Starke Hilfe für schwache Venen Sommerleiden Besenreiser

06.05.2013 , Autor:Gerlinde Felix
© WomensHealth.de

Besenreiser und Krampfadern vermiesen Ihnen die Lust auf Minirock und Shorts im Frühjahr? Bringen Sie Ihre Beine in Form, nicht nur der Schönheit, sondern auch der Gesundheit zuliebe

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Krampfadern Besenreiser: Sommerleiden Besenreiser
Im Sommer soll es möglichst makelos sein: das Damenbein. Besenreißer (was für ein Wort!) stören da, lassen sich aber durch (kostenintensive) Prozeduren entfernen © g-stockstudio / Shutterstock.com
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Besenreiser, Shorts

Immer dann, wenn die Beine unbedeckt sind, kommen sie zum Vorschein: Besenreiser. Das sind jene feinen, bläulich verfärbten Linien an den Beinen, über die sich viele Frauen ärgern: Zwar liegt meist nur ein kosmetisches Problem vor – sie können aber auch ein Hinweis auf eine Venenschwäche sein.

Das Problem lässt sich mit einer Laserbehandlung lösen – Sie müssen jedoch selbst bezahlen. Die Behandlung läuft folgendermaßen ab: Der Laser setzt auf der Beinoberfläche entlang des Gefäßes punktweise eine fokussierte Energiemenge frei, die vom roten Blutfarbstoff aufgenommen wird. Der Gefäßinhalt "verpufft" regelrecht und die Gefäßwände klatschen zusammen. Sie verkleben, so dass kein Blut mehr durchfließen kann. Lasern eignet sich vor allem für mittelgroße und ganz feine Besenreiseräderchen. Größere Besenreiser können nur in Kombination mit einer chemischen Verödung "gelasert" werden.

Zwar heißt es "wer schön sein will, muss leiden", aber keine Sorge, die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung. Je nachdem wie viele Besenreiser Sie haben und wie groß diese sind, brauchen Sie eine oder mehrere Sitzungen (Dauer 10 bis 30 Minuten, Kosten pro Sitzung 100 bis 200 Euro). Und die Risiken? Wenn Sie Pech haben, bildet sich eine Entzündung, die einen Pigmentverlust verursacht. Im Klartext heißt dies, es bleibt ein Abdruck der Vene zurück. Das passiert aber nicht oft.

Achtung: Haben Sie auch Krampfadern?
Wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben, schwellen Ihre Beine bis abends an und schmerzen. Sommerhitze und Fußbodenheizungen tun da nicht gut. Harmlos sind Krampfadern leider auch nicht. Deshalb sollten Sie diese "krankhaften Aufdehnungen und Aussackungen einer sonst normalen Vene im oberflächlichen Venensystem" – so die Beschreibung im medizinischen Fachjargon – unbedingt vom Facharzt, dem Phlebologen (nein, das sind keine gefährlichen Außerirdischen), mittels Doppler-Ultraschall kontrollieren und gegebenenfalls in einer Klinik auch behandeln lassen.

Das Problem ist nämlich folgendes: Staut sich das Blut in den oberflächlichen Vene stark zurück, belastet und schädigt dies die Verbindungsgefäße zum tiefergelegenen Venensystem, in welchem dann der Druck ansteigt. Das schädigt das System und erhöht Ihr Risiko für Blutgerinnsel, die durch die Blutbahn wandern und einen Infarkt auslösen können.

Also was tun? Ganz wichtig ist, dass Sie Kompressionsstrümpfe tragen (Es gibt inzwischen auch ganz passabel aussehende Strümpfe). Außerdem wäre es gut, wenn Sie zwischendurch immer wieder mal die Beine für ein paar Minuten hochlegen könnten. Venengymnastik ist am Computer ebenso möglich wie an der U-Bahnhaltestelle. Und: Bewegen Sie sich möglichst viel. Wenn der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung zum Schluss kommt, dass Sie Ihre Krampfadern "entfernen" lassen sollten, dann gibt es folgende Verfahren:

  • Schaum verödet die Seitenäste (Sklerotherapie):
    Ein venenschädigendes Medikament wird – frisch aufgeschäumt – in die Vene eingespritzt. Es ruft künstlich eine Entzündung hervor, die Venenwände verkleben, die Vene verschwindet mit der Zeit. Es sind oft mehrere Anwendungen nötig. In etwa 10% bis 20% der Fälle öffnen sich die verödeten Krampfadern innerhalb eines Jahres wieder. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
  • Crossektomie und Stripping (das klassische Standardverfahren):
    Die kranken Stammvenen werden operativ über kleine Schnitte herausgezogen, ebenso die jeweiligen Seitenäste. Der Eingriff, der von den Krankenkassen bezahlt wird, dauert maximal eine Stunde und kann in lokaler (ambulante OP) oder Voll-Narkose durchgeführt werden.

Neben diesen beiden Verfahren gibt es seit ein paar Jahren auch völlig narbenfreie, minimal-invasive Eingriffe, die kranke Venenabschnitte innerhalb von 20 bis 30 Minuten "lahmlegen". Einziger Haken: Sie müssen selbst zahlen:

  • Die Endovenöse Lasertherapie: Der Arzt schiebt über die Vene eine dünne Quarzglasfaser ausgehend von Ihrem Innenknöchel bis zum erkrankten Venenbereich vor. Laserlicht tritt am Ende der Faser aus. Die Vene stirbt quasi einen "Hitzetod" und  verschließt sich. Beim allmählichen Zurückziehen der Laserfaser wird die Stammvene von innen nach und nach durch viele kurze Laserimpulse verschlossen. Nach sechs bis zwölf Monaten ist sie komplett abgebaut. In etwa 10% der Fälle öffnet sich die behandelte Vene innerhalb von 5 Jahren wieder. Die Kosten betragen ca. 1000 bis 2000 Euro.
  • Die Radiofrequenzobliteration: Ein spezieller dünner Katheter mit ausfahrbaren Elektroden an der Spitze wird unter Ultraschallkontrolle in Ihre kranke Vene bis zur Leiste vorgeschoben. Austretende Radiowellen erhitzen die Gefäßinnenwand und zerstören sie. Die behandelte Vene verklebt so nach und nach während der Katheter langsam zurückgezogen wird. Sie verschließt sich, verhärtet und wird schließlich abgebaut. Die Kosten betragen ca. 1500 bis 2500 Euro inklusive Einmal-Katheter in Höhe von 550 Euro. In etwa 10% der Fälle öffnet sich die behandelte Vene innerhalb von 5 Jahren wieder.

Es kann Ihnen aber passieren, dass nach ein paar Jahren erneut Krampfadern auftreten und Sie sich wieder behandeln lassen müssen. Denn unabhängig von der verwendeten Methode bleibt eben Ihre ererbte Neigung zur Krampfaderbildung bestehen.

Deshalb ist es grundsätzlich ratsam, bei Venenproblemen Kompressionsstrümpfe zu tragen, wenn Sie viel sitzen oder stehen müssen. Auch die Güte der Erstbehandlung ist wichtig. Seien Sie also bei der Auswahl von Phlebologe und Klinik wählerisch.  

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