Auf die Sprünge helfen Die gängigsten Verfahren der Kinderwunschbehandlung

Wenn es auf natürlichem Weg nicht funktionieren will mit dem Schwangerwerden, ist die künstliche Befruchtung eine Möglichkeit © Shutterstock

Eine letzter Weg ist die künstliche Befruchtung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt werden

Wenn es mit dem Schwangerwerden einfach nicht klappen will ...
Die gängigsten Verfahren der Kinderwunschbehandlung im Überblick:

Hormonelle Stimulation

Dabei wird mit Hilfe von Tabletten oder Spritzen ein Eisprung ausgelöst, denn bei manchen Paaren ist Ursache des Problems, dass die Eibläschen ohne diese Unterstützung gar nicht erst heranreifen.

Insemination

Sind beispielsweise die Spermien des Mannes schlecht beweglich oder auch einfach rar, hilft man per Insemination nach: Der Samen wird in die Gebärmutter eingespritzt und kann zuvor aufbereitet werden.

In-vitro-Fertilisation

Dies ist die Befruchtung des Eis außerhalb des Körpers, bei der man Ei- und Samenzelle in einer Petrischale zusammenbringt, etwa weil undurchlässige Eileiter das Ei auf dem Weg in die Gebärmutter stoppen. Fast immer stimuliert man davor die Eierstöcke mit Hormonen, damit mehrere Eibläschen entnommen werden können. Neuerdings diskutieren Experten aber, bei Frauen über 40 auf die belastende Behandlung zu verzichten und die Eizellentnahme in Abstimmung mit dem natürlichen Zyklus vorzunehmen. Denn in dem Alter bilden Frauen oft trotz Hormongaben wenig Eibläschen.

ICSI

Bei diesem Verfahren, der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion, wird die Samenzelle direkt in die Eizelle eingespritzt, eine Befruchtung findet also in jedem Fall statt. Auf ICSI greift man etwa dann zurück, wenn viel darauf hindeutet, dass ein Spermium es nicht bis in die Eizelle schafft. Manchmal sind auch gar keine Spermien im Ejakulat. Dann kann man Samenzellen aus den Hoden entnehmen und für eine ICSI verwenden, zum Beispiel wenn ein Mann sich viele Jahre nach einer Sterilisation doch noch ein Kind wünscht.

29.02.2012| Diana Helfrich © womenshealth.de
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