Sexkiller Die schlimmsten Sexkiller (und warum Sie es trotzdem tun sollten)

Die schlimmsten Sexkiller
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Quietschende Betten, klemmende Reißverschlüsse, neugierige Nachbarn – Beim Sex gibt es mehr Störenfriede, als Sie sich vorstellen können. Wir sagen Ihnen, wie Sie Störfaktoren einfach ausblenden

Sex-Killer Nr. 1: Sie haben keine Lust auf Sex

Ihre letzte heiße Nacht liegt schon einige Zeit zurück, obwohl Sie Ihren Partner echt sexy finden. Was nun? "Fragen Sie sich zuerst, worauf genau Sie keine Lust haben", rät Paar­therapeutin und Buchautorin Dr. Carla Thiele ("Guter Sex ohne Stress", Marion von Schröder Verlag, um 17 Euro). "Es ist normal, dass Ihnen nicht immerzu nach Geschlechtsverkehr zumute ist. Aber wie wäre es mit Kuscheln?" Blockieren Sie sich nicht mit dem Gedanken, dass es am Ende doch auf Sex hinauslaufen muss. Besser: Lassen Sie die Sache ruhig angehen! Wenn Sie Lust darauf haben, können Sie Ihrem Partner ins Ohr flüstern, dass Sie ihn verwöhnen wollen. Dann kann er sich zurücklehnen und genießen, und Sie können abwarten, ob sich dadurch auch bei Ihnen Lust einstellt. "Wenn Sie das Problem aber längere Zeit beschäftigt, sollten Sie zu Ihrem Frauenarzt gehen. Sexuelle Unlust ist oft auf die Pille oder Hormon­störungen zurückzuführen."

Sex-Killer Nr. 2: Sie haben 1.000 andere Dinge im Kopf

Es ist unübersehbar, dass er große Lust auf Sie hat. In Ihrem Kopf jedoch dreht sich alles um Einkauf, Arbeit und Abwasch – ein klassischer Stimmungskiller. "Oft schwirren einem nur deshalb so viele Dinge im Kopf herum, weil man Angst hat, sie zu vergessen", erklärt Paartherapeutin Thiele. Ihr Tipp: "Legen Sie immer einen Stift und Notizzettel neben das Bett, um sich diese Sachen jederzeit schnell von der Seele schreiben zu können." Falls das nicht reicht, versuchen Sie es zusätzlich mit einem erotischen Hörbuch (zum Beispiel "Shades of Grey - Geheimes Verlangen", der Hörverlag, um 11 Euro). Das bringt Sie sicherlich auf andere Gedanken. Vor ­allem, wenn Sie beim Zuhören die Augen schließen.

Sex-Killer Nr. 3: Sie sind nicht rasiert

Es ist zum Haareraufen: Die Gelegenheit ist günstig, doch untenrum herrscht bei Ihnen gerade Wildwuchs oder Stoppel­alarm? So können Sie sich unmöglich vor ihm entblättern. Oder vielleicht doch? Entspannen Sie sich! "Ob Frauen akkurat rasiert sind oder nicht, ist für Männer absolut zweitrangig", sagt Buchautor Eric Hegmann aus Hamburg ("Jungs sind so!", Eichborn Verlag, um 17 Euro). Der Grund: "Beim Sex sind Kerle so sehr damit beschäftigt, ein guter Liebhaber zu sein, dass ihnen solche Dinge überhaupt nicht auffallen." Wenn Sie trotzdem weiterhin ein ungutes Gefühl haben, bleibt Ihnen nur eine Möglichkeit: Sagen Sie ihm, dass Sie sich kurz im Badezimmer frisch machen wollen, und borgen Sie sich seinen Nassrasierer.

Sex-Killer Nr. 4: Sie fühlen sich schmuddelig

Es hat zwar noch keiner die Nase gerümpft, aber ungeduscht möchten Sie Ihrem Liebsten nicht zu nahe kommen. Er Ihnen aber schon. Kein Grund, jetzt unnötig ins Schwitzen zu geraten: "Frauen sind deutlich feinfühliger und empfindlicher, was Gerüche und Körperhygiene angeht", erklärt die Gynäkologin Dr. Verena Breitenbach aus Ehingen bei Ulm. Heißt: Selbst wenn Sie sich leicht schmuddelig fühlen, wird es Ihr Partner höchstwahrscheinlich nicht einmal merken. Dazu kommt: "Männer können einen leichten Körper- und Intim­geruch sogar sehr erregend finden." Eine Untersuchung der amerikanischen Florida State University ergab: Die in weiblichen Körperdüften enthaltenen Pheromone lassen die Ausschüttung des männlichen Sexualhormons Testosteron ansteigen, besonders während der fruchtbaren Tage. Das kann Sie trotzdem nicht überzeugen? Dann sagen Sie einfach "Nicht weglaufen!", streifen mit Ihrer Hand über die Beule in seiner Hose und verschwinden im Bad, um sich schnell frisch zu machen. Wir garantieren: Die kleine Unterbrechung wird auch bei ihm eine große Wirkung zeigen!

Sex-Killer Nr. 5: Sie haben Kopfweh

"Entspann dich einfach, Schatz ..." Würden Sie ja gern! Aber in Ihrem Schädel hämmern schon den ganzen Tag über Millionen Mini-Mainzelmännchen auf Ihre Synapsen ein. Versuchen Sie es doch mal mit der "Augen zu und durch"-Methode! Denn eine Prise Erotik kann tatsächlich die beste Me­dizin gegen die pochenden Schmerzen sein. "Sex setzt Glückshormone frei und sorgt für eine bessere Durchblutung. Das lockert die gesamte Muskulatur auf und kann so Kopfschmerzen entgegenwirken", sagt die Frauenärztin Breitenbach. Die Regel gilt allerdings nur für normale Kopfschmerzen. Wer unter akuter Migräne leidet, der braucht nur eines: absolute Ruhe.

Sex-Killer Nr. 6: Ihr Körper macht fiese Geräusche

"Pfffff", "pfffff". Oh! Mein! Gott! Wie peinlich ist das, dass ich beim Sex diese pupsähnlichen Laute verursache? Um mal eines klarzustellen: Es liegt nicht an Ihnen! Schuld an dem Geräusch ist in erster Linie der Mann, weil er beim Pene­trieren zu weit ausholt. Im Fachjargon heißen die Geräusche Flatus Vaginalis oder Scheidenwinde. "Meist entstehen sie, wenn der Mann von hinten eindringt", erklärt Gynäkologin Breitenbach. Also schämen Sie sich nicht, sondern wechseln Sie selbstbewusst die Stellung. Drehen Sie sich auf den Rücken und ziehen Sie ihn auf sich. Je näher Sie ihn bei sich halten, umso ge­ringer ist das Risiko für einen weiteren akustischen Zwischenfall. "Beckenbodentraining kann dem Ganzen vorbeugen, es führt dazu, dass sich die Scheide besser schließt." Übungs-Tipp: Stellen Sie sich vor, mit den Pobacken ein klitzekleines Reiskorn in den Schwitzkasten zu nehmen. Halten Sie die Anspannung für 10 Sekunden, lassen Sie wieder los und wiederholen Sie das Ganze 15-mal.

Sex-Killer Nr. 7: Sie fühlen sich zu dick

Sie haben in den letzten Wochen zu oft beim Fast Food zugeschlagen und auch zu viel Schokolade verdrückt. Sich vor ihm ausziehen? Geht gerade gar nicht! Doch wieso eigentlich nicht? "Wenn Ihr Partner mit Ihnen schlafen möchte, dann macht er das nicht Ihnen zuliebe, sondern weil er Lust auf Sie hat", erklärt die Paar­therapeutin Thiele. Aber kann er denn wirklich Lust auf ein Walross haben? "Nur weil Sie unzufrieden mit sich sind, heißt das noch lange nicht, dass er es auch ist", so die Expertin. "Männern fällt es oft gar nicht auf, ob da gerade ein paar Pfunde mehr oder weniger auf der Hüfte sind." Das beruhigt Sie nicht? Dann versuchen Sie es doch mal mit einem Quickie, bei dem Sie obenrum alles anlassen und nur den Rock ein wenig höher oder die Hose etwas runter schieben.

Sex-Killer Nr. 8: Sie sind zu müde

Nach einem langen Arbeitstag haben Sie es gerne gemütlich: Mit Jogginghose geht's rauf auf die Couch, wo Sie dann oft auch einschlafen. Im Bett - und Sexleben - herrscht dagegen gähnende Leere. Schluss mit dem Schlummer-Modus! Lassen Sie sich von Ihrem Partner die Schlabberklamotten vom Leib reißen und springen Sie mit ihm unter die Dusche. "Das bringt Ihren Kreislauf in Schwung, verbessert Ihr Körper­gefühl und macht Sie sensibler für sexuelle Berührungen", erklärt Gynäkologin Breitenbach. Be­sonders prickelnd: Seifen Sie sich gegenseitig am ganzen Körper ein und lassen Sie dabei absolut keine Stelle aus! Für die Zukunft gilt: Verabreden Sie sich öfter mal mit Ihrem Liebsten, egal wofür (Kino, Klettern, Kochen)! So landen Sie nicht automatisch gammelnd auf der Couch, sondern bringen auch Ihr Liebesleben wieder auf Hochtouren.

Sex-Killer Nr. 9: Sie haben Ihre Tage

Sie haben Lust, aber blöderweise auch Ihre Regel. Das kann für Sie unangenehm werden, und erst recht für Ihren Partner. Oder? Nicht unbedingt. Wovor genau haben Sie denn eigentlich Angst? Dass er sich vor Ihnen ekelt? Dann können wir Sie ­beruhigen. Die wenigsten Männer empfinden es tatsächlich als abstoßend, wenn Frauen ihre Periode haben. Fragen Sie ihn am besten direkt, wie er zu Sex während der roten Tage steht. Wenn er kein Problem damit hat, Sie aber immer noch ein mulmiges Gefühl, dann könnten sogenannte Soft Tampons (um 1 Euro pro Stück, in Dro­gerien und Apotheken erhältlich) eine echte Alternative für Sie sein, denn sie sind fadenlos und beim Geschlechtsverkehr für beide nicht zu spüren. Auf diese Weise können Sie beides haben: entspannten Sex und das sichere Gefühl, sauber zu sein. Aus Scham sollten Sie auf den gemeinsamen Spaß während der Regel jedenfalls grundsätzlich nicht verzichten - denn dann entgeht Ihnen was! "Viele Frauen können sich in dieser Phase besonders gut fallen lassen, weil eine Schwangerschaft nahezu ausgeschlossen ist", erläutert Breitenbach. Ein weiterer Pluspunkt: Auch die Regelschmerzen können sich mit Sex manchmal ziemlich gut lindern lassen.

Sex-Killer Nr. 10: Die Blase drückt

Ach menno, wie unpassend! Ausgerechnet jetzt, wo es spannend wird, macht sich Ihre Blase bemerkbar. Schnell raus aus der Nummer oder ignorieren und weitermachen? Das hängt davon ab, wie Sie gerade Sex haben. Manchmal fühlt es sich nämlich nur so an, als könnte es jeden Moment zur Katas­trophe kommen. "Das Gefühl einer vollen Blase entsteht vor allem in Stellungen, bei denen der Penis in Richtung der vorderen Vaginalwand zeigt, beispielsweise beim Sex von hinten", erklärt Gynäkologin Breitenbach. In diesem Fall kann Ihnen schon ein einfacher Wechsel in die Missionarsstellung helfen. Danach ist der Druck immer noch nicht weg? Dann können Sie das mit dem Ignorieren getrost vergessen. Ab ins Badezimmer, später weitermachen.

Sex-Killer Nr. 11: Sie kommen einfach nicht

Seit 30 Minuten legt er sich nun schon ins Zeug, aber Sie spüren: Zum Höhepunkt wird er Sie heute nicht mehr bringen können. Möglicherweise haben Sie Recht – aber vielleicht auch nicht. "Die meisten Frauen sind eher klitoral als vaginal erregbar", erklärt Expertin Thiele. "Darum ist bei vielen der Geschlechtsverkehr allein nicht unbedingt zielführend." Haben Sie also keine Scheu davor, währenddessen selbst mit der Hand nachzuhelfen. Wenn das auch nicht klappt, hält Sie ja womöglich etwas anderes zurück. Machen Sie sich in jedem Fall eines bewusst: "Sex ohne Orgasmus ist nicht Sex zweiter Klasse. Es kann auch wunderschön sein, den Partner einfach nur zu spüren!", sagt Thiele. Wenn Sie merken, dass Sie heute definitiv nicht ans Ziel kommen, brechen Sie sanft ab, etwa so: "Schatz, ich bin gerade ein wenig überreizt. Lass uns später weitermachen, okay?" Auf diese Weise stoßen Sie ihn nicht vor den Kopf, und er kann sich seine Energie fürs nächste Mal aufsparen.

Sex-Killer Nr. 12: Sie frieren beim Sex

Brrrrrr. Mit klappernden Zähnen macht Sex wirklich keinen Spaß. Stimmt. Also tun Sie was dagegen! Die einfachste Methode gegen Zitter-Zehen: Kuscheln Sie sich mit dem Rücken an Ihren Partner und stecken Sie Ihre kalten Füße zwischen seine Unterschenkel. Während Sie un­tenherum langsam auftauen, kann er sich in dieser Position um Ihre Brüste kümmern. Auch gut sind wärmende Massageöle, mit denen Sie sich ge­genseitig von Kopf bis Fuß einreiben können. So wird es garantiert gleich doppelt heiß.

Sex-Killer Nr. 13: Sie fühlen sich aufgebläht

Au Backe! Es ist, als hätten Sie einen prall gefüllten Heliumballon verschluckt. Sex? So? Viel zu riskant! Wenn Ihr Bauch Alarm schreit, hilft nur eines: abwarten – und Tee trinken. "Anis-, Fenchel- und Kümmeltees lindern die Beschwerden am besten", erklärt Gynäkologin Breitenbach. Grund: Diese Sorten lösen Magenkrämpfe und Blähungen, verbessern die Durchblutung im Darm und fördern die Verdauung. Verzichten Sie darüber hinaus auf Stellungen, bei denen Ihr Partner von oben auf Ihren Bauch drückt. Und für die Zukunft: Meiden Sie vor romantischen Abenden ballaststoffreiche Lebensmittel, denn die tragen häufig die Hauptschuld am fiesen Völlegefühl. Als blähungsfördernd gelten zudem Zwiebeln, Paprika und ein Überschuss an künstlichen Süß­stoffen wie Sorbit, Mannit und Xylit.

Sex-Killer Nr. 14: Er fasst Sie zu hart an

Autsch! Glaubt er echt, Sie würden in Fahrt kommen, wenn er Ihre Brüste immer wieder wie einen Spritzbeutel zusammendrückt? Eines vorab: Die meisten Kerle ­meinen es eigentlich nur gut mit Ihnen. "Männer wollen Frauen erobern und um sie kämpfen. Auch im Bett", erklärt Dr. Georg Pfau, Sexualmedi­ziner und Buchautor ("Männer - die ganze Wahrheit", Goldegg Verlag, um 22 Euro). "Leider schießen manche dabei etwas übers Ziel hinaus." Für Sie heißt das dann: Zügeln Sie Ihren Partner und zeigen Sie ihm, wie Sie berührt werden möchten! Fassen Sie ihn dafür mit leichtem Druck an den Handgelenken und hauchen ihm ein "Pschhhh" ins Ohr. Dann legen Sie Ihre Hände auf seine und zeigen ihm, wie fest Sie es am liebsten haben. Wenn Sie dabei auch noch den Kopf leicht in den Nacken legen und zufrieden seufzen, wird er sehr schnell kapieren, wie er Sie beim nächsten Mal an­fassen muss – und wie besser nicht.

Sex-Killer Nr. 15: Er hat Mundgeruch

"Gut geschlafen, Schatz?" Ihr Partner guckt Sie nach dem Aufwachen erwartungsvoll an. Auch Sie hätten jetzt eigentlich Lust auf Sex, gäbe es da nicht ein großes Problem: Sein mieser Atem. Versuchen Sie ein Ablenkungsmanöver. Drehen Sie ihm mit einem Augenzwinkern den Rücken zu und fassen dabei seinen Arm so, dass er auch auf der Seite liegt. Auf diese Weise kommen Sie automatisch in die Löffelchenstellung, und das ist eine ideale Position für sanften Wake-up-Sex vor dem Zähneputzen! Sollte das Duft-Drama häufiger vorkommen, deponieren Sie einfach ein paar Minzbonbons in der Nähe des Bettes und fragen ihn bei Bedarf mit einem Grinsen im Gesicht: "Auch eins?" Damit sollte der Drops gelutscht sein.

Sex-Killer Nr. 16: Er nennt Sie Sabine

Etwas Schlimmeres kann ihm beim Sex gar nicht rausrutschen: Er stöhnt den Namen einer anderen. War's das? Kommt drauf an, ob es der Name seiner Exfreundin oder der seiner langbeinigen Kollegin ist. Für den Fall 1 gilt: "Sind Sie noch in den ersten Monaten einer neuen Beziehung, kann das schon mal passieren", erklärt Beziehungsexperte Hegmann. "Auch wenn es seltsam klingen mag: Das hat nichts mit Ihnen zu tun! Unser Gehirn hat einfach die Angewohnheit, in ähnlichen Situationen ähnliche Verhaltensmuster abzurufen." Beim Sex ist das natürlich besonders heikel, aber gerade weil Ihr Kerl in diesen Momenten keinen klaren Kopf hat, bemerkt er seinen Ausrutscher vielleicht nicht einmal. "Trotzdem sollten Sie diese Schrecksekunde nicht einfach so übergehen", rät Hegmann. Wenn Sie das Thema kurz, respekt- und humorvoll ansprechen, können Sie sich danach sicherlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Für den Fall 2 gilt: Wenn er den Namen der Kollegin stöhnt, soll er doch versuchen, mit der ins Bett zu kommen. Sie jedenfalls sehen sich nach einem Ersatzmann um.

Sex-Killer Nr. 17: Er will es Ihnen immer recht machen

"Liegst du bequem?", "Alles okay?", "Gut so?": Sein dauernder Kümmer-Instinkt treibt Sie in den Wahnsinn! "Guter Sex kann nicht nur selbstlos sein, er braucht auch eine gesunde Portion Ich-Bezogenheit", erklärt Sexualmediziner Pfau. Sagen Sie ihm deshalb unbedingt, dass er sich nicht zu viele Gedanken machen soll, ob, wann und wie intensiv Sie kommen – das hätten Sie schon selbst ganz gut im Griff. Wenn er das nicht versteht, bleibt Ihnen noch eine weitere Option: Fesseln Sie ihn mit einem Schal an den Bettpfosten, und stecken Sie ihm einen Knebel in den Mund. So bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als mit dem Gerede aufzuhören und sich endlich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Sex-Killer Nr. 18: Er ist betrunken

Ihr Süßer kommt vom Männerabend und hat nur noch Sex im Sinn. Leider macht er mit beduseltem Blick und torkelndem Gang nicht gerade eine sexy Figur. Um trotzdem in Stimmung zu kommen, bräuchten Sie schon einen Extra-Kick. Den können Sie haben! Nutzen Sie die Situation einfach schamlos aus: In so ausgelassener Atmosphäre können Sie ihm endlich von Ihren geheimsten sexuellen Fantasien erzählen – ganz ohne rot zu werden. "Alkohol wirkt ­enthemmend. Die Bereitschaft, neue Dinge auszuprobieren, steigt deshalb stark an", sagt Sexualmediziner Pfau. Doch es kommt noch besser! Denn Sie können sich auf eine extralange Nacht einstellen. "Weil Alkohol die Gefäße erweitert, brauchen Männer deutlich länger bis zum Höhepunkt."

Sex-Killer Nr. 19: Er hat einen Durchhänger

Sie haben alles gegeben, aber jetzt sind Sie kurz davor, zu kapitulieren. Egal, was Sie tun – sein bester Freund bleibt im Ruhemodus. "Die meisten Männer haben Erektionsprobleme, wenn sie sich zu sehr ­damit unter Druck setzen, alles richtig machen zu wollen", sagt Sexualmedi­ziner Pfau. Diesen Druck können Sie Ihrem Partner aber nehmen – am besten, indem Sie mit ihm sprechen. Sagen Sie ihm liebevoll, dass er keine Weltrekorde brechen muss und Sie jede seiner Berührungen genießen. Alternativ können Sie die die folgende Überrumpelungstaktik ausprobieren: Erzählen Sie ihm, dass Sie es total anmachen würde zu sehen, wie er sich jetzt vor Ihnen selbst verwöhnt. Tun Sie parallel das Gleiche, wird sich sein kleines Problem bestimmt in Null komma nichts in Luft auflösen. Wenn sein gutes Stück jedoch häufiger den Dienst verweigert, sollten Sie Ihren Partner dazu ermutigen, zu einem Urologen zu gehen. "Potenzprobleme können auch ein Symptom für Herz-Kreislauf-­Erkrankungen, Hormonstörungen oder auch Diabetes sein", warnt Sexualmediziner Pfau.

Sex-Killer Nr. 20: Er hat ein riesiges Sex-Spielzeug besorgt

Der will doch nur spielen? Aber nicht damit! Das Sex-Toy, das er Ihnen stolz präsentiert, ist definitiv eine Nummer zu groß für Sie. "Ja, äh, also ..." Bevor Sie ins Stottern geraten, sagen Sie lieber gleich ganz ehrlich: "Schatz, sei mir nicht böse, aber ich glaube, dieses Teil ist nichts für mich." Vielleicht ist er ein wenig gekränkt, dass Ihnen seine Überraschung nicht gefällt. Doch die Enttäuschung wird sich nach folgendem Angebot in Grenzen halten: "Was hältst du davon, wenn wir uns im Internet ein paar Alternativen ansehen?" Der virtuelle Einkaufsbummel sorgt auf jeden Fall für eine anregende Stimmung, selbst wenn Sie am Ende beschließen, dass Sie überhaupt keine Extras brauchen, um sich miteinander zu vergnügen.

Sex-Killer Nr. 21: Er schläft fast ein

Das kann nicht wahr sein! Obwohl Sie nur noch in Slip und BH auf ihm sitzen, kann er kaum noch die Augen aufhalten. Und nun? Flüstern Sie ihm ins Ohr: "Schatz, heute darfst du alles mit mir machen, was du willst ..." Sofern er noch nicht komplett weggetreten ist, macht ihn das garantiert auf der Stelle wieder hellwach. Bei echten Schlafmützen kommen Sie mit Worten allein allerdings oft nicht weit. Legen Sie einfach sein bestes Stück frei und beginnen Sie, ihn zu verwöhnen. "Oralsex weckt sogar Scheintote wieder auf", versichert Autorin Sagorski.

Sex-Killer Nr. 22: Er kommt zu früh

Schon vorbei? Aber Sie sind doch noch gar nicht so weit! Eines sollten Sie vorab wissen: "Je intensiver Männer darüber nachdenken, wie sie sich zurückhalten können, desto schwerer fällt es ihnen, dies auch tatsächlich zu tun", erklärt Sexualmediziner Pfau. Seien Sie also nicht sauer auf ihn, wenn er zu schnell unterwegs ist, und gönnen Sie ihm hinterher eine Pause von 15 bis 20 Minuten. So lange dauert normalerweise die sogenannte Refraktärphase, in der sich sein bestes Stück auf einen Neustart vorbereitet. Gut für Sie: "In der zweiten Runde ist der Penis nicht mehr so empfindlich, sodass es oft deutlich länger bis zum Höhepunkt dauert." Um sein Timing zu perfektionieren, können Sie die Start-Stopp-Technik testen. Dabei sollte er beim Sex mindestens drei Pausen einlegen, in denen er zwar in Ihnen ist, sich aber nicht bewegt. Es geht erst dann wieder los, wenn sich sein Druck fast komplett abgebaut hat. Sein bestes Stück lernt so mit der Zeit, sich zu zügeln.

Sex-Killer Nr. 23: Der Fernseher nervt

Der Abspann des Spätfilms läuft noch, schon schlüpft Ihr Liebster in die Rolle des perfekten Verführers. Der Abend steuert zügig auf den Höhepunkt zu – bis Sie eine vertraute Stimme hören: die von Claus Hipp ("Dafür stehe ich mit meinem Namen"). In dieser Situation hilft nur eins: die Glotze sofort abschalten! Denn sobald Sie einmal angefangen haben, auf die Hintergrundgeräusche zu achten, werden Sie es auch weiterhin tun – und das ist wahrlich keine gute Voraussetzung für ein Happy End. Abgesehen davon ist der Fernseher ge­nerell nicht gerade ein Glücksbringer in Sachen Sex: Eine Studie der italienischen Università degli Studi di Padova ergab: Paare mit TV-Gerät im Schlafzimmer haben nur halb so viel Sex wie Liebende ohne ein entsprechendes Unterhaltungsangebot.

Sex-Killer Nr. 24: Sein Hund starrt Sie an

Es geht bereits heiß her, da bemerken Sie zwei große Knopfaugen, die auf Ihren nackten Körper gaffen. Mopsrüde Freddy hat es sich vor dem Bett gemütlich gemacht und hechelt ganz selbstverständlich mit. "Da der Hund nicht Teil Ihres Sexlebens ist und es auch nicht werden soll, müssen Sie ihn auf jeden Fall rausschicken", sagt Sexualratgeber-Autorin Natascha Sagorski aus München ("Don't call it Pussy!", Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, um 10 Euro). Gut erzogene Tiere hören aufs Wort, die schwierigeren Fälle las­sen sich nur mit Leckerlis bestechen. Geben Sie dem Vierbeiner am besten solche, an denen er so richtig lange zu knabbern hat.

Sex-Killer Nr. 25: Ihre Eltern schlafen im Nebenzimmer

"Psssssst! Die können uns doch hören!" Wenn Mama und Papa direkt nebenan nächtigen, trägt das nicht gerade zu einem leidenschaft­lichen Abend bei. "Schlafen die Eltern im gleichen Haus, fühlen sich viele sofort wieder ein bisschen wie das Kind, das sie einmal waren", erklärt Paartherapeutin Thiele. "Das macht es viel schwerer, sexuelle Gedanken überhaupt zuzulassen." Selbst wenn sie aufkommen, dämpft das ungute Gefühl, die Eltern könnten von Ihrer Bett-Action etwas mitbekommen, oft die Leidenschaft. Aber warum machen Sie aus der Not nicht einfach eine Tugend? Versuchen Sie doch mal, beim Slow-Motion-Sex die Sache so langsam und leise wie möglich an­zugehen. Oder wechseln Sie ins Badezimmer. Dort können Sie beispielsweise die Dusche voll auf­drehen und so von allen anderen Geräuschen ablenken.

07.08.2014| Linda Babst © womenshealth.de
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