Zu Besuch bei Adam und Eva

Schnupperkurs unter Wasser Tauchen auf den Malediven

29.07.2013 , Autor:Martina Steinbach
© WomensHealth.de

Abgetaucht: Unsere Autorin Martina Steinbach – Sternzeichen Fisch – war auf den Malediven zwischen Korallen und Schwärmen von bunten Fischen ganz in ihrem Element

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Tauchen auf den Malediven: Tauchlehrer Martin aus Dänemark zeigt Martina, wie Abtauchen ohne unterzugehen funktioniert
Tauchlehrer Martin aus Dänemark zeigt Martina, wie Abtauchen ohne unterzugehen funktioniert © WomensHealth.de
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Gewusst wann: Strömender Regen im Paradies – da macht es kaum einen Unterschied, ob ich unter oder über Wasser unterwegs bin. Also auf zur Tauchstation! Bevor es losgehen kann, lässt mich Lehrer Martin erst mal einen Gesundheits-Fragebogen ausfüllen. Die Punkte lauten unter anderem: Diabetes, Bluthochdruck, schwanger? 3-mal eindeutig NEIN! Das 4. Nein – auf die Frage, ob ich schon mal getaucht sei – antwortet Martin: "Dann probiere erst mal einen Schnupperkurs aus. Danach hast Du zwar kein Zertifikat, aber Du weißt ja auch gar nicht, ob der Sport zu Dir passt." Zum Glück geht das, denn für die erste Lizenz, den Open Water Diver, hätte ich 4 Tage gebraucht. Jedoch soll man 24 Stunden vor einem Flug nicht tauchen, um einer Dekompressionskrankheit (hierbei bilden sich Gasblasen im Körper) vorzubeugen. So kann ich übermorgen beruhigt heimfliegen.

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Ein letzter Blick zurück und dann fliehen Martina und Martin vor dem Regen ins Meer

Gewusst wie: Vor dem praktischen Schnupper-Teil steht zunächst die Theorie an. Der 20-jährige Däne erklärt mir, dass aufgrund des höheren Wasserdrucks ein regelmäßiger Druckausgleich sehr wichtig ist. "Pro Meter solltest du einmal stark durch die Nase ausatmen und sie dabei mit den Fingern zuhalten", erklärt mir Martin. "Das kannst du auch immer machen, wenn du Druck auf den Ohren spürst". Habe ich unter Wasser dieses Problem, soll ich es dem Lehrer auch zeigen, indem ich auf mein Ohr deute. Weiteres wichtiges Handzeichen ist, Daumen und Zeigefinger zum OK zu formen "Sobald ich das mache, bestätige bitte, dass bei dir auch alles in Ordnung ist", sagt er bestimmt. Was ich später fast noch öfter von ihm zu sehen bekomme: Eine auf und ab wippende Hand für "Beruhige dich". Ist ja schon auch ganz schön aufregend die ganze Nummer. Nachdem wir alle wichtigen Geräte – von der Weste, über den Finimeter (zeigt an, wie viel Luft noch in der Flasche ist), dem Gürtel mit Bleigewichten bis hin zum Lungenautomat – im Trockenen begutachtet und besprochen haben, ist es endlich soweit: Der Indische Ozean ruft!

Gewusst was: "Das Wasser ist heute 28 Grad warm, da reicht ein kurzer Neoprenanzug", sagt Martin und reicht mir ein blau-schwarzes Kautschuk-Etwas. Darin sehe ich aus wie eine Presswurst, ich hoffe, die Haie haben schon gefrühstückt. Hinzukommt eine große Schwimmbrille – Martin spricht von einer Maske – die ich ohne die Bänder zu benutzen mit einem tiefen Naseneinatmen an mein Gesicht saugen soll. „Passt“, sagt der Coach. Super, das ist wichtiger, als gut auszusehen. Netterweise stellt Martin mir die rund 15 Kilo schwere Pressluftflasche mit Tarierweste, Finimeter und Lungenautomat auf eine Bank, damit ich mit ihr aus dem Sitzen heraus aufstehen kann. Jetzt noch die Flossen in die rechte Flosse nehmen und ab dafür. Am linken Handgelenk prangert stolz meine überdimensional große Taucheruhr, um die Zeit und die Tiefe im Auge behalten zu können. Ach ja, der Bleigewichte-Gürtel ist ebenfalls mit von der Partie. „Den hast du, um den Auftrieb von deinem Körper und der Ausrüstung auszugleichen. In Salzwasser ist der Auftrieb übrigens stärker als in Süßwasser. Wir werden mal sehen, wie viele Gewichte du brauchst, um bei jeder Wassertiefe schweben zu können. Ich habe noch ein paar dabei“, erläutert Martin auf den wenigen Metern durch den nassen, weißen Pudersand. Es ist schon toll, seinen Personal-Tauch-Coach an seiner Seite zu wissen …

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Zwischen den Korallen – ganz hinten im Bild – schwimmen 2 Riffhaie. Die habe ich beim Schnorcheln entdeckt

Zwischen den Korallen schwimmen 2 Riffhaie

© Hans-Werner Rodrian/srt-bild

Gewusst wohin: Und das denke ich immer wieder, als wir dann tatsächlich abtauchen. Seine Hand an der Weste zu spüren, um nicht die Orientierung zu verlieren (schließlich geht es nicht nur vor, zurück oder zur Seite, sondern auch nach unten), lässt mich beruhigt die vollkommen intakte Korallenwelt anschauen, die direkt am Strand unserer Insel Funamadua beginnt. Dort sehe ich auch gleich Papageienfische. Und Falterfische. Und Doktorfische. Und Süßlippenfische. Und Fische mit einem langen Horn oben am Kopf (heißen tatsächlich Einhornfische, wie ich später erfahre). Bis dahin ist es vor allem für den unglaublich geduldigen Martin ein weiterer Weg. Immer wieder muss er mir an einer brusthohen Stelle zeigen, wie ich meine Brille entleere, wenn Wasser hineingerät. Eigentlich ist es damit getan, nach oben zu schauen, mit den Fingern gegen den oberen Brillenrand zu drücken und fest mit der Nase auszupusten. Aber bis mir das mal gelingt, sind gefühlt 2 Stunden um.

Mit fällt es leichter, den Atemregler wieder aufzunehmen. Ausatmen und beim tiefen Einatmen das Mundstück wieder reinschieben. Übrigens beugt man sich nach rechts zur Seite, um mit dem gestreckten rechten Arm nach dem an einem Schlauch hängenden Teil zu fischen. Auch das haben wir im flachen Wasser geübt. "Verschränke deine Arme am besten vor der Brust und paddel nur mit den Füßen, um vorwärts zu kommen", rät Martin. Und zum tiefer gehen muss ich Luft aus der Weste lassen, drücke also den grauen Knopf auf dem linken Schultergurt. Der rote Nachbar würde wieder Luft zuführen. Hilft beim Aufsteigen und beim an der Oberfläche bleiben. Zu weit weg von ihr zu sein traue ich mich bei meinem ersten Tauchgang auch nicht. Gerade 5 Meter schaffen wir es runter (Anfänger können theoretisch bis zu 10 Meter gehen), meine Ohren melden sich ständig. Aber das macht nichts. Dieses Bild da unten ist einiges wert. Und mal ehrlich: Wie oft kann ich schon den Regen von unten betrachten?

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Ganz schön kamerascheu, diese Doktorfische

Ganz schön kamerascheu, diese Doktorfische

© Hans-Werner Rodrian/srt-bild

HOW TO Tauchen

Besonderheit Dank einer besonderen Ausstattung können Taucher die Natur unterhalb des Meeresspiegels entdecken.

Zeitfaktor Schnupperkurse dauern ca. 3 Stunden

Location Im Urlaub zum Beispiel im Robinson Club Maldives (robinson.com/tauchen) oder zu Hause bei einer der unzähligen Tauchschulen (eine Übersicht findet man zum Beispiel unter padi.com)

Kosten Schnupperkurse um 100 Euro, die erste Lizenz gibt es ab rund 500 Euro. Darin ist meistens die Leihgebühr für die komplette Ausrüstung enthalten.

Kalorienverbrauch rund 500 in 60 Minuten

Spaßfaktor ★ ★ ★ ✩ ✩
Energieaufwand ★ ★ ★ ★ ✩
Anspruch ★ ★ ★ ✩✩
Entspannungsgrad ★ ★ ★ ★ ★

Fazit Willkommen in einer ganz neuen Welt, in der man mit Stress und Hektik nicht sehr weit kommt. Ideal, um total abzuschalten.

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