athleticflow Dieses Workout vereint das Beste aus HIIT und Yoga

Yoga oder HIIT? Ab jetzt müssen Sie nicht nicht mehr für eines entscheiden. © Johannes Diboky / Südwest Verlag

Der Fitness-Trend athleticflow vereint das beste aus zwei Welten: Yoga trifft auf hochintensives Krafttraining, und beides verschmilzt zum dynamischen Flow

Schon Aristoteles wusste: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile", das gilt auch fürs Training. Wer verschiedene Sportarten und Trainingskonzepte miteinander kombiniert, hat nicht nur die sportlichen und gesundheitlichen Vorteile der einzelnen Disziplinen, sondern profitiert zusätzlich aus der einzigartigen Kombination. Wir haben die neue Kombination aus HIIT und Yoga für Sie getestet, ihr Name: athleticflow.

Was ist athleticflow?

Der Fusion-Fitness-Trend aus High-Intensity-Interval-Training und Yoga-Haltungen ist das erste Trainingskonzept, das alte indische Weisheiten mit wissenschaftlichen Ansätzen der Moderne vereint. Dabei werden die besten Elemente beider Trainingsarten zu einem stimmigen, ganzheitlichen System vereint. Die Erfinder des Trainingskonzepts sind Nora und Simon Kisten aus Zürich. Das sportliche Paar kam durch einen kleinen Streit, wer von Ihnen fitter ist, auf die Idee, einander gegenseitig mit einem ungewohnten Trainingsreiz herauszufordern.

Als Kursformat gibt es athleticflow schon seit 2016 in verschiedenen Fitness- und Yogastudios. Dabei leiten die Instruktoren zu passender Musik abwechselnd HIIT-Übungen und Yoga-Sequenzen an. Der Kurs dauert in der Regel 60 Minuten und besteht aus einem Warm-up, zwei Bein-, Oberkörper-, Ganzkörper- und Core-Training und endet mit einer Endentspannung, dem im Yoga unverzichtbaren Savasana.

Warum lohnt sich die Fusion aus HIIT und Yoga?

Mal ehrlich: HIIT und Yoga könnten kaum unterschiedlicher sein. Was brachte das Paar aus Zürich dennoch auf die Idee, die beiden Sportarten miteinander zu verbinden? "Nora und ich waren beide hauptsächlich in unserer Welt stark. Durch den jeweiligen Partner haben wir gemerkt, dass es noch mehr gibt und dass es uns guttun würde, die eigene Komfortzone zu verlassen, um als Sportler und als Mensch weiter zu wachsen", erklärt Simon Kirsten.

Denn wer nur intensive Workouts macht, wird zwar stärker, erhöht aber auch die körperliche Anspannung. Wenn Sie ausschließlich Yoga machen, werden Sie zwar beweglicher, aber nicht unbedingt stärker und ausdauernder. Die einfachste Lösung: eine Kombination aus beidem für mehr Vielseitigkeit im Training.

Die HIIT-Elemente fordern maximale Anstrengung und verbrennen mit kurzen Erholungsphasen viele Kalorien. Im Gegensatz dazu sorgt das sanfte Yoga für Ausgeglichenheit und Entspannung. Nicht zu unterschätzen: Der Wechsel zwischen den sehr unterschiedlichen Anforderungen der Sportarten verlangt Ihre volle Konzentration.

Das athleticflow-Workout zum Ausprobieren

Dieses Workout hat es in sich! Als kleine Kostprobe haben Nora und Simon hier beispiehaft ein athleticflow-Workout für Sie zusammengestellt. Mehr Inspiration für die Kombination finden Sie auch in ihrem neuen Buch "athleticflow – high intensity training meets yoga" (südwest, 20 Euro) und natürlich in den athleticflow-Kursen in Ihrem Fitnessstudio. Probieren Sie es einfach mal aus, hier ist Ihre Anleitung:

3 Runden von je 30 Sekunden. Dazwischen 90 Sekunden Pause.

Übung 1: Mountain Climber

Stabiler Start: Mountain Climber. © Johannes Diboky / Südwest Verlag

Gehen Sie in eine Liegestützposition. Dazu platzieren Sie die Hände unterhalb der Schultern, die Zehen sind hüftbreit aufgestellt. Arme und Beine gestreckt, der Kopf in gerader Verlängerung der Wirbelsäule. Nun ziehen Sie die Knie abwechselnd unter den Brustkorb und erhöhen dabei langsam die Geschwindigkeit.

Übung 2: High Lunge Flow

Großer Schritt voran: High Lunge Flow. © Johannes Diboky / Südwest Verlag

Kommen Sie in einen weiten Ausfallschritt. Das hintere Bein ist gestreckt, das vordere 90 Grad gebeugt, sodass sich das Knie senkrecht über dem Fußgelenk befindet. Einatmend richten Sie den Oberkörper auf und strecken die Arme nach oben, die Handflächen zueinander.

Nun ausatmend nach vorn lehnen, bis der Oberkörper auf dem vorderen Oberschenkel liegt. Dabei kreisen die Arme nach vorne und hinten. Mit der Einatmung wieder aufrichten und den Flow 4-mal wiederholen, bevor Sie für 5 Atemzüge in der Endposition die Hände hinter dem Rücken falten.

Übung 3: Surfer Burpees

Surfen ohne Brett: Surfer Burpees. © Johannes Diboky / Südwest Verlag

Kommen Sie in der Mitte Ihrer Matte in einen hüftbreiten Stand und beugen die Knie. Dabei halten Sie die Arme ausgestreckt nach vorn, und setzen dann die Hände unterhalb der Schultern auf der Matte ab.

Treten Sie mit beiden Füßen zurück in eine Liegestützposition, kommen dann wieder nach vorn in die Kniebeuge und machen von dort eine Vierteldrehung nach links. Dabei machen Sie mit dem linken Bein einen tiefen Ausfallschritt nach hinten und kommen so in die Surferposition. Zurück in die Kniebeuge und Seite wechseln.

Übung 4: High Lunge Krieger 3

Die Waage halten: High Lunge Krieger 3. © Johannes Diboky / Südwest Verlag

Starten Sie im hohen Ausfallschritt: Das vordere Bein ist 90 Grad gebeugt, das hintere gestreckt. Die Hüfte ist gerade nach vorn ausgerichtet. Strecken Sie beide Arme nach oben, die Handflächen zeigen zueinander, Schulterblätter ziehen leicht nach unten.

Ausatmend verlagern Sie das Gewicht auf den vorderen Fuß und heben das hintere Bein waagerecht ausgestreckt nach hinten an. Die Arme zeigen entlang es Kopfes nach vorn. Einatmend kommen Sie zurück in den High Lunge. Nach 4 Flows bleiben Sie für tiefe Atemzüge im Krieger 3, bevor Sie den Ablauf mit dem anderen Bein wiederholen.

Raus aus der Komfortzone! Ein neuer, anderer Trainingsreiz aus einer anderen Sportart ist immer geeignet, Ihr eigenes Konzept von Fitness auf die Probe zu stellen und Ihr sportliches Spektrum zu erweitern. Dafür eignen sich Fusion-Fitness-Konzepte wie athleticflow besonders.

05.06.2019| © womenshealth.de
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