So fördern Sie Ihre Darmgesundheit auf natürliche Weise

Gesunder Stoffwechsel Wie Darmbakterien unser Gewicht beeinflussen

21.11.2014 , Autor:Diana Helfrich
© Women's Health Oktober

Im Bereich der Darmgesundheit wird besonders heiß diskutiert, was die Darmflora mit dem Körper­gewicht zu tun hat. Fest steht, dass sich die Darmbakterien bei Normalgewichtigen anders zusammensetzt als bei stark Übergewichtigen

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Darmbakterien beeinflussen Gewicht: Die Darmflora hat sogar Einfluss auf unser Gewicht
Gesunder Darm – schlanker Bauch? Tests zeigen, dass Darmbakterien tatsächlich unser Gewicht beeinflussen © Shutterstock/Syda Productions
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Abnehmen , Gesunde Ernährung

Die Zusammensetzung der Darmflora soll nachweislich Einfluss auf unser Gewicht haben. Und einiges legt nahe, dass die Neigung zum ­Dicksein mit den Darmbewohnern weitergegeben werden kann: In einem Experiment verwendeten Forscher Darmbakterien von 4 Zwillingspärchen, von denen der eine dick war und der andere dünn. Sie pflanzten sie Mäusen ein, die in einer keimfreien Umgebung aufgewachsen und deren Darm noch unbewohnt war. Und tatsächlich: Mit der Darmflora der Dicken wurden dünne Mäuse dick. Mit der des dünnen Zwillings blieben sie schlank.

„Eine veränderte Darmflora verändert auch, was unser Stoffwechsel umsetzen kann“, erklärt Ernährungsmediziner Prof. Dr. Stephan Bischoff von der Universität Hohenheim in Stuttgart die Ergebnisse. Das bedeutet: Dicke ziehen mehr Energie aus der Nahrung als dünne Menschen, deswegen zählt für sie jeder Bissen mehr, weil ihre Darmbakterien effektiver arbeiten. Wenn Sie sich je gewundert haben, warum Sie ein Croissant nur anzugucken brauchen und dabei schon zulegen: Kann sein, dass Sie die Schuldige jetzt kennen! Die Darmflora sorgt dafür, dass es individuell verschieden ist, wie gut man Nahrung verwertet.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat kürzlich ­versucht, den Effekt zu quantifizieren: In einer kleinen Studie (21 Teilnehmer) der National Institutes of Health machte er rund 150 Kalorien am Tag aus; bei Mäusen stieg die verwertete Energie um rund 10 Prozent, nachdem die Darmflora verändert worden war. Ein Anteil, der sich auf Dauer gut sichtbar auf den Rippen festsetzt.

Und das ist nicht der einzige Weg, auf dem die Mikrobiota das Körpergewicht regeln könnte: „Die Bakterien be­einflussen auch die Bildung von Hormonen im Verdauungstrakt“, sagt Bischoff. Wie etwa die Produktion von Serotonin, das satt und zufrieden macht, oder von Inkretinen, die unter anderem die Magenentleerung verlangsamen. „Der Verdacht liegt nah, dass dadurch auch unser Essverhalten beeinflusst wird“, so Bischoff. Das heißt: Es sind womöglich die kleinen Untermieter, die bestimmen, ob wir an einem Törtchen vorbeilaufen können oder es uns direkt einverleiben. Bischoff hält es für sehr gut möglich, dass man künftig Übergewicht mit erwünschten Darmbakterien (sogenannten Probiotika) behandeln wird: „In rund 5 bis 10 Jahren könnte es so weit sein“, so der Experte.

Dabei geht es ihm allerdings weniger um den ­flachen Bauch im Bikini: Aus ärztlicher Sicht ist Übergewicht ja vor allem deswegen problematisch, weil es so oft in Kombination mit Bluthochdruck sowie erhöhten Blutfett- und Blutzucker­werten daherkommt und damit Herzinfarkt und Schlaganfall den Weg ­bereitet. „Genau dieses Risiko können Pro­biotika möglicherweise reduzieren“, so Bischoff. „Im Tierexperiment ist die Datenlage dafür sogar besser als für das bloße Reduzieren des Gewichts.“

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