Zu Besuch bei Adam und Eva

Richtig schnorcheln Schnorcheln auf den Malediven

04.10.2013 , Autor:Martina Steinbach
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Bester Blick in Bauchlage: Unsere Autorin Martina Steinbach lernte beim Schnorcheln auf den Malediven das Zuhause von Nemo kennen

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Schnorcheln auf den Malediven: Schnorcheln auf den Malediven
Auf den Malediven muss man nicht zwingend mit Taucherausrüstung unter Wasser gehen, um richtig viel zu sehen. Beim Schnorcheln bekommt man schon einen super Eindruck von Fischen und Korallen © WomensHealth.de
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Die Vorbereitung: Einmal beherzt in die Tauchermaske spucken und mit dem Finger verreiben – damit liegt die größte Herausforderung des Schnorchelns bereits hinter mir. "Auf diese Weise beschlägt das Sichtfenster nicht so leicht", erklärt mir einer meiner 5 Mitschnorchler. Ohne dieses Ding, das nicht nur meine Augen, sondern auch die Nase umschließt, könnte ich kaum sehen, was hier im indischen Ozean passiert. "Wegen dem anderen Brechungsindex des Wassers muss Luft vor den Augen sein", so der offensichtlich sehr schlaue Mann weiter. Ok, ich stelle besser keine weiteren Fragen. Zwischen meinen Lippen befindet sich jetzt eh das weiche Silikon-Mundstück des Schnorchels ("nur zwischen den Lippen halten, nicht fest draufbeißen, sonst geht es kaputt"). Zum Glück war der bereits an der Brille befestigt, als ich die zusammen mit einem Paar Flossen an der Wasserstation des Robinson Club Maldives ausgeliehen habe. Das Rantüfteln entfällt somit für mich. Dann kann es ja losgehen.

Die Testphase: Zugegeben: Auch wenn zum Schnorcheln kein spezieller Lehrgang oder die Begleitung vom Trainer notwendig ist, lohnt es sich jemanden dabei zu haben, der diesen Sport schon mal gemacht hat. Und der sich mit der Gegend, den Strömungen und Gezeiten auskennt (zumindest, wenn es in Strandnähe nicht viel zu sehen gibt). Wie meinen Schlauberger, dem ich für jeden Tipp eigentlich sehr dankbar bin. "Bleib erst mal ohne Flossen an einer brusthohen Stelle stehen und lege Dein Gesicht ins Wasser – dann kannst du testen, wie sich das Atmen über den Schnorcheln anfühlt". Oh, die ersten Züge fühlen sich an, als wenn ich ersticken müsste. Da kommt viel zu wenig Luft an! "Atme ruhiger!". Danke, so klappt es viel besser. Also zurück an den Strand, Fußbekleidung holen und im 28 Grad warmen Wasser anziehen. "Überkreuz, also die rechte Flosse mit der linken Hand und umgekehrt überstülpen, ist einfacher um nicht umzufallen", sagt Mr. Experte. Stimmt.

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Schnorcheln auf den Malediven

Die ersten Atemzüge mit dem Schnorchel fühlen sich häufig an, als müsse man ersticken. Bestes Gegenmittel: Die Ruhe bewahren und erst mal im flachen Wasser das ruhige Atmen durch den Mund üben

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Die Hauptattraktion: Vorm Losschwimmen rät eine andere Schnorchel-Kollegin, die Arme nur selten einzusetzen und mich hauptsächlich mit gleichmäßigen Auf- und Ab-Bewegungen der Füße fortzubewegen. "Achte darauf, über den Korallen nur wenig mit den Flossen auszuschlagen, um diese Meeresschönheiten nicht zu zerstören. Am besten machst du gleich einen Bogen um sie, wenn sie dicht an die Oberfläche heranreichen", sagt sie. In der Tat wäre es unverzeihlich, dieses Bild zu zerstören, das sich mir nach wenigen Metern bietet. Neben den Korallen sorgen Regenbogen-, Anemonen-, Einhorn-, Koffer- und Doktor-Fische für ein Farbenmeer im Meer. Vor lauter Staunen drehe ich den Kopf zu allen Seiten, verrenke mir fast den Hals und merke, dass das nicht gut war. Durchs Umdrehen gerät das obere Schnorchelende unter Wasser und läuft voll. Prustend muss ich auftauchen. Natürlich ist gleich der schlaue Schnorchler neben mir und sagt, dass ich die Flüssigkeit beim nächsten Mal einfach mit einem starken Ausatmen auspusten soll. Guter Hinweis, auf diesem Wege verliere ich keine Zeit. Sonst hätte ich womöglich die Haie (!) verpasst, die sich nach einer Weile vor uns durchs Wasser schlängeln. Bevor ich den ersten Schwarzspitzen-Riffhai sehe, höre ich ihn. Ein durchdringendes Fiepen erreicht meine Ohren wie kleine Miniwellen und plötzlich trennt mich nur noch eine Armlänge von dem rund 1 Meter großen Fisch. Wow. Völlig paralysiert treibe ich auf der Stelle und kann nur noch starren. Lange nachdem er wieder verschwunden ist, paddele ich weiter. Und bekomme von rechts einen leichten Stoß an den Arm. Hilfe! Kein Grund zur Panik, es ist nur die Kollegin, die ganz aufgeregt nach schräg vorn zeigt. 2 weitere, etwas größere graue Exemplare mit dem weißem Bauch und den schwarzen Flossenspitzen nähern sich uns, bleiben stehen – schluck – und setzen ihren Weg fort. Als ich nach 1 Stunde das Wasser wieder verlasse (ich könnte schwören, es sind höchstens 20 Minuten vergangen) bin ich total platt. A von der Anstrengung (trotz der hohen Temperaturen kühlt der Körper irgendwann aus) und B von den Begegnungen. Aber dieses Erlebnis war die Erschöpfung absolut wert!

HOW TO Schnorcheln

Besonderheit: Mit wenig Ausrüstung ist ziemlich viel von der Unterwasserwelt zu sehen. Im Gegensatz zum Schnorcheltauchen bleibt der Schnorchler stets an der Wasseroberfläche. Mehr als schwimmen muss man dazu nicht können.

Zeitfaktor: Solange es Lust, Lichtverhältnisse und Leistungsfähigkeit zulassen

Location: Schnorcheln funktioniert quasi in jedem Gewässer, besonders viel zu sehen gibt es auf den Malediven oder Kanaren, in Ägypten oder Thailand. Beliebte Orte in Deutschland sind zum Beispiel der Bodensee und die Ostsee.

Kosten: Eine solide, angenehm sitzende Maske mit Schnorchel gibt es ab 25 Euro, bequeme Flossen ab 30 Euro (zum Beispiel das Visionflex Midi-Set und die Flex Travel-Flossen von AquaLung). Ein Lycra-Shirt schützt den Rücken vorm Sonnenbrand (zum Beispiel das Block Skin von O’Neill um 36 Euro).

Kalorienverbrauch: rund 250 in 60 Minuten

Spaßfaktor: ★ ★ ★ ★ ✩

Energieaufwand: ★ ★ ✩ ✩ ✩

Anspruch: ★ ★ ✩ ✩✩

Entspannungsgrad: ★ ★ ★ ★ ★

Fazit: Die kleine Schwester des Tauchens offenbart auf entspannte Weise, was im Meer so geht. UND: Flossenschwimmen macht den Po schön knackig.

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