Motivationstief 9 Gründe, den nervigen Job NICHT zu kündigen

27.05.2016 , Autor:Melanie Khoshmashrab
© Women's Health Mai

Die Arbeit nervt wie Frittenfett und von den Kollegen wollen wir gar nicht erst anfangen. Fazit: Sie wollen kündigen. Stop! Es ist nicht zwangsläufig der Job, der an allem Schuld ist ...

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Job nervt: 9 Gründe, den nervigen Job NICHT zu kündigen
Mit dem Job ist es manchmal wie in einer Partnerschaft: Mit der Zeit fallen erst die unschönen Macken auf © GaudiLab / Shutterstock.com
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Wenn im Büro das Einzige, was Sie noch freut, die Tatsache ist, dass sich Ihr Bürostuhl dreht, dann brauchen Sie entweder einen neuen Job – oder Sie retten durch ein bisschen Beratung und Coaching die Beziehung zu Ihrem alten, den Sie eigentlich doch mal so geliebt haben. Und das Beste ist: Dafür müssen Sie nicht mal auf die Couch, sondern brauchen nur unsere Tipps zu lesen und daraus lernen.

Mit dem Job ist es manchmal übrigens wirklich wie in einer Partnerschaft: Nach einigen Monaten der Verliebtheit und dem Blick durch die rosarote Herzchenbrille fallen einem am Traummann plötzlich viele kleine Macken auf, die früher nicht da waren, einen jetzt aber in den Wahnsinn treiben. Im Job sieht das dann so aus: Statt sich kreativ austoben zu können, stecken Sie ständig und stundenlang in Meetings fest und müssen dazu noch lästigen Papierkram erledigen. Dann bröckelt langsam, aber sicher die Fassade vom Traumjob, und die Motivation befindet sich im Sinkflug. Aber halt! Deswegen müssen Sie ja noch lange nicht alles hinschmeißen.

"Jobkrisen und Motivationslöcher erlebt jeder mal. Wer etwas anderes behauptet, der lügt", sagt Mental Coach Antje Heimsoeth aus Rosenheim. So nervig der Knick in der Motivationskurve auch sein mag, so wichtig ist er gleichzeitig: "Er hilft dabei, immer wieder neu zu beurteilen, wo Sie stehen und was genau Sie wollen", sagt die Expertin und rät: "Nutzen Sie die Nerv-Faktoren positiv. Denn wenn Sie akzeptieren, dass die einfach dazugehören, können sie Sie sogar vorwärtsbringen."

Nachfolgend 9 typischen Motivationstiefs und wie Sie ihnen entkommen


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Der Job nervt? 9 Gründe, warum Sie erst einmal NICHT kündigen sollten!

Wer immer wder am Terminplan scheitert und ständig Fristen verbummelt, sollte sein Zeitmanagement hinterfragen oder lernen, Nein zu sagen

© GaudiLab / Shutterstock.com

Motivationstief Nr. 1
"Ich habe zu wenig zu tun und langweile mich"

Sie klicken sich von einem Katzenvideo zum nächsten, lernen die Twitter-Timeline auswendig oder chatten auf Facebook – alles nur, um die einzige Aufgabe auf Ihrem Tisch noch etwas hinauszuzögern, damit Sie nicht gleich wieder vor dem leeren Schreibtisch sitzen. Unterforderung und Routine geben zwar ein Gefühl der Sicherheit, können aber auf Dauer krank machen. Denn wer nicht gefordert ist, verlernt, flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Außerdem sorgt laut einer Studie der University of Central Lancashire Langeweile im Job dafür, dass sich krank machende Verhaltensweisen einschleichen. Demnach greifen gelangweilte Mitarbeiter besonders häufig bei der Arbeit zu Süßem oder nach Feierabend zu Hochprozentigem. Der Zuckerkick und der Alkohol sollen den Frust, nichts gemacht zu haben, betäuben.

So kommen Sie da raus
Tun Sie nicht so, als hätten Sie eine Menge zu tun. Das ist eine häufige Strategie gegen die Angst, sich selbst als überflüssig zu outen und womöglich noch den Job zu verlieren. Falsch gedacht. Bilanzieren Sie am Ende des Tages erst mal, was genau Sie gemacht haben. Zu wenig? Dann bitten Sie Ihren Chef um neue Aufgaben", rät Mental Coach Heimsoeth. "Oder noch besser: Suchen Sie sich selbst neue Herausforderungen im aktuellen Arbeitsumfeld, und zeigen Sie diese dem Chef auf. "Der wird es nicht nur gut finden, dass Sie sich mehr einbringen wollen, sondern es auch zu schätzen wissen, dass Sie proaktiv reagieren."

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Motivationstief Nr. 2
"Die Stimmung im Team ist katastrophal. Alle sind nur am Jammern."

Jaja, früher war alles besser: weniger Arbeit, mehr Spaß, und das Essen in der Kantine war auch leckerer. Das ständige Gemecker der Kollegen zieht Sie ziemlich runter.

So kommen Sie da raus
"Wer im Jammertal sitzt, verliert den Horizont aus den Augen. Richten Sie Ihren Fokus auf die erfreulichen Dinge", rät Heimsoeth. Versuchen Sie sich nicht über die Miesepeter zu ärgern und drehen den Spieß besser um: Erzählen Sie, wie viel Spaß Ihnen die derzeitige Aufgabe macht. Erinnern Sie die Kollegen an die lustige Weihnachtsfeier, fragen Sie nach, ob Sie für die Kollegin etwas tun können, oder bringen Sie frische Croissants mit ins Meeting.

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Motivationstief Nr. 3
"Wie soll ich diesen Riesenberg Arbeit nur schaffen?"

Auf dem Schreibtisch stapelt sich die Arbeit, das E-Mail-Postfach quillt über, und Sie kommen zu nix, weil das Telefon ständig klingelt. Und am Ende der Woche muss alles fertig sein …

So kommen Sie da raus
Eine überquellende Ablage ist einer der größten Motivationskiller überhaupt, denn sie erinnert ständig an die Arbeit, die noch nicht erledigt ist. "Wenn Sie daran zweifeln, dass die Arbeit in der vereinbarten Zeit zu schaffen ist, sollten Sie ehrlich mit sich selbst und den Vorgesetzten umgehen. Machen Sie Ihrem Chef beispielsweise einen neuen Terminvorschlag", so Heimsoeth. Oft kann der Vorgesetzte nicht einschätzen, wie viel Zeit bestimmte Aufgaben in Anspruch nehmen und welche Kapazitäten Sie haben. Bevor Sie dann an die Arbeit gehen, sollten Sie zunächst einmal Struktur in den Berg bringen. Arbeiten Sie die Aufgaben per Salamitaktik ab: Unterteilen Sie den großen Haufen in viele kleinere, die Sie zu bestimmten Zeiten erledigen wollen. Versuchen Sie, sich in diesen Zeitfenstern nicht von Facebook oder dem Smartphone ablenken zu lassen. Und was, wenn die Zeit am Ende doch nicht reicht? "Keine Panik. Selbst wenn Sie den Zeitplan mal nicht einhalten können, verlieren Sie nicht gleich den Job", sagt Heimsoeth. Scheitern Sie allerdings immer wieder am Terminplan, sollten Sie Ihr Zeitmanagement hinterfragen oder lernen, Nein zu sagen. "Dabei kann ein professionelles Coaching sinnvoll sein."

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Der Job nervt? 9 Gründe, warum Sie erst einmal NICHT kündigen sollten!

Für einen klaren Kopf sorgen: Laut Studie steigt die Produktivität um 32 Prozent, wenn man seine gewohnte Arbeitsumgebung verlässt

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Motivationstief Nr. 4
"Ein Dankeschön ist ja wohl nicht zu viel verlangt."

Sie haben ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, doch auf dankende Worte vom Chef warten Sie vergebens. Wie üblich schmeißt er nicht gerade mit Lob um sich. Das frustriert auf Dauer, und Sie fragen sich jetzt schon, ob sich all der Einsatz überhaupt lohnt und Sie beim nächsten Projekt wieder mit demselben Elan an die Sache rangehen können.

So kommen Sie da raus
Erwarten Sie weniger, dann sind Sie auch weniger frustriert darüber. "Machen Sie Ihr Wohlbefinden nicht von der Wertschätzung anderer abhängig, sondern schätzen Sie sich auch selbst für Ihr Engagement wert. Eigenlob stinkt nicht. Es sorgt für ein gutes Gefühl", so Heimsoeth. Das reicht Ihnen nicht? Dann holen Sie sich direktes Feedback vom Chef und fragen im Vier-Augen-Gespräch: "Sind Sie zufrieden mit meiner Arbeit?"

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Motivationstief Nr. 5
"Keine Ahnung, davon weiß ich nichts."

Schon wieder wurde eine Entscheidung über Ihren Kopf getroffen, und Sie stehen blöd da. Es nervt, dass Sie immer die Letzte sind, die von Dingen, die Ihre Aufgaben betreffen, erfahren.

So kommen Sie da raus
Wer den Mund nicht aufmacht, wird auch nicht gehört. "Fordern Sie mehr Dialogbereitschaft und Informationen ein. Schlagen Sie zum Beispiel einen Jour fixe vor, bei dem alle auf den gleichen Informationsstand gebracht werden. Argumentieren Sie mit den Vorteilen, die eine gute Kommunikation für alle mit sich bringt."

Motivationstief Nr. 6
"Wie wäre es mal mit einer Gehaltserhöhung?"

Seit Jahren verdienen Sie dasselbe, obwohl Sie immer mehr machen müssen als früher. Laut einer Studie des Personalberaters Manpower sind 65 Prozent aller Mitarbeiter nicht zufrieden mit ihrem Lohn.

So kommen Sie da raus
"Hinterfragen Sie, ob Sie wirklich mehr Geld brauchen, um glücklicher zu sein", sagt Heimsoeth. Anerkennung vom Chef, mehr Geld oder eine Beförderung sind beliebte Ziele, nach denen man sein Leben ausrichten kann und daran den Erfolg misst. Aber vergessen Sie nicht: Vieles von dem, was vermeintlich glücklich macht, hat nur einen Kurzzeiteffekt. Viel wichtiger als Geld und Anerkennung sind Beziehungen zu Kollegen, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und die Übernahme von Verantwortung. Egal ob Sie mehr Geld, mehr Freizeit oder mehr Verantwortung von Ihrem Chef wollen, Sie müssen es selbst in die Hand nehmen. "Legen Sie sich vor dem Gespräch Argumente zurecht, die für eine Gehaltserhöhung sprechen", so Heimsoeth. Das können Erfolge der letzten Monate oder besuchte Weiterbildungen sein. Auch der Zeitpunkt mit der Bitte um das Gespräch kann entscheidend sein. Ist der Chef gerade in nervigen Verhandlungen, hat er für Ihr Anliegen womöglich wenig Verständnis. Pst! Seine Sekretärin ist Ihre beste Komplizin: Sie kennt sowohl seinen Terminplan als auch seine Tagesform.

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Motivationstief Nr. 7
"Boah .. schon wieder ein Meeting."

Die Kollegin erzählt vom Wochenende, der Chef fällt keine Entscheidung. Solche Meetings sind anstrengend und zeitraubend. Eine Studie der Unternehmensberatung Schell ergab, dass Angestellte im Schnitt 1,5 Tage pro Woche in Meetings sitzen. Und nur in der Hälfte aller Fälle kommt dabei ein zufriedenstellendes Ergebnis raus.

So kommen Sie da raus
"Sprechen Sie Ihr Bedürfnis nach schneller Klärung an", rät Heimsoeth. Stellen Sie schon vor dem Meeting klar, was Sinn und Zweck des Treffens ist, und erinnern die Plapperkollegin daran, dass Sie noch andere Aufgaben zu erledigen haben. "Falls das Meeting stets das reinste Chaos ist, kann ein Moderator helfen, der gezielt durch den Termin führt", sagt Heimsoeth. Schlagen Sie Ihrem Vorgesetzten oder den Teilnehmern vor, dass Sie diese Funktion dieses Mal gern übernehmen und bei der nächsten Sitzung dann ein anderes Teammitglied moderiert.

Motivationstief Nr. 8
"Wie soll man denn hier vernünftig arbeiten?"

Die Neonleuchte flackert, der Computer braucht ewig für ein Update, und vor dem Fenster wummert ein Presslufthammer. Eine US-Studie der University of California ergab, dass ein negatives Arbeitsumfeld zwangsläufig zum Motivationstief führt. Werden Sie wovon auch immer abgelenkt, brauchen Sie im Schnitt 23 Minuten, bis Sie sich wieder auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Ziemlich frustrierend, aber nicht aussichtslos. Die Studie besagt nämlich auch, dass ein Wechsel der Umgebung Ihre Produktivität um 32 Prozent steigern kann.

So kommen Sie da raus
Sprechen Sie die Kollegen an und fragen, ob es Ihnen ähnlich geht. Gemeinsam können Sie den Chef über die Situation informieren und mit ihm zusammen eine Lösung finden.

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Motivationstief Nr. 9
"Geh mir nicht auf die Nerven. Ich mach das schon."

Ständig kommentiert die Kollegin Ihre Arbeit und weiß selbstverständlich immer alles besser.

So kommen Sie da raus
"Gehen Sie nie sofort von einer negativen Absicht der Kollegin aus", rät die Expertin. "Das führt nur in die Negativ-Spirale. Zeigen Sie der Kollegin lieber freundlich, aber bestimmt ihre Grenzen auf." Danken Sie ihr zum Beispiel für die Hilfe, erklären aber gleich danach, dass Sie nun lieber ungestört weiterarbeiten möchten und sich melden, wenn Sie ihren Rat brauchen. So fühlt sich die Kollegin wertgeschätzt – und Sie haben Ihre Ruhe.

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