Große Poren Das hilft wirklich gegen vergrößerte Poren

Die besten Tipps gegen große Poren
Porenfrei? Mit diesen Beauty-Tipps klappt's auch ohne Insta-Filter. © Lydz Leow / Unsplash

Sie finden Ihre Poren im Gesicht zu groß? Keine Panik! Mit diesen Tipps schrumpfen die Hautöffnungen wieder zusammen

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Poren mit der Zeit immer mehr und immer größer werden? Das Hautbild wirkt irgendwie unebener und vor allem in der T-Zone (Stirn, Nase, Wangen) zeigen sich mehr und mehr "kleine Löcher"?

Werden Sie jetzt bloß nicht zu kritisch mit sich selbst! Auch wenn es auf Instagram anders aussieht: Ohne Filter haben ALLE Menschen Poren. Allein im Gesicht sind es rund 300 000! Bevor Sie jetzt eine Creme nach der anderen testen und einen Haufen Geld aus dem Fenster werfen, um das Problem zu lösen, sollten Sie sich dieses Basis-Wissen und die folgenden Tipps gegen große Poren durchlesen. Wir verraten Ihnen, warum sich die Poren überhaupt vergrößern, welche Pflege-Produkte und Treatments dagegen helfen und wie Sie Poren ganz leicht wegschminken.

Warum habe ich überhaupt Poren?

Poren sind die Öffnungen für die in der Unterhaut befindlichen Haarwurzeln? Durch die kleinen Kanäle fließt Talg ab, der die obere Hautschicht und die Haare geschmeidig macht. Außerdem hat der Talg eine wichtige Schutzfunktion: Er verhindert das Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und Umweltschmutz. Poren sind also eigentlich sehr nützlich.

Und weil Sie nahezu am ganzen Körper feine Härchen haben – außer auf Schleimhäuten, den Fußsohlen und Handinnenflächen – haben Sie auch überall Poren. Der Grund, warum die kleinen Öffnungen bei manchen mehr zu sehen sind als bei anderen, ist ihre Größe.

Wie entstehen große Poren?

Wenn Sie sich bei Ihren Freundinnen umschauen, gewinnen Sie da den Eindruck, dass manche mehr und andere weniger große Poren haben? Das ist absolut richtig! "Vor allem Ihr Hauttyp entscheidet über die Porengröße. Fettige und Mischhaut-Typen neigen eher zu großen Poren", sagt Dermatologe Dr. Philipp M. Buck aus der Goldbek Medical Klinik in Hamburg.

Der Grund: Bei fettiger Haut produzieren die Poren übermäßig viel Talg. "Kommt dann noch eine Verhornungsstörung hinzu, also stößt die Haut abgestorbene Schüppchen nicht schnell genug ab, versiegeln die Poren regelrecht, und der Hauttalg kann nicht abfließen", erklärt der Dermatologe.

Zunächst entstehen dadurch Mitesser. "Diese Mitesser dehnen die Poren. Werden die Unreinheiten nicht behandelt, können sich die Poren schließlich nicht mehr von selbst zusammenziehen." Schon haben Sie kleine Minikrater – und die bleiben mit Pech ein Leben lang. Mist!

Gut zu wissen: Sonne, Stress, Zigaretten, Alkohol und hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft und den Wechseljahren können die Talgproduktion zusätzlich beschleunigen und Verhornungen begünstigen. Also bei Stress auf Kippen und Drinks bitte verzichten und lieber eine Runde meditieren. Und niemals ohne Sonnenschutz vor die Tür!

Zu viel Talg oder eine Verhornungsstörung sind aber nicht die einzigen Gründe für vergrößerte Poren. "Auch die natürliche Hautalterung trägt zur Sichtbarkeit bei: Durch schlaffere Haut werden die Poren besonders betont. Zudem können Demodexmilben für Großporigkeit verantwortlich sein." – Demo... Was? "Demodexmilben leben in den Poren der Gesichtshaut und können diese auch dauerhaft erweitern", weiß Dr. Buck. Keine Sorge, diese "Haustiere" sind ansonsten meist ganz harmlos.

Wie lassen sich große Poren verkleinern?

Die schlechte Nachricht für alle XXL-Poren-Geplagten: einmal überdehnt, ziehen sich die Poren von selbst nicht wieder in ihr ursprüngliches XS-Format zurück. Aber: Mit der richtigen Pflege und einem guten Make-up sehen sie schnell kleiner aus. Wer die Poren wieder in den Ursprungszustand versetzen will, muss zum Dermatologen. Bitte weiterlesen!

Welche Produkte helfen gegen große Poren?

Mittel und Tinkturen gegen große Poren gibt es viele, doch nicht alle halten, was sie versprechen. Dr. Buck meint: "Die meisten Kosmetikprodukte gegen große Poren können nur einer weiteren Vergrößerung der Poren vorbeugen oder die bestehenden Poren kaschieren. Der Effekt ist jedoch nur minimal und kurzfristig."

Langfristige Erfolge versprechen Cremes und Seren mit Retinol, eine sehr wirksame Form vom Vitamin A. "Retinol kann die Poren dauerhaft schrumpfen, allerdings sind deutliche Ergebnisse erst nach ca. einem Jahr sichtbar." Dass es trotzdem gut ankommt, zeigen zum Beispiel die knapp 500 positiven Amazon-Rezensionen bei dieser Retinol-Creme (23 Euro bei amazon.de).

Wie pflege ich Poren kleiner?

Dr. Buck weiß wie: "Das wichtigste ist eine gründliche Reinigung. Am besten auch ein Peeling in die Routine einbauen. Aber der Umwelt und Ihrer Gesundheit zuliebe, sollte das Peeling natürliche Körnchen und kein Mikroplastik enthalten. Auch klärende Gesichtsmasken, z.B. mit Tonerde, sind essenziell bei der Vorbeugung großer Poren. Bei all Ihren Pflegeprodukten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie "nicht komedogen" sind, also die Poren nicht zusätzlich verstopfen." Und dranbleiben! Erfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein – wer aber penibel jeden Morgen und Abend pflegt, wird bald mit einer ebenmäßigeren Haut belohnt.

» Ein weiterer Bewertungs-Sieger: Totes-Meer-Gesichtsmaske für feinere Poren (30 Euro bei amazon.de).

Wie schminke ich große Poren weg?

Die Poren sollen sofort unsichtbar werden? Dann hilft nur Make-up. Das wichtigste dafür: Der Primer. Die meisten wirken mit Silikonen – und zwar indem sie die Poren einfach "auffüllen". Das Problem: Diese Produkte können die Poren auf Dauer verstopfen und die Poren dadurch sogar noch vergrößern. Deshalb lieber auf eine silikonfreie Alternative setzen. Mittlerweile gibt es zahlreiche frei-von-Primer, beispielsweise von Kirchberger (30 Euro bei amazon.de), die genauso gut wirken und ohne Probleme jeden Tag verwendet werden können.

Nach dem Primer kommt die Foundation. "Auch hier am besten auf eine silikonfreie Variante setzen, die sich nicht in den Poren festsetzt", so Buck. Auf dem Primer lässt sie sich besser verteilen und haftet besser. So entsteht die perfekte Illusion porenfreier Haut. Ohne Silikone und Paraffine kommt beispielsweise diese Cream Foundation von Sante aus (14 Euro bei amazon.de).

Was geht beim Arzt?

Cremes und Make-up gegen große Poren wirken entweder nur bis zum nächsten Mal Gesicht waschen – oder erst nach seeehr langer Anwendung. Besonders wirksam im Kampf gegen große Poren sind hingegen medizinische Treatments. Hier verrät der Experte die 5 besten Anwendungen gegen große Poren:

1.   Fruchtsäurepeeling: Verhornungen werden gelöst und die Poren werden durch die Fruchtsäure intensiv gereinigt – bestens also für hauttypbedingte Großporigkeit geeignet!

2.   Microneedling: Eignet sich besonders bei vernarbten Poren, wie zum Beispiel bei Akne. Dabei wird die Haut mit kleinen Nadelstichen verletzt, um die Kollagenproduktion und die Hauterneuerung anzuregen. Klar, Microneedling ist nichts für zart Besaitete – das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen!

3.   Fraktionierte Lasertherapie: Die obere Hautschicht wird durch den Laser abgetragen. Das geht natürlich nicht ganz ohne Schmerzen. Ist aber trotzdem eine Überlegung wert: Die Poren schrumpfen nämlich garantiert!

4.   Jetpeel: Die Behandlung ist völlig schmerzfrei: Durch ein Röhrchen wird ein Wasser-Gasgemisch auf die Haut gepustet, dadurch lösen sich abgestorbene Hautzellen ab und die Poren werden gereinigt. Sanfter als Fruchtsäure und auch für Rosacea-Geplagte und Akne-Patienten geeignet.

5.   Photobionische Therapie: Durch die Bestrahlung mit blauem Licht wird der natürliche Reparaturprozess der Haut angestoßen. So können sich nicht nur Poren wieder zurückbilden, sondern auch kleine Fältchen – perfekt!

Poren sind ganz natürlich und nützlich. Wirken Sie Ihrer Meinung nach zu groß, lässt sich viel dagegen unternehmen. Mit unseren Tipps, der passenden Pflege und geeigneten Treatments bekommen Sie das Problem schnell in den Griff.

01.02.2019| Miriam Farina Köllner, Philipp Wehsack © womenshealth.de
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