SymptomeSchnelle Hilfe bei Heuschnupfen

10.05.2013 , Autor:Diana Helfrich
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Heuschnupfen betrifft immer mehr Menschen und das mit immer heftigeren und neuen Symptomen wie Schlaflosigkeit oder schlechte Laune. Wir sagen Ihnen, was hilft

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Heuschnupfen Symptome: Die besten Mittel gegen Heuschnupfen
Brennende Augen und eine laufende Nase sind häufig nicht das einzige, womit Heuschnupf-Geplagte zu kämpfen haben © Shutterstock
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Auf den ersten Blick sind die Pollen so unscheinbar, dass es fast lächerlich erscheint, sich davor zu fürchten. Leider sieht das Immunsystem das in manchen Fällen etwas anders. Bei Allergikern attackiert es sie, als wären sie der Staatsfeind Nummer eins. Dabei schüttet es Unmengen Histamin aus. Das Gewebshormon soll die Eindringlinge eigentlich bekämpfen, sorgt in seiner Überdosis jedoch für die typischen allergischen Reaktionen. Und darunter leiden von Jahr zu Jahr mehr Menschen. Brennende Augen und eine laufende Nase sind aber nicht das Einzige, womit Sie dann womöglich zu kämpfen haben.

"Ich schlafe nachts schlecht"
Wenn die Pollen fliegen, bekommen viele Allergiker nachts kein Auge zu. Das hat zwei Gründe. Der erste ist mechanischer Natur: Mit verstopfter Nase ist das Atmen einfach generell schwieriger, der Körper muss sich mehr anstrengen, um Sauerstoff zu erhalten, und hat es deshalb nicht so leicht, zur Ruhe zu kommen. Zweitens ist es ein biochemisches Problem. Denn die allergische Reaktion kurbelt auch die Produktion von Botenstoffen an, die die Entzündung auslösen. Die sogenannten Th2-Zytokine haben leider den nervigen Nebeneffekt, dass sie das Schlafen erschweren. 

"Ich bin immer so mies drauf"
Traurig, aber wahr: Wer eine starke Pollenallergie hat, ist oft unglücklicher. Wissenschaftler der beiden Universitäten in Innsbruck und Pavia konnten nachweisen, dass Allergiker während der Pollensaison weniger von dem Gute-Laune-Botenstoff Serotonin im Blut hatten als im Winter. Neben körperlichen Beschwerden schlägt sich die Allergie ebenfalls auf die Psyche nieder. "Heuschnupfen ist eine sehr verbreitete Krankheit, die auch Verhaltensänderungen mit sich bringt", so einer der Autoren, Professor Dietmar Fuchs. Er bestätigt damit Ergebnisse von US-Wissenschaftlern der University of Maryland, die denselben Effekt schon bei depressiven Menschen feststellten: Je mehr Pollen unterwegs waren, desto depressiver waren die Probanden. Denn bei Dauerniesen und stetiger Schlaflosigkeit leidet nicht nur der Allergiker, sondern auch dessen Lebensqualität – und das hat Auswirkungen auf die Stimmung.

"Ich fühle mich total krank"
Es muss nicht immer gleich die Grippe sein, wenn Sie sich angeschlagen fühlen. Auch Heuschnupfen kann ein massives Krankheitsgefühl auslösen. "Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten ist das der Fall. Sie haben eine Matschbirne und fühlen sich schlapp", sagt der Allergologe Dr. Jörg Kleine-Tebbe vom Berliner Allergie- und Asthma-Zentrum Westend. "Der eng­lische Ausdruck 'Hay Fever' für Heuschnupfen ist insofern sehr treffend." Warum manche verschont bleiben, ist schnell erklärt: "Jeder reagiert etwas anders auf das komplizierte Gemisch der Botenstoffe, das der Körper bei der Allergie ausschüttet." Es gibt ja schließlich auch Menschen, die bei einem grippalen Infekt nur ein bisschen kürzertreten, während andere mit demselben Virus eine Woche lang das Bett hüten.

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Das steckt hinter Heuschnupfen-Symptomen

Für viele Allergiker wird die schönste Zeit des Jahres zum Alptraum. Wenn sich andere am liebsten draußen in der Natur aufhalten, macht der Heuschnupfen ihnen einen Strich durch die Rechnung

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"Ich vertrage keine Äpfel mehr"
Erst waren Sie nur auf Birkenpollen allergisch, und plötzlich kribbeln Zunge und Lippen unangenehm, wenn Sie in einen Apfel beißen? Das ist nicht ungewöhnlich, denn sie enthalten ähnliche Eiweiße. Bei dieser weitverbreiteten Kreuzallergie erkennt der Körper im Eiweiß des Apfels eine ähnliche Struktur wie in den Birkenpollen und reagiert mit der typischen Abwehr. Das kann Ihnen auch mit Kirschen, Pfirsichen, Haselnüssen, Karotten, Sellerie und Soja passieren.

"Ich habe so häufig Halsweh"
Das ist ja auch kein Wunder. Denn Pollen schwirren fast überall herum, sie nicht einzuatmen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. "Wenn zum Beispiel beim Radfahren der Mund nicht ganz fest geschlossen wird, gelangen die Allergene in Rachen und Hals, und dort setzt sich die Reaktion dann fort", erklärt der Allergie­experte. Heuschnupfenpatienten neigen eh oft zu einer Überempfindlichkeit der Schleimhäute, sodass die Nerven sensibler auf Umweltreize wie Staub, Zugluft oder Temperaturunterschiede reagieren. Deshalb leiden diese Menschen auch häufiger unter Hals­kratzen und dem Gefühl, eine Erkältung auszubrüten. 

"Ich kann mich nicht konzentrieren"
Körperlich sind Sie zwar anwesend, aber einen klaren Gedanken zu fassen ist völlig unmöglich? Da können Sie die Schuld ruhig Ihrer Allergie in die Schuhe schieben: "Heuschnupfen ist ein Pech für Arbeitgeber, denn erwiesenermaßen sackt die Leistungsfähigkeit in der Pollenflugzeit regelrecht ab", so Kleine-Tebbe. Bei einer Studie schnitten allergische Schüler während der Beschwerdezeit um 20 Prozent schlechter ab als ihre gesunden Klassenkameraden. Und auch das Langzeit-Lernvermögen leidet. Eine britische Studie kam zu der Erkenntnis, dass es sogar um bis zu 30 Prozent gemindert sein kann. Aber ein kleiner Trost zum Schluss: Die Teilnehmer der Studie nahmen keine Medikamente. Richtig behandelt, verbessern sich die Heuschnupfensymptome spürbar - und entsprechend kommt auch die Konzentration zurück.

Schnelle Hilfe bei Heuschnupfen

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