Familienplanung Weniger Pille, mehr künstliche Befruchtung

13.07.2013 , Autor:Uta König
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Warum in Zukunft  die Reproduktionsmedizin die Fortpflanzung ganz übernehmen könnte

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Verhütung: Künstliche Befruchtung ermöglicht den Kinderwunsch unfruchtbarer Paare
Bei der künstlichen Befruchtung spielt Sex bei der Zeugung keine Rolle mehr © Shutterstock
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Die Pille ermöglichte vor einem halben Jahrhundert erstmals die Trennung von Sex und Fortpflanzung. In Zukunft könnte die Reproduktionsmedizin die Fortpflanzung ganz übernehmen. Die Eltern müssen dann nur noch über den passenden Zeitpunkt entscheiden.

Sterilisation plus Petrischale. Mit dieser Kurzformel bringt Carl Djerassi, der aus Wien stammende „Vater der Antibabypille“, eine revolutionär anmutende Methode der Verhütung und Familienplanung auf den Punkt. Er selbst bezeichnet sich übrigens nicht als „Vater“, sondern als „Mutter der Pille“. Und diese möchte er nicht als „Antibabypille“ verstanden wissen. „Es geht nicht um Antibaby, sondern darum, dass es nur noch Wunschkinder gibt“, erklärte der Chemiker und Schriftsteller in einem Interview der „Welt“.

Sex und Kinderkriegen haben wenig miteinander zu tun
Durchschnittlich hat jede Familie in Deutschland nur 1,5 Kinder, Geschlechtsverkehr findet aber Hunderte Male öfter statt. 100 Millionen Menschen produzieren weltweit alle 24 Stunden eine Million Befruchtungen. 50 Prozent dieser Befruchtungen sind nicht geplant. Die Folge: Weltweit werden alle 24 Stunden 15.0000 Kinder abgetrieben. Die meisten illegal – und die meisten in den katholischen Ländern Lateinamerikas. „Zweifellos ist Sex zwischen einem liebenden Paar das Schönste, aber das hat nichts mit Reproduktion zu tun“, kommentiert Djerassi sein realistisches Zahlenspiel.

Künftig nur noch Wunschkinder
Statt durch Verhütung Schwangerschaften zu verhindern, plädiert Djerassi dafür, künftig mit Hilfe der Reproduktionsmedizin Kinder zu planen. Seine Zukunftsvision: Frauen und Männer legen sich mit Anfang 20 ein Ei- und Samenzellkonto an, in dem die Keimzellen tiefgefroren und abrufbereit lagern. Danach lassen sie sich sterilisieren. Wenn sie mit Ende 30 oder Mitte 40 die Karrierleiter hochgestiegen sind, kann die Frau ihre jugendlich-gebliebenen Eier mit dem ebenso junggebliebenen Sperma ihres Partners befruchten lassen. Die 9 Monate der Schwangerschaft verlaufen anschließend ganz natürlich. Eine intelligente Alternative zur bisherigen Familienplanung, meint Djerassi, die es Frauen endlich ermögliche, die Hälfte des Himmels zu erobern.

Zur Zeit ist die Sterilisation der Frau allerdings noch invasiv und um einiges komplizierter als beim Mann. Deshalb sollte man sein Augenmerk im Moment eher noch auf die Sterilisation des Mannes richten: ein ambulanter nicht-invasiver Eingriff – mit einem Schlag vertreibt er eine Menge Sorgen und bringt so gut wie keine Nebenwirkungen mit sich. Und trotzdem steht einem schon jetzt nach diesem Schritt bei späterem Kinderwunsch die Möglichkeit offen, mit Hilfe der künstlichen Befruchtung ein Kind in die Welt zu setzen. Natürlich ein Wunschkind!

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