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21.06.2012
, Autor:Christiane Kolb
© WomensHealth.de
Wie geht Verlieben im Online-Zeitalter? Eine Expertin verrät, was heute anders ist. Außerdem: Wir haben auf der Straße nachgefragt, was Männer Romantisches für Frauen tun
Im Netz wimmelt es nur so von Online-Flirtbörsen und Versuchungen. Die Soziologin Sabrina Herrmann von der Universität Lüneburg untersucht gerade, ob die ständige Verfügbarkeit anderer Flirtpartner unsere Einstellung zur Partnerschaft beeinflussen. Ihre spannenden Ergebnisse:
Gelten im Online-Zeitalter andere Regeln fürs Kennenlernen?
Ja, viele brechen den Kontakt in der Kennenlernphase früh ab und geben einem Entwicklungsprozess keine Chance. Das ist leicht, weil der Suchende weiß, wie viele Singles es in der Partnerbörse gibt. Ich denke, dass ein anderes Phänomen der Grund für die Ungeduld ist: In unserem individualisierten Leben sind wir es gewohnt zu bekommen, was wir möchten. Es wird schnell aufgegeben, wenn die Erwartungen nicht sofort erfüllt werden.
Werden die Partnerschaften deshalb unverbindlicher?
Nein, in meiner Studie zeigt sich: Was sich Menschen von einer Partnerschaft erhoffen, die Werte, die sie der Liebe beimessen, haben sich nicht geändert. Wenn man erst in einer Partnerschaft steckt, trennt man sich auch nicht schneller als früher.
Kann man schon vom Fremdgehen sprechen, wenn der Partner sich online nach anderen Frauen umschaut?
Das ist eine Frage der Einstellung, da hat das Internet nichts geändert. Früher konnte man ja auch anderweitig flirten, und es war in der Partnerschaft die Frage, wo die Grenze liegt. Ich persönlich würde sagen: Gucken ist erlaubt, wenn jemand aber ein Suchprofil erstellt, muss man sich schon fragen, warum er das tut.
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