Schwangerschaft Fruchtbarkeit steckt in den Genen

Unter 35 Jahren schwanger zu werden ist offenbar besser, als zu spät Kinder zu zeugen © Shutterstock

Fragen Sie Mama und Oma: Mediziner nehmen an, dass die Fähigkeit, wie schnell wir schwanger werden, vererbt wird

5. Gibt es Hinweise, außer meinem Alter, an denen ich ablesen kann, ob ich eher leicht oder eher schwer schwanger werde?

Nein. Allenfalls könnten Sie Ihre Mutter und Ihre Oma fragen, ob die beiden lange warten mussten. Es liegt nahe anzunehmen, dass die Fähigkeit, leicht oder eher schwer schwanger zu werden, vererbt wird. Bewiesen ist dies aber nicht, und es gibt auch keine Gentests oder Ähnliches. Auch die Info, ob weibliche Verwandte früh in die Wechseljahre gekommen sind, könnte ein Anhaltspunkt sein. Denn natürlich hängt die Fruchtbarkeit wesentlich von der Eizell-Reserve ab. Und es spricht vieles dafür, dass diese bei Ihnen ähnlich ist wie bei Ihrer Mutter und Großmutter.

6. Sängerin Gianna Nannini bekam mit 54 ihr erstes Baby. Was ist denn nun ein gutes Alter für ein Kind?

Das kann man ganz klar sagen: Unter 35 ist besser als über 35 Jahre. Kentenich: "Danach wird es bedeutend schwieriger, das muss eine Frau einfach wissen." Auch, weil es häufiger zu Fehlgeburten kommt. Das Problem sind die Eizellen, deren Anzahl und Qualität mit den Jahren abnehmen. Ganz selten werden Frauen auch noch mit Ende 40 Mutter: Bei 2400 Gebärenden jährlich in der Berliner DRK-Frauenklinik ist das laut Kentenich etwa eine. "Jenseits von 50 Jahren ist ein Baby allerdings eigentlich nur noch mit Hilfe einer Eizell-Spende möglich", so die Einschätzung des Reproduktionsmediziners. Auch in Hinblick auf das Baby rät er, das erste Kind vor 35 zu bekommen: Denn ab diesem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit für chromosomale Auffälligkeiten, wie zum Beispiel Trisomie 21, deutlich zu.

29.02.2012| Diana Helfrich © womenshealth.de
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