Ölwechsel Diese 4 Pflanzenöle machen Olivenöl jetzt kräftig Konkurrenz

Immer nur Olivenöl? Bringen Sie Abwechslung in die Salatschüssel
Pimpen Sie Ihr Salat-Dressing: Mit diesen Oliven-Alternativen © Syda-Productions / Shutterstock.com

Bisher haben Sie eigentlich alles immer mit Olivenöl angerichtet? Laaaangweilig! Es gibt doch so viele andere leckere Öle, die dem Klassiker in nichts nachstehen. Hier unsere 4 Favoriten – wow, was die alles können!

1. Sesamöl

Was ist es genau? Bisher ist Sesamöl Ihnen bestimmt (nur) aus der asiatischen und orientalischen Küche bekannt. Es Sesamöl dunkel geröstet oder hell und ungeröstet.

So gesund ist es: Sesamöl weist ein starkes Team aus Vitaminen und Fettsäuren auf: Vitamin E, gepaart mit hohem Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, macht es besonders wertvoll. In Kombination mit sekundären Pflanzenstoffen, den Lignanen Sesamol und Sesamin, stabilisieren sie den Blutzuckerspiegel und wirken positiv auf das LDL-Cholesterin. Das aromatische Pflanzenöl hat durchblutungsfördende Eigenschaften, entspannt die Muskulatur, stärkt das Immunsystem und ist so auch für Sportler interessant.

Was macht man damit? Ein Esslöffel Sesamöl in Tomaten- oder Karottensaft hilft, die fettlöslichen Vitamine im Saft besser aufzunehmen und zu verwerten. Und sobald es in der Küche asiatisch wird, gehört für den authentischen Geschmack ohnehin nur Sesamöl in den Wok.

2. Avocadoöl

Avocadoöl steckt voller Vitamine und Mineralstoffe
Avocadoöl steckt voller Vitamine und Mineralstoffe © Africa-Studio / Shutterstock.com

Was ist es genau? Avocadoöl wird aus sehr reifen Avocados gewonnen – ist allerdings vergleichsweise teuer und unbekannt. Unbedingt mal probieren!

So gesund ist es: In diesem Pflanzenöl steckt viel antioxidatives Potenzial drin. Die Vitamine A, D und E bekämpfen freie Radikale, die Zellen und Erbgut schädigen können. Hinzu kommt das Carotinoid Lutein, das gut für Augen und Haut ist. Hauptbestandteil des Öls ist mit fast 70 Prozent die einfach ungesättigte Ölsäure. Sie wirkt antientzündlich, senkt das Krebsrisiko und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose vor. Außerdem werden Zellregeneration und Wundheilung beschleunigt.

Was macht man damit? Avocadoöl eignet sich für Salate und zum Anbraten von Fleisch. Ist gut für empfindliche Kopfhaut und gegen Schuppen: Je 2 Teelöffel Avocado- und Rizinusöl erwärmen, auf die feuchte Kopfhaut auftragen. Über Nacht einwirken lassen, dann mit Shampoo ausspülen.

3. Walnussöl

Was ist es genau? Reife Walnüsse werden geröstet oder verbleiben in Rohkostqualität, bevor sie zu Walnussöl gepresst werden. Gibt es in jedem größeren Supermarkt.

So gesund ist es: Walnussöl ist (genau wie Fischöl) reich an essen­ziellen Omega-3-Fettsäuren, allen voran die Alpha-Linolensäure. Studien zufolge leistet vor allem diese Fettsäure einen entscheidenden Beitrag zur Herzgesundheit, indem sie sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Zudem das Nussöl das Level an Stresshormonen und den Blutdruck im Zaum halten. Das ist doppelt gut für Ihr Herz! Als natürliche Anti-Falten-Creme wirkt es, regelmäßig aufge­tragen, zudem ersten Fältchen entgegen.

Was macht man damit? Hitze zerstört die positiven Eigenschaften des Walnussöls, also geben Sie lieber 1-2 TL zum Salat oder über bereits gegartes Gemüse, Pasta oder rotes Fleisch. Es sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, da es schnell ranzig wird.

4. Kokosöl

Gesund und lecker: Kokosöl
Kokosöl eignet sich nicht nur für die Küche, sondern auch als Haarpflege-Helfer © Yeko-Photo-Studio / Shutterstock.com

Was ist es genau? Lange Zeit fristete das Kokosöl ein Schattendasein, da es viele gesättigte Fette enthält. Jetzt ist es aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

So gesund ist es: Das Besondere an den vielen gesättigten Fettsäuren des Kokosöls ist, dass diese mittelkettig sind. Dadurch sind sie besonders gut verdaulich, und der Körper verwendet sie vorwiegend zur Energiegewinnung. Laurinsäure senkt das Risiko von Herzerkrankungen, wirkt bei bakteriellen Infektionen und Viruserkrankungen, stärkt das Immunsystem und hat positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Kokosfett ist industriell stark verarbeitet und hat nicht dieselben Eigenschaften wie das Pflanzenöls.

Was macht man damit? Durch den süßlichen Geschmack eignet sich Kokosöl hervorragend für Desserts und natürlich für Asia-Gerichte. Aber auch im Badezimmer kommt Kokosöl zum glanzvollen Einsatz: Als Kur vor der Haarwäsche macht es die Mähne zudem weich und seidig.

ACHTUNG: Kokosöl bitte nicht verwechseln mit Palmöl. Warum? Das lesen Sie in unserem Beitrag "Darum sollten Sie Lebensmittel mit Palmöl besser meiden".

10.11.2016| Regina Schäfer © womenshealth.de
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