Frech durchs LebenWarum schlechte Manieren gesund sind

20.04.2012 , Autor:Stephanie Schwierig
© WomensHealth.de

Perfektionismus macht auf Dauer krank. Schlechte Angewohnheiten hingegen können richtig gut tun. 13 Unarten, die Sie sich hin und wieder erlauben sollten
Schreien Sie lautstark herum
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Schreien Sie lautstark herum

Sauer? Genervt? Dann zeigen Sie es! Rumbrüllen, gegen den Schrank hauen – alles ist erlaubt. Hauptsache, raus mit den negativen Gefühlen! Denn US-Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh haben herausgefunden, dass Wut die Ausschüttung von Cortisol senkt. Das Hormon gilt als Herzfeind und Dickmacher. Ist der Cortisol-Spiegel niedrig, sind wir ruhiger und souveräner, können sogar das Für und Wider in kniffligen Situationen besser abwägen. Die Psychologin Julie Norem vom Wellesley College im amerikanischen Cambridge weiß, warum Frauen so ungern ausflippen. "Die Gründe liegen in unserer Erziehung. Frauen wird eher vermittelt, dass Gefühle wie Ärger und Wut negativ und unerwünscht sind. Daher wissen wir oft nicht mit ihnen umzugehen und unterdrücken sie. Zum Wohle unserer Gesundheit sollten wir sie aber rauslassen", sagt die Buchautorin ("Die positive Kraft negativen Denkens", Scherz, um 7 Euro).

1 / 13 | Sauer? Genervt? Dann zeigen Sie es! - © Shutterstock
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Legen Sie die Füße auf den Tisch
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Legen Sie die Füße auf den Tisch

In dieser Haltung entlasten Sie nämlich Ihre Bandscheiben und verhindern Nacken- und Rückenschmerzen. "Wer viele Stunden am Computer arbeitet, der leidet oft unter Verspannungen", sagt Sportwissenschaftler Marco Beutler aus Michelstadt im Odenwald. "Bedingt durch eine falsche Körperhaltung kommt es zu einer deutlichen Spannungserhöhung der Muskulatur, die zu Schmerzen führt."

Beutler rät, den Büroalltag auch sonst durch kleine Tricks bewegter zu machen: "Stehen Sie auf, wenn das Telefon klingelt, statt einfach nur den Hörer abzunehmen. Stellen Sie nicht alles in Griffweite, das schränkt den Bewegungsraum zusätzlich ein." Nicht nur wegen des Feinstaubs sind Drucker und Faxgeräte also in einem anderen Büroraum besser aufgehoben.

2 / 13 | Wer die Füße auf den Tisch legt, entlastet seine Bandscheiben und verhindert Nacken- und Rückenschmerzen - © Shutterstock
2 / 13 | Wer die Füße auf den Tisch legt, entlastet seine Bandscheiben und verhindert Nacken- und Rückenschmerzen - © Shutterstock
Trinken Sie mehr Bier
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Trinken Sie mehr Bier

Zumindest ab und zu. "Bier ist ein guter Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant", sagt Ernährungswissenschaftler Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. Vor allem aktive Frauen profitieren vom Hopfen-Cocktail: Die enthaltenen B-Vitamine 1, 6 und 12 sowie Folsäure sind wichtig für den Energie- und Eiweißstoffwechsel und sorgen für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Leistung.

"Außerdem stecken in Bier die Mineralstoffe Magnesium, Calcium und Kalium. Eine 0,3-Liter-Flasche am Tag zu trinken ist deswegen vollkommen in Ordnung", erklärt Schröder und empfiehlt Biersorten mit einem hohen Hefeanteil. "In der alkoholfreien Variante ist ein Hefeweizen oder ein Pils wegen seiner optimalen Nährstoffdichte sogar ein gutes Regenerationsgetränk nach dem Sport."

3 / 13 | Gewusst? Bier ist ein toller Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant - © Shutterstock
3 / 13 | Gewusst? Bier ist ein toller Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant - © Shutterstock
Pflegen Sie Ihren Schuh-Tick
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Pflegen Sie Ihren Schuh-Tick

Wie sieht es unter Ihrem Schreibtisch aus? Hoffentlich wie im Schuhgeschäft: mit diversen High Heels, Sneakers, Dianetten und Ballerinas. Denn an langen Arbeitstagen mit unendlich vielen Gängen über die Büroflure brauchen unsere Füße Abwechslung. "Bei hohen Absätzen wird der Vorfuß oft stark belastet. 80 Prozent des Gesamtgewichts drücken auf die empfindlichen Mittelfußköpfchen, das Gewölbe des Fußes verändert sich schmerzhaft", warnt die Orthopädin Dr. Carina Ferrari aus Schwalmtal. Häufiger die Schuhe zu wechseln tut auch Muskeln und Bändern gut: Sie ermüden weniger schnell.

4 / 13 | Pflegen Sie Ihren Schuh-Tick, denn Ihre Füße brauchen Abwechslung - © Shutterstock
4 / 13 | Pflegen Sie Ihren Schuh-Tick, denn Ihre Füße brauchen Abwechslung - © Shutterstock
Geben Sie niemandem die Hand
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Geben Sie niemandem die Hand

Jedenfalls nicht, wenn Erkältungsviren Hochsaison haben. Denn diese kleben bevorzugt – haaatschi! – genau: an den Händen. Doch auch auf Türklinken, Telefonen und Tastaturen lauern die mikroskopisch kleinen Tröpfchen. Und zwar erstaunlich lange: US-Forscher der University of Virginia in Charlottesville stellten bei einem Test in Hotelzimmern fest, dass Krankheitskeime auch nach 18 Stunden noch aktiv und infektiös waren.

Gelangen die Viren über Ihre Hände an die Schleimhäute in Nase oder Mund, sind Sie fällig. Deswegen sollten Sie am besten niemandem die Hand geben – auch Notlügen sind in dem Fall erlaubt: "Ich brüte gerade etwas aus und will Sie nicht anstecken." Oder waschen Sie nach jedem Schüttler gründlich Ihre Hände.

Tipp, wenn Sie viel unterwegs sind: ein paar feuchte Reinigungstücher in die Handtasche packen.

5 / 13 | Geben Sie niemandem die Hand – jedenfalls nicht, wenn Erkältungsviren Hochsaison haben - © Shutterstock
5 / 13 | Geben Sie niemandem die Hand – jedenfalls nicht, wenn Erkältungsviren Hochsaison haben - © Shutterstock
Kauen Sie im Akkord Kaugummi
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Kauen Sie im Akkord Kaugummi

Auch wenn es nicht besonders elegant aussieht: Die Kauerei hat gleich mehrere positive Aspekte für die Gesundheit. So schützt zuckerfreies Kaugummi zum Beispiel Ihre Zähne. Denn säurehaltige Lebensmittel wie Obst oder Säfte greifen unsere Beißerchen und den Zahnschmelz an. Die Folge: Das Karies-Risiko steigt. 20-minütiges Kaugummikauen nach den Mahlzeiten kann das verhindern, weil durch die erhöhte Speichelkonzentration die schädigende Säure neutralisiert wird.

Eine englische Studie an der University Northumbria in Newcastle fand zudem heraus, dass fleißiges Kauen die Leistung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses um 35 Prozent verbessert. Studienteilnehmer, die Kaugummi kauten, konnten sich deutlich besser Zahlen und Bilder merken als ihre nicht kauenden Konkurrenten.

Und noch eine gute Nachricht: Die zuckerfreien Dragees und Streifen machen schlank. Mehrere Untersuchungen zeigen, dass Kaugummi-Fans weniger Kalorien zu sich nehmen. Scheinbar regt das Kauen Nerven in den Kiefermuskeln an, die dann an das Gehirn funken: "Du hast doch schon genug gekaut und bist also satt!"

6 / 13 | Wer oft Kaugummi kaut, trickst sein Gehirn aus und nimmt so schneller ab - © Shutterstock
6 / 13 | Wer oft Kaugummi kaut, trickst sein Gehirn aus und nimmt so schneller ab - © Shutterstock
Ziehen Sie die Nase hoch
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Ziehen Sie die Nase hoch

So schützen Sie Ihre Nebenhöhlen. Denn lautstarkes Ausschnauben erhöht den Innendruck in der Nase 10-mal stärker als Niesen, ergab eine Studie der University of Virginia in Charlottesville. Die mögliche Auswirkung des üblichen Schnäuzens: Der infektiöse Schleim wird in die Neben-höhlen gedrückt und kann dort schmerzhafte Entzündungen (zum Beispiel eine Sinusitis) auslösen. Deswegen raten viele HNO-Ärzte, das Sekret sanft hochzuziehen.

Wer das jedoch auf keinen Fall will, der sollte immer nur ein Nasenloch einzeln ausschnäuzen und das andere während dieser Zeit zuhalten, um einen möglichst geringen Druck in der Nase zu erzeugen.

7 / 13 | Ziehen Sie die Nase hoch, denn lautstarkes Ausschnauben erhöht den Innendruck in der Nase - © Shutterstock
7 / 13 | Ziehen Sie die Nase hoch, denn lautstarkes Ausschnauben erhöht den Innendruck in der Nase - © Shutterstock
Essen Sie fettiges Zeug
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Essen Sie fettiges Zeug

Aber das richtige. Ist es überwiegend pflanzlicher und ungesättigter Herkunft (etwa aus hochwertigen Pflanzenölen wie Oliven- oder Leinsamenöl), geben Ernährungswissenschaftler grünes Licht. Unser Organismus braucht die essenziellen Fettsäuren für die Aufnahme von Vitaminen und Aufbauprozesse im Körper.

Weiterhin selten sollten Sie frittierte Speisen und gehärtete Fette wie Margarine und Kokosfett auf Ihrem Teller haben. Diese enthalten nämlich große Mengen Transfettsäuren, die sich laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn negativ auf den Stoffwechsel auswirken.

8 / 13 | Essen Sie fettig, aber nur das Richtige - © Shutterstock
8 / 13 | Essen Sie fettig, aber nur das Richtige - © Shutterstock
Seien Sie geizig
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Seien Sie geizig

Allerdings nur mit Wasser und Duschgel. Denn schon 4 Minuten unter einem heißen Wasserstrahl genügen, um den empfindlichen Schutzfilm der Haut zu schädigen. Seife, parfümierte Kosmetikprodukte und lange Schaumbäder sind eine weitere Belastung für unser größtes Organ. Hautärzte empfehlen deshalb, nur 2- bis 3-mal pro Woche zu duschen. Vor allem Frauen mit sehr trockener Haut können durch die tägliche Brause sogar Ekzeme bekommen. 

Sie machen viel Waschlotion oder rückfettendem Öl eincremen und abspülen. Und den Körper nicht kräftig abrubbeln, sondern nur sanft trocken tupfen. Sport oder brauchen die Erfrischung am Morgen zum Wachwerden? Dann bitte nur kurz mit warmem Wasser abbrausen, die Achseln und den Intimbereich mit pH-neutraler.

9 / 13 | Schon 4 Minuten unter einem heißen Wasserstrahl genügen, um den Schutzfilm der Haut zu schädigen - © Shutterstock
9 / 13 | Schon 4 Minuten unter einem heißen Wasserstrahl genügen, um den Schutzfilm der Haut zu schädigen - © Shutterstock
Legen Sie die Hände in den Schoß
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Legen Sie die Hände in den Schoß

Denn ein lustvolles Sex-Solo sorgt nicht nur für einen wunderbaren Höhepunkt, sondern stärkt auch den so genannten Pubococcygeus-Muskel. Dieser befindet sich im Beckenboden zwischen Schambein und Anus und verstärkt – gut trainiert – das Lustempfinden beim Sex. Der Orgasmus fühlt sich länger und intensiver an. Weitere positive Effekte: Ein Höhepunkt lindert Stress, Kopf- und Regelschmerzen und beugt einer Blasenschwäche vor.

10 / 13 | Ein lustvolles Solo sorgt für einen wunderbaren Höhepunkt und stärkt den Beckenboden - © Shutterstock
10 / 13 | Ein lustvolles Solo sorgt für einen wunderbaren Höhepunkt und stärkt den Beckenboden - © Shutterstock
Lästern Sie hin und wieder
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Lästern Sie hin und wieder

Keine Frage: Sehr nett ist Lästern nicht. Aber mehrere Studien belegen, dass Tratschen Spannungen abbaut und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt. Historiker vermuten, dass der Klatsch als weibliche Methode zum Aggressionsabbau entstand, während die Männer sich bei Zoff direkt auf die Mütze hauten.

Von daher: Tun Sie es ruhig ab und zu, allerdings nur mit guten Freunden. Und lassen Sie sich auf keinen Fall erwischen!

11 / 13 | Lästern ist nicht nett, baut aber Stress ab und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl - © Shutterstock
11 / 13 | Lästern ist nicht nett, baut aber Stress ab und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl - © Shutterstock
Machen Sie nie Ihr Bett
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Machen Sie nie Ihr Bett

Damit senken Sie aktiv Ihr Asthma-Risiko, denn in einem aufgeschlagenen Bett gibt es statistisch gesehen weniger allergieaus-lösende Milben als in einem ordentlich gemachten. Der Grund: Die in der Matratze steckende Feuchtigkeit und Wärme aus der Nacht kann besser entweichen, wenn keine Decke darauf liegt. Sonst wird das Bett zur perfekten Brutstätte für ungebetene Schlafgäste.

"Ziehen Sie die Matratze tagsüber zum Lüften einfach schräg vom Bettgestell. Klopfen Sie sie im Sommer zusätzlich draußen kräftig aus und lassen Sie sie in der Sonne stehen", empfiehlt Dr. Frank Bartram, Vorsitzender des Bundesverbands der Umweltmediziner in Berlin.

12 / 13 | Ungemachte Betten sind schlecht für Milben und damit gut für Ihre Atemwege - © Shutterstock
12 / 13 | Ungemachte Betten sind schlecht für Milben und damit gut für Ihre Atemwege - © Shutterstock
Putzen Sie nur gelegentlich
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Putzen Sie nur gelegentlich

Umweltmediziner Bartram rät Putzteufeln zu mehr Lässigkeit: "Übertriebene Hygiene in der Wohnung hat oft die gegenteilige Wirkung. Vor allem Raumdüfte sind eine Belastung für Atemwege und Nervensystem." Denn die chemisch hergestellten Aromen können unsere Entgiftungssysteme schädigen: Leber, Lymphe und Haut sind mit dem Abtransport überlastet, und Umwelterkrankungen können auftreten.

"Die sind in der Regel unspezifisch, wirken sich bei jedem unterschiedlich aus. Der eine bekommt Hautausschlag, der andere Atembeschwerden", erklärt der Umweltmediziner. Er rät auch, mit Desinfektionsmitteln sparsam umzugehen: "Diese sind in Privathaushalten nur bei schweren ansteckenden Erkrankungen notwendig."

Greifen Sie bei Reinigungsmitteln generell besser zur flüssigen Variante statt zu Sprays mit Treibgasen.Und wechseln Sie genauso häufig die Schwämme und Küchentücher wie böse Mädchen ihre Liebhaber – ungefähr einmal in der Woche.

13 / 13 | Putzen Sie nur gelegentlich, denn übertriebene Hygiene in der Wohnung hat oft eine gegenteilige Wirkung - © Shutterstock
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