Kopfkino Daran denken Männer beim Sex

Was Männer beim Sex denken
Achtung: Nicht alles davon ist nett ... © Jacob Lund / Shutterstock.com

Sicher haben Sie sich auch schon mal gefragt, was ihm so durch seinen hübschen Kopf geht, wenn es im Bett zu Sache geht. Hier kommt die Antwort

Wir Frauen können den Kopf beim Sex oft nicht abschalten: Sehen meine Schenkel in dieser Position unvorteilhaft aus? Denkt er, dass ich wie ein Pornostar stöhne? Oder sollte ich jetzt mal ein bisschen mehr Gas geben? Kennen wir ja alle, diese (oder ähnliche) Gedanken.

Jetzt kommt die gute Nachricht: Auch einem Mann geht so einiges durch den Kopf, während er mit Ihnen schläft. Und, Überraschung: Manches davon kreist tatsächlich um sein Können ... spannend!

Wir haben Bekannte, Leser von MensHealth.de und die Kollegen vom Männermagazin gefragt, was sie so denken, wenn es zur Sache geht. Und damit die Beichten auch wirklich ehrlich und schonungslos sind, haben wir Anonymität garantiert. Macht aber nichts: Aufschlussreich sind die Geständnisse auch so!

15 Dinge, die ihm beim Sex durch den Kopf gehen

Was Männer beim Sex denken
Auch Männern geht beim Sex so einiges durch den Kopf. Und, Überraschung: Manches davon kreist tatsächlich um sein Können ... spannend! © Jacob Lund / Shutterstock.com

1. "Lass die Sau raus, Süße! Im Porno stöhnen sie doch auch immer, als gäb’s kein Morgen.“

Tja, weil Pornos eben oft wenig mit der Realität zutun haben. In Pornos sind Frauen oft so laut, als gäbe es einen heimlichen Pornostar-Stöhn-Award zu gewinnen. Es erweckt beim Zuschauer den Eindruck, als wären Frauen durch jede kleinste Berührung in Ekstase zu bringen. US-Forscher der Emory University konnten nachweisen, dass 75 Prozent aller Frauen Stöhnen simulieren. Und zwar vor allem aus einem Grund: weil sie annehmen, dass der Partner auf Stöhnen steht.

2. "Gefällt ihr, wie ich sie da unten reibe?

Viele Männer tappen beim Körperkontakt im Dunkeln. Hier sollten Sie nachsichtig sein! Es funktioniert bei uns ja auch alles anders als bei den Kerlen. Es in Worte zu fassen fällt Ihnen schwer? Dann inszenieren Sie eine Peepshow nach dem Motto: Nur gucken, nicht berühren! Dabei führen Sie ihm vor, wie Sie gestreichelt und angefasst werden möchten – er muss es dann nur noch nachmachen. "Das ist ein idealer Weg für Paare, um einander zu zeigen, was gut ist, wenn die mündliche Kommunikation nicht passt“, erklärt die US-Sex-Expertin Dr. Emily Morse.

3. "Ich würde jetzt lieber auf dem Sofa liegen, als mit ihr zu schlafen.“

Geben Sie seinem Couch-Potato-Wunsch nicht zu oft nach, wenn Ihnen Ihre Beziehung lieb ist. Denn Sex ist tatsächlich die beste Prävention gegen den Verlust des Begehrens und der emotionalen Nähe, wie eine Studie aus dem "Journal of Sex Research“ zeigt. Demnach sind die Paare am glücklichsten, die zärtlich miteinander umgingen und viel Sex hatten. Schließlich ist gemeinsame Ekstase eine Win-win-Situation, man tut etwas für sich UND für den Partner. Und ihn befriedigt zu sehen macht uns selbst auch wieder glücklich. Wirkt er jedoch ständig lustlos, hilft nur eins: "Fragen Sie nach“, rät Dr. Jörg Signerski-Krieger von der Sexual-medizinischen Ambulanz der Universität Göttingen. "Nur wenn Sie wissen, was los ist, können Sie etwas ändern.“

4. "Gut, dass Sie nicht weiß, dass die Kamera läuft.“

Heimlich Filmen? Das geht gar nicht! Auch wenn eine im "Journal of Sexual Medicine“ publizierte Studie zeigt, dass ein Netzwerk von Neuronen aktiviert wird, wenn Männer sexuell erregende Bilder sehen – und sie sich sowieso selbst gern in Aktion sehen –, da müssen ein paar Regeln aufgestellt werden. Wenn Sie eigentlich keine Lust darauf haben, sich aber überreden lassen, rät Sexpertin Morse, entweder ganz aus dem Bild zu bleiben oder das heiße Material sofort nach dem Angucken zu zerstören. Denn gerade wenn Sie noch nicht so lange zusammen sind: Wer weiß, wie lang er es hortet und nach einer Trennung vielleicht sogar gegen Sie verwendet.

5. "Ob Bayern den brasilianischen Stürmer wirklich kauft?“

Der ist wohl nicht ganz bei der Sache.

6. "Wieder muss ich alles machen ...“

Männer nervt es, wenn ihnen immer die aktive Rolle zugeschoben wird. Schwingen Sie sich darum in den Sattel, Cowgirl, Reiterstellung! Dann kann er passiv genießen und bekommt obendrein was fürs Auge.

7. "Hat ihr Ex es ihr besser besorgt?“

Ach, das beschäftigt ihn? Reden Sie nie mit einem Mann über verflossene Liebhaber. "Es gibt keinen guten Grund, warum der Partner Ihre komplette Sexhistorie kennen sollte“, sagt Morse. Falls er weiter bohrt: Fragen Sie ihn, warum er das wissen will. "Kann er das nicht erklären, sollten Sie gründlich über ihn nachdenken. Denn das könnte ein Warnsignal sein: Unsichere Männer sind oft übermäßig und grundlos eifersüchtig sowie besitzergreifend.“ Oder anders gesagt: nichts für Sie!

8. "Wann kommt sie denn endlich?"

Tja, gute Frage.

9. "Los! Blas mir endlich einen.“

90 Prozent der Männer wünschen sich einen Blowjob – das ergab eine Umfrage auf Menshealth.de. Hier etwas Inspiration: „Gehen Sie nicht gleich voll ran “, rät Sexologin Charlotte Klauber aus München. "Machen Sie einen Umweg über die Leiste, knabbern, küssen Sie ihn dort, denn das ist eine oft vergessene erogene Zone. Nun arbeiten Sie sich am Penis nach oben, bis Sie mit der Zunge an der Eichel spielen. Dann nehmen Sie ihn in den Mund und heizen ihm richtig ein. "Denken Sie an ein Eis am Stiel, und bewegen Sie beim Hinein und Hinaus mit der rechten Hand die Vorhaut mit“, so Klauber. "Versuchen Sie mal, seinen Penis nicht gerade, sondern seitlich in die Backe gleiten zu lassen, vorn an den Zähnen vorbei. Sie können an seinem Atem hören, wie seine Lust intensiver wird.“

Tipp: Besprechen Sie vorher, wie er kommen darf, damit’s keine bösen Überraschungen gibt. Und tun Sie nur das, was Sie auch wirklich möchten.

10. "... und gleich ein kaltes Bier ...“

- na dann Prost!

11. "Heißes Luder, geiles Ding! Ich hätte so Bock, sie damit anzumachen. Aber sie wäre sicher beleidigt.“

12. "Ich muss ständig an die scharfe Schnitte von vorhin denken.“

- autsch!

13. "Und jetzt noch eine Vögeln …“

Er träumt von mehr als einer Frau im Bett. Stimmt, das wirkt in Filmen immer wahnsinnig heiß. Aber auf heimischem Laken sieht es erstens nicht ganz so super aus (äh, was soll ich jetzt tun?), und zweitens funktioniert es fast nie so, dass die Beziehung es überlebt. Ausnahme: Man will es selbst wirklich gern und geht bewusst damit um. Sonst drohen Eifersucht und verletztes Vertrauen.

Was Männer beim Sex denken
Ob er die Größe ihrer Brüste beurteilt? Davon können Sie ausgehen. © Jacob Lund / Shutterstock.com

14. "Ihre Brüste könnten ruhig größer sein.“

Wow, geht’s noch?!

15. "Ich würd gern sehen, wie sie es sich jetzt mit einem Vibrator macht.“

Jugend forscht? Nur zu! Männer lieben es, wenn Frauen abenteuerlustig werden, aber dafür braucht es Mut zur Überwindung und gegenseitige Sicherheit, dass keiner blöd reagiert. Darum: Fragen Sie ihn. Wahrscheinlich gibt es Experimente, bei denen Sie übereinstimmen. Ist das abgeklärt, hüpft man locker ins Bett, weil die Unsicherheit weg ist. Und dann dürfen der kleine Summer oder die Fesseln demnächst mitspielen.

3 Sorgen, die viele Männer beim Sex haben

Schwächen? Selbstzweifel? Kennt man eher nicht von Männern. Beim Sex gibt’s da aber einige, verrät Sexualmediziner Dr. Jörg Signerski-Krieger:

1. "Komme ich zu früh?“

"Männer spüren den Druck, nicht männlich genug zu sein, wenn sie nicht ewig können“, erklärt Signerski-Krieger. "Manche glauben sogar, sie müssten es 45 Minuten bringen.“ Dabei sind 5 bis 8 Minuten Koitus der Durchschnitt. "Viele Frauen täuschen einen Orgasmus vor, wenn sie nicht mehr länger wollen.“

Tipp: "Reden Sie! Sagen Sie, wie lange es für Sie gut ist, lassen Sie ihn erklären, was hilft, langsamer oder auch schneller zu sein.“

Was Männer beim Sex denken
Auch wenn er sonst nicht der Typ für Selbstzweifel ist, können ihm im Bett diese 3 Dinge an seinem Ego kratzen. © Jacob Lund / Shutterstock.com

2. "Mache ich es richtig?“

"Dass ein guter Liebhaber nicht vom Himmel fällt, ist vielen nicht klar“, so Signerski-Krieger. Er vergleicht Sex mit dem Tanzen: "Obwohl man die richtigen Schritte im Kopf hat, muss man mit dem Partner üben. Und fähig sein, sich der Musik hinzugeben.“

Tipp: Seien Sie beim Üben offen, auch für Fehler: "Hauptsache, Sie ziehen die richtigen Schlüsse daraus. Schöner Sex ist außerdem mehr als ein schneller Höhepunkt.“

3. "Ist er groß genug?“

Auch bei den Kerlen leisten harte Porno-Vorbilder ganze Arbeit: "Viele sind verunsichert, ob ihr Penis groß genug ist. Dabei ist meist alles normal.“ Oft geht es aber eher um Zweifel an Männlichkeit und Selbstwert.

Tipp: "Natürlich dürfen Sie ihn bestätigen, aber bitte nicht als Routine.“ Hat er tiefe Zweifel, ist eher ein Therapeut als ein Chirurg gefragt. "Man kann nicht das Selbstwertgefühl des anderen ändern. Es muss aus ihm selbst kommen.“

Bitte nicht so verkopft!

Ist ja ganz spannend, woran Männer beim Sex denken. Ein paar Einblicke haben uns doch überrascht. Aber lassen Sie sich von den Gedanken der Kerle bloß nicht verunsichern. Denn beim Sex gilt sowieso: Weniger denken, mehr spüren und einfach machen!

06.04.2018| Christiane Kolb © womenshealth.de
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