Happy end: Beziehung trotz One-Night-Stand

09.02.2012 , Autor:Anja Baumgarten
© WomensHealth.de

Für eine neue Partnerschaft spielt es keine Rolle, ob man sofort Sex hat oder nicht – eine Beziehung nach dem Liebesabenteuer ist also nicht ausgeschlossen

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One-Night-Stand: Ein One-Night-Stand steht einer anschließenden Partnerschaft nicht im Wege
Ein One-Night-Stand ist einer repräsentativen Studie nach kein Ausschlusskriterium für eine anschließende Beziehung © Shutterstock
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Trennung

Die Weisheit, dass aus einem One-Night-Stand nie eine feste Beziehung werden kann, ist offenbar ein Irrglaube. Wissenschaftler der US-amerikanischen University of Iowa haben nämlich in einer Untersuchung herausgefunden, dass es für eine neue Partnerschaft nicht von Bedeutung ist, ob man sofort Sex hat oder nicht, so Women's Health in seiner am 15.02.12 erscheinenden 3/4-Ausgabe.  "Wichtiger ist die Frage, ob die Beteiligten generell offen für eine ernsthafte Beziehung sind", erklärt der Leiter der Studie, Professor Anthony Paik.

Die Leipziger Sexualmedizinerin und Autorin des Ratgebers "Guter Sex ohne Stress", Carla Thiele, bestätigt die Erkenntnisse der amerikanischen Forscher und weist alle althergebrachten Bedenken gegen One-Night-Stands zurück: "Es ist doch toll, wenn Sie wissen, dass es sexuell perfekt passt. Dann stimmen Sie schon mal in einem wichtigen   Bestandteil der Liebe überein." Alles Weitere könne und müsse man anschließend überprüfen, so die Expertin. 

Die Ansicht, dass Partner, die häufig Streit miteinander haben, sich besser trennen sollten, gehört nach Ansicht von Fachleuten ebenfalls auf den Müllhaufen der Geschichte. "Women's Health" zitiert eine englische Studie, wonach sich Liebende pro Jahr etwa 312-mal streiten. Und dieser Beziehungs-Stress könne durchaus ein Zeichen tiefer Zuneigung sein, erklärt  die Hamburger Psychotherapeutin Julia Peirano in dem Frauen-Lifestylemagazin. "Sich nicht mehr zu streiten kann bedeuten, dass einem der andere egal ist. Und das ist oft der Anfang vom Ende", betont die Expertin. Letztendlich sollte man vor allem darauf achten, dass das Gleichgewicht an anderer Stelle stimmt: "Wichtiger als die Frage, wie oft Sie streiten, ist die Häufigkeit von positivem und negativem Verhalten dem Partner gegenüber. Es sollte im Verhältnis 4 zu 1 stehen", sagt Peirano. Das heißt: Wer 4-mal lobt, darf 1-mal meckern. Der falsche Partner ist also nicht der, der dauernd streitet, sondern der, der zu oft kein gutes Haar an dem anderen lässt.

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