Arztsuche: So finden Sie einen guten Arzt

14.02.2012 , Autor:Gerlinde Felix
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Einem Arzt müssen Sie Dinge anvertrauen, über die Sie im Alltag ungern sprechen. Diese wichtigen Punkte sollten Sie deshalb bei der Arztsuche beachten

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Arztsuche: Frustration bei der Arztsuche
Die Suche nach dem richtigen Arzt treibt Sie in den Wahnsinn? Ein paar wichtige Kriterien helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung © Shutterstock
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Sie können natürlich die Gelben Seiten zücken und bei Ärzten unter der gewünschten Rubrik blättern, den Finger kreisen lassen und sich so entscheiden. Wer aber gewisse Erwartungen an einen Arzt stellt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass sein Zufallsfund der richtige ist, sondern sich zuvor bei Freunden, Nachbarn und Kollegen erkundigen, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Natürlich legt jeder Mensch bei der Arztwahl auf andere Dinge Wert und Erfahrungen sind stets subjektiv geprägt. Deshalb sollte man mehrere Stimmen einholen. Außerdem gibt es Online-Bewertungsplattformen für Ärzte. Dazu gehören beispielsweise jameda.de, docinsider.de und imedo.de.

Folgende Kriterien sind für die Beurteilung eines Arztes wichtig:

  • Vertrauen zwischen dem Arzt und dem Patienten ist das A und O. Deshalb sollte man sich fragen: Kann ich diesem Arzt vertrauen? Finde ich diesen Menschen so sympathisch und kompetent, dass ich bereit bin, ihm persönliche Informationen anzuvertrauen?
  • Die Sprechstundenzeiten sollten zu Ihrem Arbeitsalltag passen. Außerdem ist es ratsam, eine Praxis auszuwählen, die sich in der näheren Umgebung befindet.
  • Der Arzt sollte den Patienten erzählen lassen und nicht bereits nach 20 Sekunden unterbrechen. Ein guter Arzt sollte also zuhören, genau erklären, was er tut, und die Behandlung und eventuelle Alternativen schildern. Sorgen und Bedenken des Patienten sollte er nicht belächeln oder abtun.
  • Der Arzt sollte Ihnen das Gefühl vermitteln, dass er sich Zeit für Sie nimmt. Das bedeutet auch, dass er nicht hektisch agiert oder zwischendurch immer wieder wegrennt, um nach anderen Patienten zu schauen. 
  • Wenn der Arzt mit Ihnen spricht, sollte er dies möglichst verständlich tun und nicht ständig medizinische Fachausdrücke verwenden. 
  • Unangenehm ist, wenn Sie sich für eine Untersuchung bereits entkleiden sollen, bevor der Arzt da ist und Sie begrüßt hat. Wenn Sie sich in seiner Anwesenheit entkleiden, sollte  idealerweise ein "blickgeschützter" Bereich vorhanden sein. Auch seine Mitarbeiterinnen sollten Ihre Intimsphäre respektieren.
  • Der Umgangston in der Praxis sollte freundlich sein und sowohl der Arzt als auch seine Bediensteten sollten den Eindruck vermitteln, dass sie alle Patienten gleich behandeln (keine Zweiklassengesellschaft). 
  • Diskretion im Warte- und Sprechzimmer wird mitunter vernachlässigt. Rezepte und Überweisungen sollten nicht an der Theke – bereitgelegt für den Arzt zum raschen Unterschreiben – ausliegen, so dass jeder sie lesen kann. Außerdem müssen andere Patienten nicht erfahren, warum jemand zum Arzt geht. Und im Labor sollten für den nachfolgenden Patienten auf dem Computerbildschirm nicht die Krankendaten des Vorgängers zu lesen sein.
  • Arzt und Assistentin sollten vor jeder Behandlung die Hände gründlich waschen, um zu vermeiden, dass gefährliche Keime von einem Patienten auf den anderen übertragen werden. Die Auflage von Patientenliegen sollte stets frisch sein.
  • Der Arzt sollte nicht nur Krankheiten behandeln, sondern Ihnen auch Tipps geben, was Sie ansonsten für Ihre Gesundheit tun können.

Überprüfen Sie einen Arzt anhand dieser Punkte – entweder, indem Sie andere, Ihnen bekannte Patienten danach fragen oder, indem Sie sich selbst ein Bild machen. Wichtig ist, dass Sie sich wohl fühlen und das Gefühl haben, in kompetenten Händen zu sein.

Können Sie sich vorstellen, diesen Arzt z.B. bei schlimmeren Erkrankungen erneut aufzusuchen?
Ob der Arzt einen Doktortitel hat oder nicht, spielt für seine Kompetenz keine Rolle. Ebenso wenig ist das Alter ein Kriterium, weil sich Vor- und Nachteile die Waage halten. Ach ja, noch ein Punkt: Wenn die Assistentin bereits bei der Anmeldung auf so genannte IGeL, d.h. individuelle Gesundheitsleistungen, die Sie selbst bezahlen müssen, aufmerksam macht und Sie hierzu überreden möchte, sollten Sie überlegen, auf dem Absatz kehrtzumachen und die Praxis wieder zu verlassen. In solchen Fällen besteht das Risiko, dass das Interesse mehr Ihrem Geld als Ihrer Gesundheit gilt.

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