Erfahrungsberichte mit Tinder Ruiniert Tinder unser Liebesleben?

05.09.2016 , Autor:Corinna Ophüls
© WomensHealth.de

Tinder hat es verdammt leicht gemacht, Männer kennenzulernen. Doch viele von denen suchen nicht nach Liebe, sondern eine schnelle Nummer. Was macht das mit uns?

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Tinder Erfahrungen: Ruiniert Tinder unser Liebesleben?
Schneller Sex und Bestätigung fürs Ego: Dating-Apps wie Tinder haftet der Ruf an, mehr Frust zu bringen statt lohnenswerte Begegnungen © KIRAYONAK YULIYA / Shutterstock.com
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Flirten

Tinder ist beliebt wie nie: Rund 2 Millionen Deutsche haben die
Dating-App auf ihrem Handy installiert, weltweit gesehen liegen wir damit auf Platz 7. Die Vorteile sind klar: Das Matching-Prinzip macht es Singles extrem leicht, andere Singles kennenzulernen. Man bekommt das Bild eines potenziellen Partners angezeigt, gefällt es nicht, wischt man das Profil nach links, findet man einen Mann hot, wird nach rechts gewischt. Hat der einen ebenfalls nach rechts geschoben, gibt's ein Match, und man kann sich Nachrichten schicken. Großer Spaß – und so praktisch: Man kann nach einem potenziellen Partner suchen, während man im Supermarkt an der Kasse wartet. Doch auch wenn mittlerweile fast jeder von einem Paar gehört hat, das sich einst per Tinder & Co. (auch Apps wie zum Beispiel Lovoo oder Happn funktionieren so) kennengelernt hat, wird der Vorwurf lauter, dass auf Tinder mehr eindeutige Angebote gemacht werden, als echte Flirts entstehen.

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Ruiniert Tinder unser Liebesleben?

Vor allem Männer sehen Dating-Apps als fixen Türöffner ins Schlafzimmer

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Die ewige Suche nach Bestätigung
Gerade hat die Bundesregierung sogar ver­meldet, dass solche Dating-Apps mit den wachsen­den Zahlen von Geschlechtskrankheiten zusammenhängen: Einem Regierungsbericht zufolge hat sich etwa die Zahl der Syphilis-Erkrankungen von 2009 bis 2014 mehr als verdoppelt. Dass in genau diesem Zeitraum auch immer mehr solcher Dating-Apps auf den Smartphones erschienen sind, dürfte eine mögliche Ursache sein. Denn vor allem Männer sehen die App als fixen Türöffner ins Schlafzimmer – das bestätigen Umfragen immer wieder. Prof. Wera Aretz von der Fresenius-Hochschule in Köln fand in ihrer Studie 'Match me if you can' heraus, dass sowohl Männer als auch Frauen über die App zwar oft nur Bestätigung suchen – aber diese auf unterschiedlichen Wegen finden: "Während Frauen sich selbst häufiger aufgrund der Anzahl der Matches und Dates bestätigt fühlen und somit eher von emotionaler Bestätigung profitieren, scheinen Männer mehr durch die Anzahl der sexuellen Kontakte bestätigt zu werden."

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Ruiniert Tinder unser Liebesleben?

Abschlepp-Tutorials, die erklären, wie Männer Frauen via Tinder & Co. schneller ins Bett kriegen, boomen im Netz

© KIRAYONAK YULIYA / Shutterstock.com

Gutes Benehmen ist oft Nebensache im Online-Modus
Viele User machen auch gar keinen Hehl daraus, dass sie nur an einer Bettgeschichte interessiert sind – und kommen oft schon in der ersten Message zur Sache: "Hast du Lust auf eine heiße Nacht?" ist da noch einer der harmloseren direkten Anmachen. Im echten Leben würden sich wohl nur wenige trauen, direkt mit so einer Frage ein Gespräch zu starten. Die Gefahr, einen Drink ins Gesicht geschüttet zu bekommen, wäre doch ziemlich groß. Aber online werden Anonymität und Distanz suggeriert, das wiegt in Sicherheit. Außerdem tut so eine digitale Abfuhr nicht allzu weh, der nächste Flirt ist ja nur einen Wisch nach rechts entfernt. Nicht wenige prahlen anschließend sogar ganz detailliert im Netz mit ihren Tinder-­Eroberungen.

Abschlepp-Tutorials sind Trend im Netz
Video-Blogger wie Sebi Heindl von 'Bewusst glücklich sein' oder Sebastian Voppmann von 'Premium Life' geben auf Youtube Ratschläge, wie Männer Frauen via Tinder & Co. schnell ins Bett kriegen. Sebi Heindls Video 'Mit 5 Nachrichten zum Sex Date' wurde bereits 69 372-mal angeklickt. Und Sebastian Voppmann verkauft über seine Website sogar eine Flirt-Message, die User per Copy & Paste verschicken können. Sein Versprechen: "Bekomme mit nur einer Tinder-Nachricht sofort Sex mit den attraktivsten Frauen. Ohne langes Kennenlernen." Gewissensbisse wegen ihres 'Abschlepp-Services' haben beide nicht. "Bei unserer Nachricht wird den Frauen von Anfang an gesagt, dass man nur auf Sex aus ist. Sie wissen also sofort, worauf sie sich einlassen", so Sebastian Voppmann. Und Sebi Heindl sagt: "Alles wird immer unverbindlicher, keiner will sich mehr richtig festlegen. Ich glaube, dass Frauen genauso Sex wollen wie Männer, sie zeigen es nur nicht."

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Intime Erkundung: Was jede Frau über Sex wissen sollte >>>
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Die beste Möglichkeit, sich gegen Aufreißer und Vollpfosten beim Tinder-Date zu schützen: Ein langsames Kennenlernen

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Keine Illusionen, aber trotzdem eine stille Hoffnung
Aber stimmt das wirklich? Hört man sich unter weiblichen Nutzerinnen um, wird klar: Viele machen sich zwar keine Illusionen über Tinder, hoffen aber doch, dass sie dort auf einen Mann stoßen, der etwas Ernstes sucht. Keine Frage: Die gibt es da natürlich auch – sie sind nur gar nicht so leicht zu finden. Karola aus München zum Beispiel tindert seit ein paar Monaten. "In meinem Freundeskreis haben schon ein paar Mädels dort einen echt guten Typen kennengelernt – das hat aber eben gedauert. Deshalb gebe ich auch noch nicht auf, obwohl bisher noch kein potenzieller Partner dabei war. Auf plumpe Anmachen reagiere ich gar nicht erst, sondern lösche den Typ sofort aus meiner Match-Liste. Einen habe ich sogar mal gemeldet, weil der echt zu dreist war." Steffi aus Hamburg hat sich dagegen gerade nach einigen Monaten enttäuscht wieder abgemeldet: "Die Typen geben sich keine große Mühe. Man fühlt sich schnell abgefertigt und merkt, dass man die x-te Frau ist, der er schon denselben müden Text schreibt. Oder dass er eh nur auf Spaß, aber nichts Ernstes aus ist."

Man darf miese Maschen nicht persönlich nehmen
Immer mehr Frauen schwören Tinder deshalb ab – oder werden extrem misstrauisch: Hinter jedem Profil wittern sie (vorschnell) einen Aufreißer. Eric Hegmann, Single-Coach bei Parship (eric-hegmann.de), erklärt: "In der Praxis wünschen sich die meisten Menschen Liebe und einen vertrauenswür­digen Partner. Hier zeigt sich aber das Dilemma einer solchen App: Manche Menschen nehmen Zurückweisungen und Unverbindlichkeit persönlich." Und beschließen dann nach ein paar negativen Erfahrungen, die aktive Suche lieber gleich sein zu lassen. So findet man die große Liebe aber auch eher nicht. Damit es nicht so weit kommt, sollten Singles von Anfang an mit der richtigen Einstellung an die Sache, äh, Suche herangehen. Alle, die eine ernsthafte Beziehung suchen, sollten Apps wie Tinder, Lovoo und Happn als amüsante Ergänzung zu "seriösen" Partnerbörsen mit Persönlichkeitstest und allem Pipapo sehen.

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Viele missratene Tinder-Dates haben am Ende ein Gutes: Sie sorgen für Gesprächsstoff auf der nächsten Party

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Die Aufreißer verraten sich meistens selbst
Um zu erkennen, wie ernst es dem 'Match' ist, sollte man vor dem ersten Treffen unbedingt ein paar Tage lang Nach­richten austauschen. Männer, die nur auf eine schnelle Nummer aus sind, haben beim Schrei­ben meistens keinen langen Atem. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob Sie ihn so heiß finden, dass Sie sich eine heiße Nacht mit ihm vorstellen können – oder ob Sie sich das Date schenken und die Zeit in die Suche nach einem anderen Traumprinzen investieren. Denn die treiben sich bei Tinder auch rum – man muss nur ein wenig intensiver nach ihnen Ausschau halten. Und die Aufreißer-Anzeichen erkennen. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Wischen, Ladys!

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Mein schlimmstes Tinder-Erlebnis – 5 Frauen berichten


Ulrike aus Düsseldorf
"Er stand mitten in der Nacht vor meiner Tür"
"Einmal hatte ich ein nettes Date mit einem Mann aus Dortmund, den ich über Tinder kennengelernt habe. Ein paar Tage später schrieb er mir um drei Uhr in der Nacht eine Nachricht, dass er gerade unterwegs nach Düsseldorf sei. Aus Spaß habe ich zurückgetextet, er könne ja noch vorbeikommen. Okay, das war eine blöde Idee. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass der Typ tatsächlich bei mir klingelt – wir hatten bei unserem Date kurz darüber gesprochen, wo ich wohne. Ich musste ihn abwimmeln, er hat nicht lockerge­lassen. Es war unangenehm."

Lisa aus München

"Er war eigentlich in einer Beziehung"
"Das Date mit dem Tinder-Typen war wirklich nett. Ein gut aussehender, charmanter Kerl. Dass ich mich auf mehr eingelassen habe, lag daran, dass die Chemie stimmte und ich mir tatsächlich eingebildet habe, daraus könnte was werden. Wie naiv! Als wir uns einige Tage später erneut trafen, gestand er mir, dass er eigentlich liiert sei, es aber nicht mehr so richtig laufen würde im Bett. Er hätte Lust auf eine unverbindliche Affäre. Für mich war die Sache gelaufen. Jetzt frage ich meine Tinder-Dates immer von Anfang an, ob sie eine Freundin haben."

Anja aus München
"Er schrieb mir versaute Sachen"
"Ich meldete mich bei Tinder an, weil ich lange kein Date mehr hatte. Ich war überrascht, wie direkt einige Männer in ihren Anfragen sind. Zum Beispiel Thomas, 25 und echt attraktiv. Auf seinen Fotos wirkte er total harmlos. Nachdem wir einige Messages ausgetauscht hatten, freundeten wir uns auf Facebook an. Dann fragte er mich direkt, ob ich offen wäre für 'Analsex, Spielzeug, Dreier …'. Erst war ich schockiert, dann habe ich es mit Humor genommen. Ich glaube, mit so etwas muss man bei einer solchen App eben auch rechnen."

Karina aus Köln

"Während unserer Verabredung checkte er andere Frauen ab"
"Ich hatte schon viele Dates über Tinder. Einige waren schön, andere weniger. Einmal traf ich einen Mann, der während unserer Verabredung ständig an seinem Smartphone herumfummelte. Ich war irritiert. Wie unhöflich! Als er kurz zur Toilette verschwand und ich mehr oder weniger zufällig einen Blick auf sein Handy erhaschte, sah ich, wie parallel Nachrichten über Tinder reinflatterten. Er checkte nebenher andere Frauen aus, hatte wohl Angst, etwas zu verpassen. So ein Mann wird sich niemals auf eine Frau festlegen."

Steffi aus Hamburg
"Meine Freundin und ich dateten den gleichen Typen"
"Das kann einem eben auch nur bei Tinder passieren: Meine gute Freundin Anika suchte auch via Tinder nach einem Partner, wir tauschten uns regelmäßig über unsere neuen Matches aus. Als ich ihr von einem Typen erzählte, der nett schrieb und den ich treffen wollte, stellte sich heraus, dass er ihr auch schrieb und sie auch treffen wollte. Das war's dann für mich – erst recht, weil er uns beinahe wortwörtlich dasselbe geschrieben hatte."

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