denn das metabolische Syndrom, das tödlichen Quartett, sitzt gern mit auf der Couch und lebt von fetten Leckerereien

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Fettleber Übergewicht: Finger weg von fetten Speisen!
Das scheinbare Glück des modernen Menschen: Pommes & Co. Doch mit von der Partie ist stets das metabolische Syndrom inklusive Fettleber © Shutterstock
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Es gibt Krankheiten, die gäbe es gar nicht ohne das Genusswesen Mensch. Denn Fernsehsessel, Chips und Alkohol sind eine unheilige Allianz eingegangen, um dem Menschen zu zeigen, dass er sich in der westlichen Welt zwar über die Not der täglichen Nahrungsbeschaffung erhoben hat, nicht aber über die Vorgaben der Evolution. Und die sieht eine sparsame Ernährung in einem bewegungsreichen Leben vor – nicht das Gegenteil, wie wir es gerne praktizieren.

Und so kommt es eben zum "tödliche Quartett": das sogenannte  metabolische Syndrom inklusive Fettleber. Das metabolische Syndrom setzt sich aus Insulinresistenz, bauchbetontem Übergewicht, erhöhtem Blutdruck und Störungen in der Zusammensetzung der Blutfette zusammen. In den vergangenen Jahren mehrten sich die Hinweise darauf, dass die Fettleber Teil dieser Stoffwechselentgleisungen ist, als fünftes Rad am Wagen quasi eine weiteres überflüssiges Zivilisationleiden. Wenn es bei Ihnen erste Anzeichen für ein metabolisches Syndrom gibt, sollten Sie schnellstens auf die Bremse treten. Denn es kann gravierende gesundheitliche Folgen wie z.B. einen Schlaganfall oder Herzinfarkt haben.

Wann spricht man von einer Fettleber?
Etwa 30 bis 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben mehr oder weniger große Fetteinlagerungen in der Leber – z.B. aufgrund zu fetter und zu süßer Nahrung, regelmäßigen Alkoholgenusses sowie Bewegungsmangels. Von Leberverfettung bzw. einer Fettleber spricht man, wenn mehr als 50 Prozent der Leberzellen mittel- bis großtropfige Fettansammlungen enthalten und entsprechend vergrößert sind oder wenn fünf bis zehn Prozent des Lebergewichtes auf Fetteinlagerungen zurückzuführen sind. Normal sind 0,8 Prozent bis 1,5 Prozent des Lebergewichtes. Das Fett in der Leber ist nicht harmlos. Bei etwa 15 bis 20 Prozent der Betroffenen entsteht nämlich eine Fettleberentzündung. Daraus kann sich im Laufe der Jahre eine Leberzirrhose bilden.

Die Leber zieht Überschussfett magisch an

Fett lagert sich immer dann in die Leberzellen ein, wenn die Fettzellen Ihres Fettgewebes randvoll sind. Zwar gelangt ein Teil auch in die Skelettmuskeln, aber die bevorzugte Lagerstätte des überschüssigen Fettes scheinen die Leberzellen zu sein. Falls Sie sehr schlank sein sollten bzw. waren und sich plötzlich, was Alkohol und Essen anbelangt, des Öfteren der Völlerei hingeben, wird bei dieser unverhofften großen Kalorienzufuhr Fett direkt in die Leberzellen transportiert. Die Zellen nehmen durch Fetteinlagerungen weniger Zucker aus dem Blut auf, so dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren muss, um den Blutzuckerwert abzusenken. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen Glukose aus dem Blut aufnehmen.

Übermäßiges Essen schadet der Leber – und dem Rest Ihres Körpers – noch auf einem zweiten Weg. Die prall gefüllten Fettzellen des Fettgewebes im Bauchraum reagieren bei hoher Kalorienzufuhr oder infolge großer Stresshormonmengen (chronischer Stress) weniger auf die Insulinsignale. Stattdessen setzen sie vermehrt entzündungsfördernde Stoffe und Fettsäuren aus dem Fettgewebe frei. Letztere gelangen in die Leberzellen und sorgen dort für ein ziemliches Chaos. Eine Folge ist zum Beispiel, dass Ihre Leber nicht mehr in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu regulieren – was normalerweise eine ihrer Aufgaben ist. Darüber hinaus verändert sich auch Ihr Blutfettstoffwechsel in negativer Weise.

Was können Sie dagegen tun?

Eine Änderung der Lebensgewohnheiten entfettet die Leber!
Häufig ist es sogar möglich, eine Fettleber wieder komplett rückgängig zu machen. Selbst wenn sich bereits die Leberzellen entzündet haben, können Sie durch konsequente Änderungen Ihrer Lebensgewohnheiten eine Besserung erzielen. Die Pille gegen die Fettleber gibt es allerdings nicht. Sie sind selbst gefordert:

  • Kein oder nur wenig Alkohol – um die Leber nicht zusätzlich zu belasten. 
  • Kalorien sparen – um Übergewicht durch eine fettreduzierte und kalorienärmere, aber vollwertige und vitaminreiche Ernährung abzubauen.
  • Regelmäßige körperliche Bewegung – um erst gar keine überflüssigen Pfunde anzusetzen. Ihr Gewicht sollte aber nicht mehr als 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche absinken. Eine zu rasche Gewichtsabnahme kann eine Fettleber nämlich sogar noch verschlimmern. Auf Radikaldiäten und Heilfasten sollte deshalb verzichtet werden.
  • Nehmen Sie möglichst wenig Glukose und Fruchtzucker (Fructose) zu sich. Da es zwischen der Fettleber und den Mitgliedern des metabolischen Syndroms ein Wechselspiel gibt, ist es wichtig, auch gezielt dagegen etwas zu tun. Falls Sie an Typ-2-Diabetes leiden sollten, ist es wichtig, dass Ihre Blutzuckerwerte gut eingestellt sind. Dasselbe gilt bei einem erhöhten Blutdruck. Auch er lässt sich mit viel Bewegung und Gewichtsabnahme sowie gegebenenfalls blutdrucksenkenden Medikamenten verringern. Viel Sport und eine fettarme Ernährung verbessern Ihre Blutfettwerte.

Fazit: Die Zauberwörter heißen körperliche Aktivität und richtige Ernährung. Wer an den richtigen Schrauben dreht, wird sich schon bald insgesamt gesünder fühlen

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