Sex-Fragen: Die häufigsten (und verdorbensten) Sex-Fragen an Google

Wir haben herausgefunden, welche die häufigsten Sex-Fragen an Google sind. Die Antworten liefern wir natürlich gleich mit ...

Die häufigsten Sex-Fragen Welche Sex-Fragen geben Menschen bei Google ein?

Wie heißt noch gleich der Schauspieler aus dieser Netflix-Serie? Wie viel Ingwer gehört in diesen Smoothie? Bei solchen Fragen denken wir oft gar nicht lange nach, sondern schmeißen gleich den Rechner an oder zücken das Smartphone und googeln drauflos. Die Antwort ist ja dann in Sekundenschnelle da. Kein Wunder, dass Google vor Kurzem verkündete, weltweit auf um die 2 Billionen Anfragen pro Jahr zu kommen (das sind 2000 Millarden, lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen ...).

Auch bei der Suche nach Dirty-Talk-Tipps oder dem besten Gleitmittel für Analpraktiken – kurzum: für Sex-Fragen – wird das Internet gern ins Vertrauen gezogen. Denn bevor man zum Telefon greift, um die beste Freundin damit zu behelligen, wird die Sex-Frage schnell in die Tasten gehauen. "Die vermeintliche Anonymität regt dazu an", sagt Coach Aniko Willems (link-to-connect.com), die sich in ihren Seminaren mit der Rolle von Internet- und Online-Communitys im Alltag beschäftigt. "Beim Googeln fällt die Hemmschwelle eines Face-to-Face-Gesprächs weg, und man bekommt Zugriff auf unzählige Informationen, was es so reizvoll macht. Allerdings ist natürlich auch viel Quatsch dabei", so Willems. Eben so, als würde man eine große Menge guter und schlechter Ratschläge von seinen nicht digitalen Freundinnen bekommen.

Neugierig geworden? Gut, denn Google hat uns exklusiv die Top 30 der Suchanfragen zu Sexthemen verraten. Da Sie aber sicherlich auf sämtliche Infos zum Thema "Das erste Mal" (Platz 5) verzichten können und auch die Antwort auf die Frage "Wie macht man Sex?" (Platz 8) längst kennen, haben wir für die Women's-Health-Leserinnen die Sex-Fragen ausgesucht, die spannend sind. Antowrten vom Profi gibt's selbstverständlich gleich dazu.

Platz 1 der häufigsten Sex-Fragen Wie oft habt ihr Sex?

Klar können Sie diese Sex-Frage in großer Runde stellen. Eine ehrliche Antwort werden Sie aber höchstwahrscheinlich nicht bekommen, denn wer gibt schon gern zu, dass im Bett vielleicht nicht mehr so viel läuft wie gewünscht? Eine aktuelle Durex-Studie zum Sexleben der ­Deutschen verrät zum Beispiel, dass unsere Wunschvorstellung ­(dabei werden Männer- und Frauenwünsche im Durchschnitt genommen) bei 5-mal Sex pro Woche liegt. Schaffen Sie nicht? Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein. Denn in der Regel haben die meisten laut Statistik nur 2-mal wöchentlich Spaß in der Kiste. "Je fester eine Partnerschaft wird, desto mehr verliert Sexualität als ursprüngliches Bindemittel an Bedeutung", sagt Di­plom-Psychologin Nele Sehrt (nelesehrt.de). "Deshalb ist es normal, dass die Häufigkeit im Laufe der Beziehung abnimmt. Es kann aber ein schöner Weg sein, von Quantität auf Qualität zu wechseln." Die Quantität trotzdem zu erhöhen kann klappen, wenn Sie akzeptieren, dass es den einen passenden Moment dafür einfach nicht gibt. Irgendwas ist schließlich immer: Stress, unrasierte Beine, ein Schreibtisch voller Arbeit, Müdigkeit … Der Trick: Machen Sie es trotzdem! Das gilt ­übrigens auch für Singles. Verschieben Sie Dates nicht, nur weil es auf dem Sofa so gemütlich ist. In Ihre Wohnung wird sich Ihr Traummann schließlich nicht einfach so verirren.

Platz 3 der häufigsten Sex-Fragen Mein Freund will keinen Sex. Was tun?

Das Wichtigste vorweg: Eine vorübergehende Sexflaute bedeutet nicht automatisch, dass man den anderen nicht mehr attraktiv findet. Viel häufiger stecken Job­stress oder andere Alltagssorgen dahinter. Erst wenn so eine Phase über Monate anhält, sollten Sie das Problem angehen. "Die Frage ist: Möchte mein Partner grundsätzlich keinen Sex mehr oder nur nicht den Sex, den ich ihm anbiete?", sagt die Paarberaterin. "Hier ist Verführung gefragt. Denn es ist nur dann reizvoll, ein Geschenk voller Lust auszupacken, wenn man darin etwas vermutet, das einem auch gefällt." Kommt er trotz aller ­Bemühungen nicht in Schwung, sagen Sie ihm offen, wie sehr Sie Sex und Nähe vermissen. Aber bitte ohne Vorwürfe. "Denn entweder kann er nicht, oder er will nicht. In beiden Fällen sollte man behutsam damit umgehen, aber auch die eigenen Bedürfnisse klar kommunizieren." Schlagen Sie zum Beispiel einen Deal vor: "Verabreden Sie sich miteinander", rät die Expertin. After-Work-Spaß am Donnerstag! Treffpunkt: Bett. Selbst wenn Sie die Zeit erst mal nur nutzen, um sich (nackt!) zu unterhalten, ist der Anfang schon mal gemacht.

Platz 10 der häufigsten Sex-Fragen Wie lange dauert guter Sex?

Puh, diese Sex-Frage ist 'ne harte Nuss. Weil ja eigentlich feststeht, dass sowohl eine Performance mit heißem Endlos-Vorspiel der absolute Knaller sein kann, aber auch der Quickie zwischendurch definitiv seinen Reiz hat. Laut der bereits erwähnten Durex-Studie existiert aber zumindest eine Wunsch-Sexdauer: 30 Minuten. Der Faktencheck belegt hingegen, dass kaum ein Paar ein derartiges Durchhaltevermögen an den Tag legt. Im Schnitt dauert der Sex bei uns 23 Minuten und 53 Sekunden. Aber – und da sind wir uns ja hoffentlich alle einig – den besten Sex hat man doch, wenn man dabei nicht permanent auf die Uhr schaut.

Platz 11 der häufigsten Sex-Fragen Kann es sein, dass ich zu eng bin?

Ob tatsächlich ein rein anatomisches Problem dahintersteckt, wenn beim Einführen Pro­bleme und Schmerzen auftreten, kann nur ein Arzt feststellen. Es ist aber viel wahrscheinlicher, dass es schlicht und einfach an Feuchtigkeit mangelt. Ein ausgeprägtes Vorspiel kann da oft schon Abhilfe schaffen. Gleitgel ebenfalls. Davon gibt es 3 verschiedene Arten: auf Wasser-, Silikon- und Ölbasis. Und Achtung: Letzteres ist nicht kompatibel mit Kondomen! Die Schmerzen können übrigens auch auftreten, wenn der Beckenboden (und Sie!) nicht entspannt ­genug sind. Das passiert beim Lustlos-Sex. Kuscheln und knutschen, bis das Feuer zurückkommt, ist dann die beste Maßnahme.

Platz 15 der häufigsten Sex-Fragen Ist Sex mit dem besten Freund okay?

Klar ist das okay. Solange Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie damit aufs Spiel setzen könnten. "Um nichts zu riskieren, ist es sinnvoll, Grenzen vorab abzusprechen. Wie geht man zum Beispiel damit um, wenn einer von beiden einen neuen Partner hat? Will einer mehr als der andere, kann es zu Konflikten kommen", warnt Sehrt. Geht es nach US-Psychologin Dr. April Bleske-Rechek von der University Wisconsin-Eau Claire, existiert eine echte Freundschaft ­zwischen Mann und Frau aber sowieso nicht. In einer Studie untersuchte sie die Beziehung von 400 platonischen Pärchen im Alter von 18 bis 52 Jahren und fand heraus, dass fast immer mehr dahintersteckte. Vor allem die Männer gaben größtenteils an, schon häufiger sexuelle Gedanken in Bezug auf die Kumpel-Freundin gehabt zu haben. Am Ende müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie das Risiko eingehen wollen, dass sich die freundschaftliche Beziehung zwischen Ihnen ändert. Denn das wird sie auf jeden Fall – ob zum Positiven oder Negativen.

Platz 17 der häufigsten Sex-Fragen Er will keine Beziehung. Wie ändere ich das?

Möchte man das? Einen Mann überreden müssen, mit einem zusammen zu sein? Die Psychologin rät ab: "Hilfreich ist es, sich auf sich zu konzentrieren: darauf, wer man ist und was man will. Fragen Sie sich: 'Passt der andere wirklich zu mir? Und möchte ich eine Beziehung, in der der andere weniger an mir interessiert ist?' Das führt nur selten ins Glück." Das überzeugt Sie nicht? Okay. Dann versuchen Sie die Beweggründe des Mannes besser zu verstehen. Schließlich gibt es ja die unterschiedlichsten Motive, warum eine feste Bindung ausgeschlossen scheint. Bei einer Studie des Statistikportals Statista zu den Gründen für ein Singledasein gaben 27,7 Prozent der Männer zum Beispiel an, ihre Unabhängigkeit einfach nicht aufgeben zu wollen. Vielleicht liegt genau da der Schlüssel. Persönliche Unabhängigkeit und der Beziehungsstatus "vergeben" müssen sich ja nicht automatisch ausschließen. Erwecken Sie allerdings den Eindruck, von nun an nur noch im Doppel existieren zu wollen, kann das schnell erdrückend wirken. Sind Sie dagegen eigenständig, nimmt das den Druck raus. Feiern gehen, Hobbys ausleben, Zeit mit den Freunden verbringen — alles Dinge, die in einer Beziehung nicht plötzlich aufhören dürfen. Ist das seine Sorge? Dann nehmen Sie sie ihm. Ist da­gegen aber seine größte Angst, nicht weiterhin mit anderen Frauen schlafen zu dürfen, dann werden ihn auch Ihre größten Bemühungen nicht davon abbringen.

Platz 19 der häufigsten Sex-Fragen Er ist schlecht im Bett. Wie sage ich ihm das?

Zugegeben, eine recht heikle Sex-Frage ... Ist ein Mann zu grob, dann sagen Sie's ihm unbedingt direkt ins Gesicht. Bringt er Sie allerdings nur nicht oft genug zum Jubeln, sollten Sie sanfter mit ihm umgehen. Außerdem ist längst nicht gesagt, dass er die Sache mit dem Sex überhaupt nicht beherrscht. Es könnte nämlich durchaus möglich sein, dass er lediglich an Ihren Vorlieben vorbei agiert. Vielleicht, weil er sie gar nicht richtig kennt? Oder einfach nicht weiß, was Sie anmacht? "Nur weil es für Sie nicht richtig ist, heißt dies nicht, dass es allgemein schlecht ist. Die Ex war vielleicht begeistert. Miteinander zu sprechen kann da Wunder wirken", rät Sehrt. Sagen Sie ihm, in welcher Stellung Sie die besten Höhepunkte haben und wo Sie gern berührt werden wollen. Oder führen Sie ihn ein wenig. Und keine Sorge, diese Nachhilfestunde wird Ihnen kein Mann übel nehmen. Im Gegenteil.

Platz 22 der häufigsten Sex-Fragen Wie befriedige ich meinen Freund?

Ob er ein Blowjob-Fan ist (sehr wahrscheinlich) oder auf abenteuerliche Stellungsexperimente abfährt (ebenfalls sehr wahrscheinlich), müssen Sie bei jedem Mann natürlich ganz individuell rausfinden. Wie? Am besten, indem Sie ihn fragen. "Jeder Mensch mag einen anderen Druck oder ein anderes Tempo — hier ist einfach immer Kommunikation gefragt", sagt die Psychologin. Trotzdem gibt es gewisse Allround-Anturner, die fast immer funktionieren, zum Beispiel die Tatsache, dass Sie richtig Lust auf ihn haben — und ihm das auch deutlich zeigen. Und natürlich wenn Sie die Initiative ergreifen. Nichts befriedigt mehr, als voller Leidenschaft ins Bett gezerrt und verführt zu werden. Noch ein guter Tipp: Sagen Sie ihm, was genau Sie an ihm hot finden. Heißt konkret: Nennen Sie Körperteile wirklich beim Namen. Denn auch wenn Sie glauben, dass Ihr Stöhnen ausreichend demonstriert, wie sehr er Sie anmacht, bedeutet es für ihn pure Befriedigung, verbales Feedback zu bekommen.

10.01.2017| Linn Thalberg © womenshealth.de
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