Fettnäpfchen vermeiden Exit-Strategien für peinliche Situationen

15.11.2011 , Autor:Anne Otto
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Und gerade vor den Kollegen. Doch wer rettet Sie aus dieser Situation? Sie selbst! Mit Ehrlichkeit, Charme oder Frechheit. Welche Exit-Strategie wann richtig ist, verraten unsere Job-Experten

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Exit-Strategien: Vorm Schuhschrank vergriffen? Seien Sie selbstbewusst und stehen Sie dazu
Vorm Schuhschrank vergriffen? Seien Sie selbstbewusst und stehen dazu © Shutterstock
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Business-Mode

Haben Sie im Büro auch schon Momente erlebt, die so blamabel waren, dass Sie sich am liebsten unter die Auslegeware verkrochen hätten? Fürs nächste Mal gilt: auf dem Teppich bleiben! Women’s Health nennt Ihnen 7 peinliche Situationen im Job - und erklärt, wie Sie die Fettnäpfchen demnächst sportlich nehmen.

1. GELÄSTERT: Klar, in der Kaffeepause wird schon mal getratscht. Aber es war keine super Idee, sich vor der halben Abteilung darüber auszulassen, dass Frau Müller-Meckle sich selbst gern reden hört. Denn diesmal haben Sie zu viel geredet – Kollegin Müller-Meckle stand nämlich gleich um die Ecke. Was tun? Egal, wie viel Schamesröte Ihnen im Gesicht steht, die Situa-tion erfordert die Flucht nach vorn. Versuchen Sie am besten sofort, die Kollegin unter vier Augen zu sprechen. "Dann sollten Sie sich aufrichtig entschuldigen", sagt Dr. Elke Berninger-Schäfer vom Karlsruher Institut für Coaching, Personal- und Organisations-entwicklung. Grundregel: nicht zu wortreich sein. Wer sich beim Entschuldigen zu sehr abstrampelt, sinkt weiter in den Sumpf der Peinlichkeit. Einige schnörkellose Sätze reichen. Etwa: "Das war nicht in Ordnung, ich habe einen Fehler gemacht. Bitte entschuldige."

Nächster Schritt: Verabreden Sie sich demnächst zu einem Gespräch mit dieser Kollegin, um ihr auf annehmbare Art zu erklären, was Sie an ihrem Arbeitsstil stört. "So kann eine peinliche Situation sogar ein Anlass sein, etwas zu klären", sagt Berninger-Schäfer.                 Karriere-Bonus: Wenn möglich, bringen Sie die Entschuldigung vor Publikum heraus. Die Kollegin erlebt so eine Genugtuung, die sie
in diesem Fall auch verdient hat. 

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Sie haben beim Meeting geträumt?Ein Pokerface könnte jetzt helfen

Sie haben im Meeting geträumt? EIn Pokerface könnte Ihnen jetzt aus der Patsche helfen

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2. GETRÄUMT: Die Sitzung dauert bereits Stunden. Sie hören nicht mehr zu, sondern sinnieren über die Farbe der Gardine im Konferenzraum. Gerade als Sie ganz abdriften, reißt die Chefin Sie aus den Gedanken. Von weit entfernt hören Sie: „Und was meinen Sie dazu?" Was tun? "Reagieren Sie jetzt nur nicht allzu unbedarft", empfiehlt Ursula Wawrzinek, Münchener Kommunikations-Trainerin und Autorin des Konflikt-Ratgebers "Geht’s noch?!" (Knaur, um 9 Euro). Mit einem ehrlichen "Ups, da habe ich wohl geträumt!" kommen Sie nicht weiter, denn ein Meeting ist eine sehr professionelle Situation.

Besser: Scannen Sie Ihre Gehirnwindungen nach dem letzten fach-lichen Punkt, bei dem Sie noch mitgedacht haben, und stützen Sie sich auf dieses Thema. Ein guter Einstiegssatz: „Sorry, aber ich hänge gedanklich noch am Thema von vorhin fest.“ Danach führen Sie ein oder zwei Gedanken an. Expertin Wawrzinek hat in der Praxis erlebt: Es funktioniert. Denn in den meis-ten Fällen sind Themen, an denen wir hängen, auch für andere relevant. Karriere-Bonus: Okay, Sie haben es geschafft, die anderen auszutricksen. Übertreiben Sie das Pokerface aber trotzdem nicht. Auch wenn man Kollegen gelegentlich beneidet, die ohne Punkt und Komma über ein Thema schwadronieren können: Eine Untersuchung der Universität Chemnitz zeigt, dass Schwätzer im Team auf Dauer entlarvt werden.

Peinlich!: Fettnäpfchen vermeiden


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Die SMS von letzter Nacht ging an Ihren Kollegen? Nehmen Sie es mit Humor, dann ist die Peinlichkeit schnell vergessen

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Sie sind tollpatschig und treten in jedes Fettnäpfchen? Macht nichts, Sie müssen nur den richtigen Weg aus der Misere kennen

3. GESCHLAMPT: Oje, den Nachmittagsempfang bei einem wichtigen Kunden hätten Sie fast vergessen. Sie springen schnell ins Auto und fahren hin. In der Empfangshalle kommen Ihnen Männer im Smoking und Frauen im kleinen Schwarzen entgegen. Und Sie mittendrin, in Jeans und Hemdbluse. Sogar den wohlwollenden Gästen fällt auf, dass Sie falsch angezogen sind. Was tun? Mit der Kleiderwahl aus dem Rahmen zu fallen ist äußerst unangenehm. Die Bonner Benimm-Beraterin Gabriele Schlegel rät trotzdem: ruhig bleiben! Und erst mal aufs Klo, Frisur und Make-up auffrischen und dabei prüfen, wie sehr man wirklich daneben liegt: "Bei kleineren Abweichungen in der Garderobe würde ich beim Empfang bleiben und möglichst freundlich und selbstbewusst auftreten." Sich als Paradiesvogel souverän durch eine Gruppe zu bewegen ist sogar eine gute Übung fürs Selbstvertrauen. Wenn Sie sich aber mit der Kleidung total verhauen haben, zum Beispiel abgewetzte Turnschuhe tragen, dann hilft laut Schlegel nur: "Sich unauffällig verdünnisieren." Karriere-Bonus: Ist die Veranstaltung für Ihre Firma von großer Bedeutung, sollten Sie Aufwand betreiben. Also: ab nach Hause, schnell etwas Passendes anziehen! Selbst wenn so eine Blitz-umzieh-Aktion eine ganze Stunde dauert – oft lohnt die Mühe.

4. GELÖSCHT:  Und zwar den Namen Ihres neuen Abteilungsleiters aus Ihrem Gedächtnis – während er Ihnen zur Begrüßung die Hand entgegenstreckt und Ihren Namen natürlich parat hat.
Was tun? "Einen Namen zu vergessen ist erst mal kein Beinbruch", sagt Kommunikations-Trainerin Wawrzinek. Die Kunst besteht darin, den Lapsus in einer solchen Situation mit Charme und Freundlichkeit zu überspielen. Vertrauen Sie drauf, dass eine sympathische Ausstrahlung stärker wirkt als die förmliche Ansprache mit Namen.  Karriere-Bonus: Wenn Sie sich damit schwertun, Namen zu behalten, dann können Sie sich bei wichtigen Anlässen einen Spickzettel auf einer Visitenkarte machen. Das ist professioneller als ein Zettel – und wirkt Wunder. Um sich Namen generell besser zu merken, helfen Eselsbrücken: Überlegen Sie sich zu jeder Person ein auffälliges Detail und verknüpfen Sie es möglichst bildlich mit dem Namen. Ist eine Person laut und witzig und heißt Dahlmann, denken Sie etwa an den Komiker Karl Dall. Keine Sorge: Sie werden für jeden Namen etwas entdecken, das Sie passend finden!

5. GESENDET: Manche SMS gehen nur Ihren Liebsten was an. Leider hat der Text "Du warst genial, heute Nacht!" den Falschen erreicht: Ihren Kollegen. Was tun? Ja, das ist peinlich. Aber: "Wenn Sie irgendwie können, lösen Sie die Situation mit Humor und Leichtigkeit", empfiehlt Job-Coach Berninger-Schäfer. Sie könnten etwa eine weitere SMS versenden mit dem Text „Hast du das etwa ernst genommen?". Wem dies zu nassforsch ist, der schickt stattdessen den Text: "Nicht lesen, war nicht für Sie bestimmt!" Laufen Sie ihm dann noch über den Weg,  machen Sie einen kleinen Gag ("Wir haben die ganze Nacht Karten gespielt, und mein Freund hat immer gewonnen, genial, hm?") – oder übergehen Sie den Vorfall. Karriere-Bonus: Das sollte nicht noch einmal passieren. Speichern Sie Kandidaten für private Nachrichten immer unter dem Buchstaben Y » im Telefonbuch ab, dann sinkt die Gefahr von erotischen Irrläufern.

Notlösung: Pleiten, Pech und Kleiderpannen


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Eine Laufmasche kurz vorm Meeting? Farbloser Nagellack leistet Erste Hilfe

Eine Laufmasche kurz vorm Meeting? Farbloser Nagellack leistet Erste Hilfe

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Falls die Business-Garderobe versagt: Mit diesen Tipps sehen Sie im Job stets tiptop aus

Hilfe, die Strumpfhose hat soeben eine Laufmasche gezogen! "Stoppen Sie die Masche mit farblosem Nagellack", rät die Diplom-Textil-Ingenieurin Ulrike Heimann-Moch aus Bochum. Ist das Löchlein in der dunklen Hose sichtbar, rettet ein Filzstift-Punkt die Optik: „So wird das Malheur unsichtbar", so die Expertin.

Rutschpartie: Ihre neuen hohen Schuhe sind gefährlich glatt          Bevor Sie auf dem Po landen, rauen Sie die Schuhsohlen mit Schmirgelpapier an oder ritzen Sie die Sohlen mit einem kleinen Cutter ein. Oder Sie machen es wie die Stylisten auf den großen Modeschauen: Entweder sprühen sie Haarspray unter die Sohlen oder sie lassen die Models auf ein paar Spritzer Limonade treten. Das gibt genügend Haftung.

Eine tolle weiße Bluse – aber man sieht leider wirklich alles durch      Die Kollegen freuen sich. Verderben Sie ihnen den Spaß, indem Sie die Pause vorziehen und schnell einen hautfarbenen BH kaufen – ja, die Farbe, die Ihr Schatz so unsexy findet. Doch der Beigeton verdeckt und scheint nicht so hell durch wie weiße Wäsche.

Das Mittagessen war erfolgreich: Sushi, Sojasoße, helles Oberteil    "Die Flecken sofort mit sehr heißem Wasser ausspülen. Oberteil auf die Heizung legen, trocknen lassen und fertig", rät Ulrike Heimann-Moch. Noch besser: „Wer öfter über-raschende Termine mit Kunden oder Chefs hat und Tomatensoße liebt, sollte immer einen offiziell aussehenden Blazer und ein schlichtes Zweit-Shirt im Büro bereithalten."

Spielregeln: Wann wird Privates im Job peinlich?


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Auch wenn Ihre Kollegin Ihre beste Freundin ist: Grenzen Sie dadurch nicht andere im Team aus

Auch wenn Ihre Kollegin Ihre beste Freundin ist: Grenzen Sie dadurch nicht andere im Team aus

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Darf man zum Beispiel zeigen, wenn es einem schlecht geht? Ratgeber-Autorin Gabriele Schlegel ("Business Behaviour", Redline, um 16 Euro) erläutert im Interview die Regeln.

Wie viel Persönliches soll ich im Büro überhaupt erzählen? Es ist sympathisch und menschlich, wenn unsere Kollegen etwas über uns wissen. Erzählen Sie also ruhig von Ihren Hobbys und davon, was 

Sie am Wochenende gemacht haben. Dennoch sollte man stets zwischen Persönlich und Privat unterscheiden. Echte Privatangelegenheiten, zum Beispiel ein Streit mit dem Partner, gehören nicht an den Arbeitsplatz.

Was ist, wenn es mir tatsächlich schlecht geht – kann ich mich in dem Fall einer Kollegin anvertrauen? Gerade in emotionalen Stimmungen sollte man professionell bleiben. Oft bereut man später, wenn man im Gefühls-Chaos zu viel ausgeplaudert hat. Besser: sich für einen Moment im Büro entschuldigen, um den Block gehen, sich alleine beruhigen – oder kurz die beste Freundin anrufen.

Eine Kollegin ist inzwischen eine gute Freundin geworden. Wie geht man damit am besten um? Freundschaften bei der Arbeit sollten sich langsam bilden, das ist gesund. Wenn Ihre engste Freundin mit Ihnen im Team sitzt, dann gilt: Lassen Sie die anderen nicht zu häufig merken, wie eng die Freundschaft ist. Das grenzt aus – und wirkt zudem unreif.

In manchen Büros werden öfters Privatsachen miteinander getauscht, etwa Bücher oder Filme. Geht das?                                            Ja, das ist sogar nett, die Tauscherei sollte allerdings keine Arbeitszeit fressen. Am besten überreichen Sie Ihrer Kollegin diskret eine Tüte.

Ist es eigentlich okay, wenn man während der Arbeitszeit mal schnell was über das Internet bestellt? Manche Arbeitgeber verbieten dies ausdrücklich, daran sollten Sie sich halten. In vielen Firmen gilt allerdings die Faustregel: Wenn Mitarbeiter viele Überstunden machen und alles geben, dürfen Sie im Büro mal eine kurze Bestellung abschicken oder eine Privat-Mail schreiben. Fragen Sie konkret nach, um sicherzugehen.

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