Cuffing Season Achten Sie beim Winterflirt auf diese 5 Punkte!

Kuscheln im Winter ist toll - aber lassen Sie dafür nicht alle Prinzipien außer Acht! © Syda Productions / Shutterstock.com

Winterzeit ist Kuschelzeit. Niemand zum Kuscheln da? Bevor Sie sich fix wen suchen, den Sie im Frühling nicht mehr wollen, lesen Sie diese Warnhinweise

Wissen Sie eigentlich, in welcher Jahreszeit wir leben? Mal rein partnerschaftlich betrachtet? Nein, nix mit Weihnachten. Es ist "Cuffing Season"! Nie gehört? Auf deutsch bedeutet dieser aus dem US-Amerikanischen stammende Begriff etwa: "Zeit für feste Bindung" (engl. to cuff somebody = Handschellen anlegen). Heißt: Wenn es draußen immer dunkler und kälter wird, steigt bei Singles die Sehnsucht nach einem festen Partner. Es soll Schluss sein mit wechselnden One-Night-Stands, Stabilität muss her!

Es gibt sogar Studien, die dieses Phänomen bestätigen. Eine im Journal of Consumer Research publizierte Studie legt nahe, dass physische Kälte (also z. B. winterliche Temperaturen), eine Sehnsucht auch nach psychologischer Wärme hervorruft, was im Winter den Konsum von romantischen Filmen oder Büchern ansteigen lässt. Düstere Winterzeit + Temperaturen unter 5 Grad = erhöhter Bedarf an Pärchenmodus, Couch-Kuscheln und Serien-Sessions. Und etwas Warmes im Bett kann ja auch nicht schaden.

Blöd nur, dass sich die schicken Boys of Summer längst verabschiedet haben und kaum Nachschub in Sicht ist außer ein paar Schnaps-Pudelmützen am Glühweinstand. Vielleicht lässt sich mit diesem unseligen Mix aus wachsender Verzweiflung und mangelndem Angebot erklären, warum sich gerade im Winter viele auf Beziehungen einlassen, die sie bei Sonnenlicht betrachtet nicht mal als One-Night-Stand für möglich gehalten hätten. Oder als Fahrstuhl-Plausch. Kurz: Wir haben Sorge, dass so jemand auf Ihrer Couch landet:

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Es spricht natürlich grundsätzlich nichts dagegen, sich für den Winter mit einem wärmenden Herz-Buben einzudecken. Diese 5 Punkte sollten Sie allerdings beim Winterflirt beachten:

1. Lassen Sie sich nicht nur vom (Kuschel-)Trieb steuern!

Kuscheln und sich bei Kälte wärmen lassen sind ehrenwerte Motive. Aber rechtfertigen sie wirklich, eine intime Beziehung mit einem Menschen einzugehen, den Sie zwar gelegentlich auf Ihrem Sofa, aber eigentlich nicht in Ihrem Leben haben wollen? Wenn Sie ehrlich sind, ist doch die Sehnsucht nach Kuscheln und Körperwärme mindestens so oberflächlich wie die nach Sex, vielleicht sogar noch oberflächlicher. Überlegen Sie mal: Beim Sex sehen Sie nicht einmal fern (hoffentlich).

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Also prüfen Sie genau, ob Sie da Beziehungsmaterial vor der Nase haben oder nur einen Wärmflaschenersatz mit Puls, Penis und Schulabschluss. Kann das mit Ihnen beiden auch nur ansatzweise theoretisch funktionieren, wenn es nachts nicht mehr friert?

Wenn nicht, kaufen Sie sich lieber einen Riesenteddy und eine wärmere Decke. Denn wenn der Bär lebendig ist und trotzdem nicht mehr zur Konversation beiträgt als sein Plüsch-Pendant, wenn er außer Fernseher einschalten und Couch wärmen nichts liefert, wollen Sie ihn bei aller Kuscheligkeit nicht im Haus haben! Der liegt sich nur auf Ihrem Sofa fest.

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2. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert!

Natürlich besteht auch bei winterlicher Witterung die Chance, dass Sie einen echt heißen Volltreffer landen. Der ganze Film „Tatsächlich… Liebe“ ist voll von genau solchen Geschichten. Aber das klappt nur, wenn Sie trotz Kuschelsehnsucht und kalter Füße nicht die sonst geltenden Prinzipien bei der Partnerwahl unter den Tisch fallen lassen. Wenn wir Ihnen diese Prinzipien kurz in Erinnerung rufen dürfen:

  • Nicht gleich einen auf Beziehung machen, nur weil Sie mit jemandem besoffen rumgeknutscht haben – das gilt auch und gerade beim Versacken am Glühweinstand oder in der Kneipe! Wachen Sie neben so jemandem auf, schicken Sie ihn ohne Frühstück nach Hause!

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  • Nicht sofort einen auf Familie machen, nur weil er zufällig die gleichen Serien mag wie Sie. Bedenken Sie: So gut wie ALLE mögen „Game of Thrones“, fast JEDER guckt gern „Friends“ und SOGAR viele Männer mögen "Downton Abbey"! Das sind keine Gründe zum Heiraten.
  • Nicht direkt einen auf WG machen, nur weil er zufällig immer zur selben Zeit allein auf seiner Couch rumlümmelt wie Sie auf Ihrer.
  • Es muss mehr zusammen möglich sein als Sex, gemeinsames Essen und Fernsehen, also zum Beispiel öfter mal ein brauchbares Gespräch. Wenn Sie sich nicht vorstellen können, den Mann mit zu Ihren Eltern oder zu einem Treffen mit Ihren Freundinnen zu nehmen (oder es doch tun, diese Sie aber bitten, das in Zukunft bleiben zu lassen), sollten Sie DRINGEND darüber nachdenken, es doch mit der Decke und dem Teddy zu probieren.

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3. Nehmen Sie gnadenlos Rücksicht auf seine Gefühle!

Wie bitte? Ja, genau. Das klingt jetzt widersinnig. Erst heißt es, Sie sollen einen unpassenden Kandidaten bei Missfallen eiskalt abservieren und nun ausgerechnet auf ihn Rücksicht nehmen? Ja. Das ist kein Widerspruch. Es ist ehrlicher und fairer, ihn nach einem glühweinbedüdelten Ausrutscher vor die Tür zu setzen, als ihm einen Winter lang eine Beziehung vorzuspielen – und ihm dann im Frühling zu sagen, er wäre eh nie Ihr Typ gewesen.

Letzteres ist nicht nur herzlos, sondern auch nicht gerade glaubwürdig. Umso weniger wird er es verstehen, umso schwerer wird er es womöglich nehmen. Und ganz ehrlich: Sie wollen nicht wochenlang einen heulenden Winterbären auf Ihrer Mailbox jammern hören oder vor der Tür sitzen haben. Also reden Sie so früh wie möglich Klartext, damit er gar nicht erst auf die Idee kommt, das wäre die große Liebe.

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4. Denken Sie die Sache auch vom Ende her!

Überhaupt: Schlussmachen. Wer braucht das schon? Das ist nicht nur traurig, sondern kann auch ganz schön lästig sein. Wenn Ihnen die betroffene Person nie wirklich etwas bedeutet hat, haben Sie definitiv keine Lust darauf.

Bedenken Sie nur die Möglichkeit, dass es am Ende nicht mit einer WhatsApp getan ist. Dass er sich nicht nach einem persönlichen Gespräch abwimmeln lässt. All das Generve und Diskutiere, das womöglich im Frühjahr ansteht, wenn die Boys of Spring durch die Parks, Cafés und Clubs hüpfen! Wollen Sie sich das wirklich, für einen Satz warme Füße im Winter, antun?

5. Seien Sie doch einfach mal ehrlich!

Das Problem bei dieser ganzen Cuffing-Nummer ist letztlich der Mangel an Ehrlichkeit. Natürlich geht es Ihnen grundsätzlich um eine Beziehung. Aber eigentlich und für den Moment wollen Sie doch vor allem nicht frieren, nicht allein fernsehen und nicht allein im Bett liegen, wenn draußen der Schneesturm tobt. Sie wollen jemanden, an den Sie sich kuscheln können – und vielleicht etwas mehr.

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Darum die Frage: Warum sagen Sie ihm das nicht einfach? Genau so? Dann kann er selbst entscheiden, ob er sich auf so eine etwas anders gelagerte „friends with benefits“-Nummer einlässt. Vielleicht geht es ihm ja ganz genau so, und er will auch nur den Winter nicht allein verbringen.

Okay, das piekst natürlich ein bisschen, wenn er offen zugibt, dass Sie genau so wenig seine Traumfrau sind wie er Ihr Traummann. Aber wenn Sie sich gemeinsam auf dem Sofa einrollen und bei Netflix auf „Play“ drücken, verschwindet das Pieksen ganz schnell und weicht einem wohlig-warmen, weichen Wintergefühl.

Ein Winterflirt kann die perfekte Lösung sein, die düsterkalte Jahreszeit in einer warmen Zweckgemeinschaft zu überstehen. Je ehrlicher Sie dabei zu sich selbst und dem Mann Ihrer Winterträume sind, desto besser. Spielen Sie mit offenen Karten und genießen Sie die Wärme!

07.12.2018| © womenshealth.de
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