Reisetagebuch Curacao erleben – ein Reisebericht

21.06.2016 , Autor:Kathleen Schmidt-Prange
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1 Woche im Paradies: Unsere Autorin reiste für Sie auf die Trauminsel Curacao. Die besten Insider-Tipps und die schönsten Bilder gibt es in Ihrem Reisetagebuch
7 Tage Curacao: Ein Reisereport
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Tag 0 Ich habe den besten Job der Welt

„Du fliegst eine Woche in die Karibik – zum Arbeiten? Willst du mich auf den Arm nehmen?“ Kommentare wie diese musste ich mir vor meiner Reise nach Curacao im November letzten Jahres von Freunden und Familie immer und immer wieder anhören. Zugegeben: Arbeiten? Auf Curacao? Eine Kombi, die partout nicht zusammenpassen will. Doch es nützt alles nichts, denn im Laufe meiner Pressereise auf die größte der sogenannten ABC-Inseln (Arouba, Bonaire, Curacao) darf ich natürlich nicht nur faul in der Sonne braten, sondern will die Insel und seine Bewohner entdecken und erleben, um hier in meinem Reisetagebuch ausgiebig darüber berichten zu können. Mein Reiseplan, den mir das Curacao-Touristboard zusammengestellt hat, steigert meine Vorfreude noch zusätzlich: Schwimmen mit Delfinen, Tauchen, SUP. Ich kann mein Glück kaum fassen. Let this journey begin. 

1 / 25 | 1 Woche Curacao: Ein Reisereport - © Peter Hermes Furian / Shutterstock
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Tag 1 Non stop ins Paradies

8129 Kilometer Luftlinie, 12 Stunden Flug: Curacao ist nur einen Katzensprung entfernt. NICHT. Aber der Direktflug von Düsseldorf vergeht wirklich rasend schnell. In Willemstad, der Hauptstadt der Insel angekommen, werde ich direkt von einem netten Flughafenmitarbeiter in Empfang genommen und darf mich dank Promi… äh Presse-Status an den Urlauber-Schlangen vor der Passkontrolle vorbeidrängeln. Nicht schlecht, da könnte ich mich dran gewöhnen. Wir holen mein Gepäck und er übergibt mich an meinem Guide Steven, der die nächsten 7 Tage für mich und mein Wohlbefinden verantwortlich ist. 

2 / 25 | Curacao von oben: WOW! - © Gail Johnson / Shutterstock.com
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Tag 1 Hotelcheck

First stop: Das Sporthotel Lions Dive & Beach Resort Curacao. Die Anlage ist wunderschön, gepflegt und liegt direkt am Mambo-Beach, auch bekannt als der „Party-Strand“ der Insel. Oha. Party machen, ok  – aber allein? Guide (und Familienvater) Steven sieht ehrlich gesagt nicht so aus als wenn er mit mir die Nächte durchmachen will (und kann). Wir werden sehen. Erstmal ankommen, auspacken und abschalten. Dem netten Mitarbeiter, der mich per Caddy zu meinem Zimmer kutschiert, muss ich zerknirscht gestehen, dass ich noch kein Bargeld habe und das Trinkgeld leider entfällt. Aber versuchen Sie mal in Deutschland an „Antillen-Gulden“ zu kommen. Am Bankschalter fragte man mich ganz irritiert wo ich denn hinreisen wolle, von dieser Währung hätte man hier noch nie gehört. Wie ich später erfuhr, kann man auf Curacao auch ganz normal mit dem US-Dollar bezahlen. Kann ja keiner ahnen, sorry fürs Trinkgeld-Prellen. Das traumhaft schöne (viel zu große) Zimmer (mit 2 Doppelbetten!?) liegt direkt am Strand – ich raste aus. Fehler bei der Buchung oder erneutes Upgrade dank Presse-Ausweis? Wen kümmert’s, ich werde den Teufel tun und nachfragen. Hier kriegt mich so schnell keiner raus.  

3 / 25 | Der Blick aus meinem Hotelzimmer in erster Strandreihe - © Kathleen Schmidt
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Tag 1 Leguane so weit das Auge reicht

Der erste Besucher lässt auch nicht lange auf sich warten: Auf meiner Terrasse macht es sich direkt mal ein (doch recht imposanter) Leguan gemütlich und genießt die Sonne. Erst fotografiere ich noch ganz scheu hinter der Scheibe vom Zimmer aus, weil ich ihn nicht erschrecken will. Als ich mich immer näher an ihn heranwage, merke ich schnell: Das macht der öfter! Hier habe ich es wohl mit einem echten Posing-Profi zu tun, der sich gern von Touris ablichten lässt. Es ist auf Curacao fast unmöglich, KEINEN Leguan während seines Urlaubs zu sehen - denn wie ich später merke, sind die kaltblütigen Sonnenanbeter einfach überall. Auch im Suppentopf der Einheimischen, aber dazu später mehr.

4 / 25 | Ein Leguan hautnah - © Kathleen Schmidt
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Tag 1 Erste Eindrücke

Zimmer erkundet, lange gegen kurze Hose getauscht (30°C statt 11°C in Deutschland – yeah) und ab geht’s die Gegend und die Hotelanlage erkunden. Das Hotel ist wirklich weitläufig und der kleine Strandabschnitt vor meiner Tür geht nahtlos in den bereits erwähnten Mambo-Beach über. Hier gibt es viele chillige Beach-Bars und eine kleine Einkaufsmeile. Auf der anderen Seite grenzt das Hotel an das Sea Aquarium und die Dolphin Academy. Ah, da warten sicher schon die Delfine – mit denen ich laut meines Reiseplans in den nächsten Tagen schwimmen darf – auf mich, sehr gut. Die Hemingway Bar (rechts im Bild) direkt am Strand der Hotelanlage ist abends Bar und Restaurant, morgens wird hier das reichhaltige Frühstücksbuffet serviert. Nice!

5 / 25 | Die Hemingway Bar in top Lage - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 Tour durch Willemstad

Dank Jet Leg bin ich am nächsten Tag bereits früh auf den Beinen und freue mich auf den ersten Tagespunkt auf meiner To-do-Liste: Willemstad entdecken, inklusive typisch, karibischem Lunch. Oha! Mein City-Guide heißt Clarita. Und es wird schnell klar: Man kennt Clarita. Ganz Willemstad kennt Clarita: Hier ein Plausch, da ein „Hi Dushi“ (dazu später mehr), da ein Winken – es ist beeindruckend, Clarita ist offenbar bekannt wie ein bunter Hund. Nebenbei erzählt sie mir viele spannende Details zur Inselhauptstadt, der Geschichte der Insel und Ihrer Bewohner. Haben Sie gewusst, dass der Hafen in Willemstad im 17. Jahrhundert der größte Sklavenhandelspunkt war? Damals war Curacao eine niederländische Kolonie  und die Holländer verkauften von hier aus Sklaven aus aller Welt – vorrangig aus Afrika. Lange Zeit gehörte Curacao zu den sogenannten "niederländischen Antillen", seit 2010 gilt die Insel aber als autonomes Land mit eigener Regierung Währung (die bereits erwähnten, schwer zu bekommenden "Antillen Gulden"). Mehr zur Geschichte Curacaos gibt es hier im Curacao-Special.

6 / 25 | Curacao ist auch ein beliebter Halt für Kreuzfahrtschiffe - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 Klein Holland in der Karibik

Den holländischen Einschlag und die Gemeinsamkeiten zu Amsterdam erkennt man aber auch heute noch, zum Beispiel an den wunderschönen, bunten Kolonialhäusern, die die "Skyline" von Willemstad prägen. Früher waren übrigens alle Gebäude schlicht weiß, bis ein Bürgermeister beschloss, dass es besser für die Augen wäre, wenn die Häuser bunte Fassaden hätten, damit das grelle Weiß nicht so blendet. Noch ein wichtiges Wahrzeichen mit niederländischem Backround: Die schwingende Königin-Emma-Brücke, die die beiden großen Stadtteile Punda und Otrabanda verbindet, wurde nach einer niederländischen Königin benannt. Übrigens: 1997 erklärte die UNESCO einen Großteil des Stadtkerns von Willemstad zum Weltkulturerbe.

7 / 25 | Leider etwas bewölkt: Die Skyline von Willemstad mit der Queen Emma Brücke - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 'Hey Dushi'

Auf Curacao leben auch heute noch viele Holländer. Und wer nicht ausgewandert ist, kommt gerne zum Urlaub oder Studieren hier her. Es fühlt sich ein wenig so an, als wäre Curacao das „Malle“ der Holländer, nur ohne Ballermann. Niederländisch hört man daher an jeder Ecke und gilt übrigens auch immer noch offiziell als "Amtsprache" auf der Insel. Doch wer hier lebt, spricht meist auch fließend Englisch und Papiamentu (oder auch Papiamento). Papiamentu  wurde sozusagen aus der Not heraus von den damaligen Sklaven erfunden. Diese dürften Niederländisch nicht lernen und konnten sich zum Teil nicht einmal untereinander verständigen. So entstand eine ganz neue Sprache, die den weiteren Vorteil bot, dass die „Meister“ (Sklaven-/ Farmbesitzer) sie nicht verstanden. Und ein Wort Papiamentu lernt jeder Touri auf seiner Reise nach Curacao: dushi. Denn auf der Insel ist einfach alles dushi. Dushi heißt im Prinzip nichts anderes als süß oder niedlich. Aber es kann auch als direkte, liebevolle Anrede benutzt werden im Sinne von "Hey dushi" also "Hey Süße/Liebling“. Und das nicht im Sinne einer Anmache: „Dushi“ ist einfach jeder den man gern hat, ob Frau, Kind oder Obsthändler. 

8 / 25 | Das Wort "Dushi" prangt in großen Lettern mitten in der Hauptstadt - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 Floating Market

Apropos Obsthändler: Next stop ist der "Floating Market" im Stadtteil Punda in Willemstad. Hier wurden früher die Waren, also Obst, Gemüse, Fisch & Co. direkt vom Boot aus an die Laufkundschaft verkauft. Mittlerweile haben die schwimmenden Händler, die zum größten Teil aus dem rund 60 km entfernten Venezuela oder auch aus Haiti kommen, Stände an Land - das macht die ganze Sache einfacher. Allerdings auch unspektakulärer, denn ich hatte mir irgendwie mehr von dem doch recht kleinen Markt erhofft.

9 / 25 | Der "Floating Market" auf Curacao - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 Die kreolische Küche

Klar, die ein oder anderen exotischen Obst- und Gemüsesorten fallen mir ins Auge (hier gibt es riiiiesige Avocados, lecker!), aber so richtig "typisch" für die Insel sind sie im Prinzip auch wieder nicht - denn eigentlich wird fast alles auf Curacao importiert. Die Böden hier sind arm an Nährstoffen und die wenigen Regentage machen den Anbau von Gemüse, Getreide & Co. so gut wie unmöglich. Daher ist die kreolische Küche auch sehr bodenständig und gar nicht mal so exotisch, wie man vielleicht annehmen würde. So gehören zum Beispiel auch Kürbis und Weißkohl in die klassische Küche Curacaos – wer hätte das gedacht?

10 / 25 | Von Kochbanane bis Kürbis: Auf Curacao ist fast alles an Obst und Gemüse importiert  - © Kathleen Schmidt
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Tag 2 Essen in der Marshe Bieuw

Nächster Tagespunkt auf unserer Liste: „Tasting with Clarita at Marshe Bieuw“. Tasting klingt immer gut, also ab zur alten Markthalle ("Marshe Bieuw"), ebenfalls im Stadtteil Punda gelegen. Früher wurde der Markt in der Halle abgehalten, jetzt ist es so eine Art große Garküche, in der Einheimische und Touristen aller Altersklassen die traditionelle kreolische Küche genießen können. Die typischen Gerichte enthalten fast immer Fleisch, häufig Ziege, aber auch Rind oder Huhn, und zwar „stewed“ – also langsam geschmort. Ich probiere das Beef Stew zusammen mit Gemüse und Funchi. Funchi ist auf Curacao DIE Beilage schlechthin. Dabei handelt es sich schlichtweg um eine Art karibische Polenta. Urteil: Lecker! Zudem ist die Portion groß und der Preis klein, da kann man nicht meckern. Als Vorspeise gibt es zudem eine echte Insel-Delikatesse: die (sehr schleimige!) Suppe Guiambo aus Okraschoten. Urteil hier: Nicht so lecker. Hab ich probiert, muss ich nicht wieder haben. Problem: Neben den eigentlich ganz leckeren Okraschoten, enthält die Suppe noch allerlei tierische Bestandteile, wie Schweineschwänze, Teile von Meeresfrüchten oder Stücke von gesalzenem Fisch. Ja, ganz genau. So wie Sie jetzt gerade vermutlich gucken, habe ich auch geguckt, als ich die Suppe durchrührte. Es geht aber noch "exotischer": Als besondere Delikatesse (oder auch Mutprobe) gilt die „Iguana-Soup“. Iguana heißt übersetzt Leguan. Ich sagte ja bereits, später mehr zum Thema Leguane …

Am Abend ging es dann ins Restaurant Kome im Stadtteil Pietermaai – zur (nicht ganz karibischen) Tapas-Night. "Kome" ist Papiamentu und heißt übersetzt schlicht Eat, also Essen

11 / 25 | Eine echte Herausforderung: Die schleimige Okraschotensuppe kann man nicht essen, ohne zu kleckern - © Kathleen Schmidt
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Tag 3 Tagesausflug nach Klein Curacao

An Tag 3 steht ein Trip ins Paradies an: ein Tagesausflug nach Klein Curacao. Die kleine, unbewohnte Insel erreicht man in rund 1,5-2 Stunden mit dem Boot. Außer einem alten Leuchtturm gibt es auf der Mini-Insel nichts – außer natürlich Karibik-Feeling pur: Weißer Sandstrand wie aus dem Bilderbuch, türkisfarbenes Meer und eine wunderschöne Unterwasserlandschaft. Man kann entspannt schnorcheln und trifft dabei mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer der dort lebenden Wasserschildkröten. Ein einmaliges Erlebnis.  

12 / 25 | Der Leuchtturm auf Klein Curacao - © Marquicio Pagola / Shutterstock.com
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Tag 4 Golfkurs

Tag 4 beginnt „sportlich“ mit einem Golfkurs im Santa Barbara Beach & Golf Resort. Ich hatte mich in der Vergangenheit schon mal an ein paar Abschlägen versucht, bin aber kläglich gescheitert. DAS erzähle ich meinem netten, niederländischen Golflehrer, der auch ziemlich gut Deutsch spricht, allerdings nicht. Nachher denkt der noch ich hätte wirklich irgendwelche (brauchbaren) Vorkenntnisse. Wir düsen mit dem Golftrolley über die Driving Range des wunderschönen Resortgeländes und machen auf einem der vielen Abschlagplätze Halt. Nach ein wenig Theorie dann endlich die Praxis: ich schlage ab! Scherz! Ich VERSUCHE abzuschlagen, denn das ist gar nicht mal so einfach. Die angespannte Körperhaltung, die durchgedrückten Arme – ungewohnte Positionen, mit denen ich mich nicht sonderlich wohl fühle. 3-4 Bälle treffe ich und breche jedesmal in Jubel aus, aber so richtig warm werde ich mit der Sportart während meiner Trainingsstunde nicht. Spaß gemacht hat es trotzdem.

13 / 25 | Meine "Golfkünste" sind durchaus ausbaufähig - © Kathleen Schmidt
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Tag 4 Koch-Workshop

Mein Mittagessen muss ich mir heute selbst zubereiten. Im Blizz – einem „Restaurant“ der etwas anderen Art, darf ich zusammen mit dem Koch Fisch und Funchi zubereiten. Bei dem Restaurant in Anführungszeichen handelt es sich um eine Art Imbiss in einem kleinen, weißen (etwas schmuddligen) Container. Für europäische Standards ziemlich ungewöhnlich, für Curacao total normal. Hier sehen die meisten kleinen Restaurants, die von Einheimischen geführt werden, so aus. Touristen verirren sich hier her allerdings wohl nicht allzu oft.

14 / 25 | Kochen im Blizz - © Kathleen Schmidt
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Tag 4 Koch-Workshop

Der Besitzer und seine Mutter begrüßen mich und meinen Guide Steven, der das ganze für mich organisiert hat, herzlich und schon geht’s ab in die Küche, ääähm also in den Container. Ich muss den frischen Red Snapper Gott sei Dank nicht mehr ausnehmen, sondern nur noch ordentlich würzen, einritzen und in jeder Menge Öl anbraten. Dazu gibt es eine Ketchup-Zwiebel-Sauce, sehr traditionell ist das sicher nicht, schmecken tut es trotzdem. Als Beilage bereiten wir den bereits erwähnten typischen Maisbrei Funchi zu, sowie einen kleinen Salat. Ich finde das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Mir hat's auf jeden Fall geschmeckt – und Steven auch.

Abends geht es zu einem besonderen Event ins Avila Hotel. Das Hotel veranstaltet einmal im Jahr ein exklusives 5-Gänge-Dinner und lässt dafür die besten Sterneköche der Welt einfliegen. Das nächste „Avila Culinary Event“ findet am 04.11.16 statt. Gleich vormerken.

15 / 25 | Lecker: Gebratener Red Snapper mit Salat und Funchi - © Kathleen Schmidt
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Tag 5 Schwimmen mit Delfinen

Der nächste Morgen beginnt mit meinem persönlichen Highlight der Reise: Ich darf mit Delfinen schwimmen – wow. Die Dolphin Academy auf Curacao bietet verschiedene Erlebnisse mit Delfinen an, wie gemeinsames Schwimmen im Naturbecken oder auch ein Tauchgang auf hoher See. Bevor es zu den Tieren geht, bekommen die Teilnehmer genaueste Instruktionen, wie man sich im Wasser verhalten soll und wie und wo man die Delfine berühren darf. Wild mit Armen oder Beinen paddeln – tabu. Den Delfinen einfach mal ordentlich den Kopf kraulen – tabu. Sich lässig an die Flosse hängen und mitziehen lassen – natürlich auch tabu. Man ist sehr darauf bedacht, dass es den Tieren hier gut geht. Dennoch ist der ständige Kontakt mit den Menschen sicherlich immer auch mit großem Stress für die Tümmler verbunden. Die Trainer gehen allerdings sehr liebevoll mit ihnen um und scheinen ein wirklich gutes Verhältnis zu den Delfinen zu haben. Das gemeinsame Schwimmen unter Aufsicht der Trainer ist wirklich ein Erlebnis, das ich wohl nie mehr vergessen werde. Die Haut der Säuger fühlt sich übrigens an wie eine Art Neoprenanzug, sehr fest, kein bisschen glitschig.

Das Sea Aquarium, das auf dem gleichen Gelände wie die Dolphin Academy ist, würde ich übrigens nicht unbedingt empfehlen. Hier gibt es wirklich nicht viel zu sehen. Die Unterbringung der Flamingos, die dicht an dicht in ein kleines Gatter gepfercht wurden, hat mich zudem ziemlich schockiert.   

16 / 25 | Auf Kommando im Kreis drehen: Ich habe es vorgemacht, die zwei machen nach - © Kathleen Schmidt
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Tag 5 Auf Tauchkurs

Nach einem kurzen Lunch geht es weiter zum zweiten Highlight des Tages: Mein erster Tauchgang in Form eines Schnuppertauchkurses bei Atlantis Diving Curacao. Ein bisschen aufgeregt bin ich ja schon. Wie fühlt es sich an, mehrere Meter tief unter Wasser? Wie werde ich mit dem Druck da unten zurechtkommen? Breche ich vielleicht sogar in Panik aus? Nicht ganz, aber fast. Bei den ersten "Trockenübungen" im Wasser erklärt mir Tauchlehrer Joeri aus Holland alle nötigen Basics, wir gehen die wichtigsten Zeichen der Taucher-Zeichensprache durch und üben verschiedene Handgriffe unter Wasser. Und plötzlich bekomme ich Angst. Auf sein „Alles ok“-Handzeichen antworte ich mit „Nicht sicher“. Wir tauchen auf und ich erkläre was los ist. Ich bin mir in dem Moment echt nicht mehr so sicher, ob ich das durchziehen kann. Doch Joeri ist extrem cool und macht mir Mut. Das gehe den meisten Anfängern bei ihrer Tauchertaufe so, es lohnt sich aber, ich werde schon sehen. Und das tue ich dann auch: Wir wagen uns in die Tiefe und es ist unbeschreiblich. Man ist so fasziniert von dieser neuen, atemberaubenden Unterwasserwelt, dass man seine Ängste augenblicklich vergisst. Unbedingt zu empfehlen! Es gibt auf Curacao über 60 ausgewiesene Tauchspots, die es zu erkunden gilt. Und die gehören zu den schönsten der Welt.

17 / 25 | (Wieder) alles im Griff: Dank Tauchlehrer Joeri war mein erster Tauchgang ein voller Erfolg - © Kathleen Schmidt
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Tag 5 Sonnenuntergang

Am Abend ging es dann ins "Ginger", wo in gemütlicher Atmosphäre asiatisch-karibische Küche serviert wird. Diesen aufregenden Tag habe ich entspannt am Mambo Beach ausklingen lassen und von meiner Terrase aus den Sonnenuntergang beobachtet. Muss auch mal sein.

18 / 25 | Sonnenuntergang am Mambo-Beach - © Kathleen Schmidt
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Tag 6 Christoffel Park

Tag 6 startet mit einer Auto-Tour durch den im Norden gelegenen Christoffel Nationalpark. Wer die wilde Seite der Insel lieber zu Fuß erkunden will, kann dies auf den acht verschiedenen Wanderwegen tun. Der schwierigste davon führt zum Gipfel des 372 m hohen Christoffelberges. Aufgrund der hohen Temperaturen sollte man den rund 2-stündigen Aufstieg allerdings nur am Morgen wagen, da die Hitze einen sonst umhaut. Hier im Nationalpark bekommt man einen guten Eindruck von der doch recht kargen Vegetation der Insel. Dennoch gibt es hier zum Beispiel seltene, wilde Orchideen. Und auch die Tiere lieben die zerklüftete Landschaft, die von Kakteen geprägt wird: Leguane in allen Größenordnungen huschen ständig über die Wege. Zudem gibt es hier Tierarten, die es nur auf Curacao gibt wie den Curacao-Hirsch oder den Curacao-Falken. Gesehen habe ich allerdings keinen der scheuen Nationalpark-Bewohner.   

19 / 25 | Kakteen soweit das Auge reicht - © Kathleen Schmidt
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Tag 6 Shete Boka Nationalpark

Direkt neben dem Christoffel Park befindet sich der kleine Shete Boka Nationalpark an der rauen Nordküste der Insel. Der Name bedeutet übersetzt soviel wie „Sieben Buchten Nationalpark". Eine der Buchten, die gleich zu Beginn auf uns wartet, ist die Boka Tabla. Das Wellen krachen hier mit einer Urgewalt gegen die schroffen Felsen und das Wasser schäumt und gurgelt in einer unterirdischen Höhle, die man auch betreten kann, vor sich hin. Doch mein Highlight kommt erst noch: die Boka Pistol.

20 / 25 | Hier strömt das Wasser aus der Bucht der Boka Pistol ... - © Kathleen Schmidt
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Tag 6 Boka Pistol

Hier strömt das Wasser in die Bucht und wird nur Sekunden später fontänenartig bis zu 10 Meter hoch in die Luft geschossen. Dank einer kleinen Aussichtsplattform ist man mitten im Geschehen. Ein grandioses Naturschauspiel, das man gesehen haben muss. In den meisten der Buchten legen übrigens verschiedene Arten von Meeresschildkrötenarten ihre Eier.

21 / 25 | ... und hier wird es mehrere Meter weit in die Luft katapultiert - © Kathleen Schmidt
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Tag 6 Beach-Hopping

Weiter geht’s mit Beach-Hopping: Auf Curacao gibt es rund 35 idyllische Karibik-Strände, die man größtenteils an der Südwest-Küste der Insel findet. Der Grote Knip hier auf dem Bild ist der wohl bekannteste Strand der Insel und ist sowohl bei Touris als auch bei Einheimischen beliebt. Der Strand ist übrigens auch unter den Namen Playa Kenepa oder Playa Abou bekannt. Gleich daneben liegt der kleine Bruder – der Kleine Knip. Kleiner, ruhiger, aber nicht weniger schön.

22 / 25 | Der "Grote Knip" - © Kathleen Schmidt
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Tag 6 Beach-Hopping

Der "Jan Thiel" Beach ist besonders bei Touristen mit – sagen wir mal – gehobenem Anspruch sehr beliebt. Der breite weiße Sandstrand ist gesäumt von schicken Restaurants und coolen Bars. Das ist nicht für jeden etwas, aber wer exklusive Bach-Clubs mag, wird sich am Jan Thiel Beach wohl fühlen. Anscheinend fühlen sich hier ziemlich viele Touris wohl, denn der Strand ist meist völlig überlaufen. Meins ist es nicht, zumal man hier Eintritt bezahlen muss. Mit einem karibischem Traumstrand hat das meiner Meinung nach wenig zu tun. Schnell einen Cocktail getrunken und weg ...

23 / 25 | Jan Thiel Strand: Muss man mögen - © Kathleen Schmidt
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Tag 7 Stand up Paddling

Heute wartet schon wieder ein „Erstes Mal“ für mich – und zwar beim Stand Up Paddling, oder kurz SUP. SUP Curacao bietet verschiedene Touren an, zum Beispiel die Spanish Water Tour durch die Mangroven. Bei Mangroven handelt es sich kurz gesagt um Bäume und Sträucher, die sich optimal an die Bedingungen des Lebens im Salzwasser angepasst haben. Die sogenannten Spanish Waters sind eine Art Hafenbecken inklusive Yachthafen und Marina, welches von schicken Villen gesäumt ist und über eine kleine Passage direkt mit der karibischen See verbunden ist. Die Tour eignet sich besonders für Anfänger, da es hier relativ wenig Wellengang und gute Winde (die einen in die richtige Richtung nach „Hause“ schieben) gibt. Man wird mit einem Motorboot zu den Mangroven hinaus gefahren, wo die bereitgestellten Boards schon auf einen warten. Auf dem Wasser mache ich dann die ersten wackligen Steh- und Paddelversuche. Zugegeben: Die Knie haben zunächst noch ein wenig gezittert, aber man fühlt sich schnell sicher auf dem Brett. Und ich schwöre: Hätte mich nicht eine andere Tour-Teilnehmerin gerammt, wäre ich auch nicht ins Wasser gefallen … Die netten SUP-Guides machen während der Tour übrigens die ganze Zeit Fotos und schicken Sie einem später via Mail zu. Top!

Zum Dinner ging es am Abend übrigens ins absolut gemütliche und bunte Mundo Bizarro in einer kleinen Seitenstraße im Stadtteil Pietermaai. Sehr zu empfehlen.

24 / 25 | So ganz traue ich dem ganzen hier noch nicht - © Kathleen Schmidt
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Abreisetag Dinah Veeris

Am Abreisetag gibt es noch einen letzten Programmpunkt auf meiner Liste: Ein Besuch bei Dinah Veeris – der "Kräuterhexe" von Curacao. Vor über 20 Jahren hat sie ihren gut besuchten botanischen Garten auf der Insel angelegt und hegt und pflegt hier um die 300 verschiedene Pflanzenarten. Hier bietet sie regelmäßig Touren für Touristen und Kräuterbegeisterte an, erzählt ihre Geschichte und gibt ihr umfangreiches Pflanzenwissen preis. Laut Dinah gibt es für jedes Übel ein Kraut. Und all diese Kräuter scheint sie genau zu kennen. Bei der Führung durch den Garten bleiben wir an vielen Bäumen, Sträuchern und Kräutern stehen, stecken uns Zweige in den Mund (und putzen uns so auf traditionelle Weise die Zähne) oder riechen an Kräutern und Bäumen, die gut gegen Übelkeit, Asthma und sogar Krebs sein sollen. Und damit es auch den Pflanzen selbst an nichts fehlt, gibt Dinah ihr Bestes, damit diese sich bei ihr wohl fühlen. Heißt: Sie spricht täglich mit ihren Sprößlingen und singt auch mal für sie. Pflanzen, die drohen einzugehen, bekommen darüber hinaus noch eine ganz besondere Behandlung: Sie dürfen die nächste Zeit in einer Hängematte verbringen und bekommen besondere Aufmerksamkeit. Irgendwie durchgeknallt – und das finde ich ziemlich sympathisch. Mit jeder Menge positiver Energie (und sauberen Zähne) mache ich mich nun auf den Weg zum Flughafen. Die Heimat ruft. Schön war's, Curacao. Bis zum nächsten Mal!

25 / 25 | Die Kräuterhexe von Curacao: Dinah Veeris - © Kathleen Schmidt
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