Schonend Duschen 8 Dusch-Regeln nach dem Workout

Duschen nach dem Sport entspannt
Nach dem Sport ist Duschen ein Genuss. Dennoch: Stellen Sie sich nur kurz unter die Brause – Ihrer Haut zuliebe © LStockStudio / Shutterstock.com

Sportlerinnen, die unsere 8 Dusch-Regeln beachten, dürfen sich nicht nur über reine, sondern auch geschmeidige Haut freuen

Weniger ist mehr! Zumindest beim Duschen nach dem Sport. Das heißt im Klartext: Runter mit der Temperatur und schnell wieder raus aus der Dusche. Gerade wer häufig Sport treibt, schont die Schutzbarriere der Haut, wenn er kürzer tritt. Reine Haut bekommen wir nämlich auch ohne Dusch- und Schaumorgien – und zwar mit diesen 8 Dusch-Regeln:

1. Lieber warm oder kalt duschen?

Dabei gilt: Je trockener die Haut, desto kühler das Wasser und kürzer die Duschzeit. Warum? Das Wasser wäscht die natürlichen Barriere-Lipide, Ceramide, Cho­lesterol und freie Fettsäuren aus der Haut und trocknet sie so aus – für heißes Wasser gilt das noch mehr als für lauwarmes und kühles.

2. Reicht es nur mit Wasser zu duschen?

Das empfehlen die Hautärztinnen Dr. Michaela Axt-Gadermann aus Hamburg und Dr. Yael Adler aus Berlin. Viele Menschen haben ihrer Erfahrung nach einen richtigen Hygiene-Tick. "Nur die geruchsintensiven Regionen benötigen ein mildes Duschgel, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Seife setzt sich in Körperfalten fest und kann dort Juckreiz verursachen", sagt Dr. Yael Adler.

3. Woran erkenne ich ein mildes Duschgel?

Ja, die Duschregale locken mit tollen Düfte und Versprechen. Jetzt gilt es standhaft zu bleiben und zu milden, wenig schäumenden Waschsubstanzen zu greifen. Wichtig: ohne Parfum, Farb- und Konservierungsstoffe (Parabene) sollten sie sein. Weil Seife und Duschgel der Haut Fett entziehen, sind rückfettende Produkte am besten. Herkömmliche Seifen und Duschgele greifen durch den alkalischen PH-Wert den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. "Es dauert rund zwei Stunden, bis sich das Hautklima neutralisiert hat. In dieser Zeit ist die Haut anfälliger für Infektionen mit Bakterien, Pilzen und Viren", erklärt Dr. Yael Adler. Deshalb auf einen PH-Wert von 5,5 achten – der entspricht dem Wert der Haut.

4. Gibt es eine Alternative zu Duschgel?

Synthetische Detergentien sind eine gute Alternative zu milden Duschgelen oder Seifen. Die "Syndets" enthalten künstlich erzeugte waschaktive Substanzen und sollten mit Lipiden angereichert sein, damit sie die Haut nicht so stark entfetten. Erstaunlich: Unter rein natürlichen Gesichtspunkten reicht dem Körper eine ausführliche Ganzkörperreiningung 1 bis 2 mal pro Woche. Dies entspricht allerdings nicht den heutigen Hygienevorstellungen. Achtung: Wer Duschöle verwendet, sollte hinterher die Haut nur vorsichtig mit dem Handtuch abtupfen und nicht rubbeln, um den Ölfilm als Schutzschicht zu belassen. Das Wegrubbeln des Ölfilms führt zu einem massivem Auswascheffekt der hauteigenen Schutzlipide, daher – unbedingt vermeiden.

5. Was bringt kaltes Abduchen?

Beim Sport weiten sich nicht nur die Poren, sondern auch die Venen. Duschen mit kaltem Wasser sorgt dafür, dass sie sich wieder zusammenziehen. Das ist Training für die Gefäßmuskulatur und schützt vor Besenreisern und Krampfadern und strafft das Bindegewebe.

6. Sollte ich mich beim Duschen peelen?

Wer will, kann die Haut mit einem Peeling von abgestorbenen Hautschüppchen befreien. Glätten und pflegen können Sie zum Beispiel mit einer Mischung aus Salz, Mandelöl und Honig. Den Mix 1-2mal pro Woche anwenden.

7. Wie reinige ich mein Gesicht nach dem Sport?

Die Poren öffnen sich während des Sports, Make-up dringt dabei noch leichter ein und verstopft sie. "Wer geschminkt beim Sport war, sollte das Gesicht so lange es noch erhitzt ist und die Poren offen sind mit einem porentief reinigenden Abschminktuch oder Waschgel reinigen", empfiehlt die amerikanische Hautärztin Leslie Baumann.

8. Sollte ich sofort nach dem Workout duschen oder lieber warten?

Lassen Sie den Körper nach dem Workout einen Moment abkühlen und erholen. Das belastet den Kreislauf weniger und reduziert das Nachschwitzen. Übrigens: Noch mehr als das normale Duschen belastet Chlorwasser die Haut. Nach dem Schwimmen deshalb unbedingt das Chlorwasser abwaschen.

Zusammengefasst gilt also: Duschen Sie lieber etwas kälter und kürzer, aber bloß nicht zu warm und lange. Verwenden Sie zum Reinigen am besten Syndets oder ein mildes Duschgel – und das nur an den Körperstellen, wo es auch wirklich nötig ist. Denn zu häufiges, heißes Duschen mit falschen Zusätzen trocknet Ihre Haut unnötig aus.

21.05.2018| Susanne Rietfort © womenshealth.de
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