Solo-Sex Darum solltest du dich viel öfter selbst befriedigen

Die meisten Frauen befriedigen sich 2- bis 3-mal pro Woche selbst
Die meisten Frauen befriedigen sich 2- bis 3-mal pro Woche selbst. © Pshevlotskyy Oleksandr / Shutterstock.com

Am schönsten ist Sex doch mit einer Person, die du wirklich liebst: du selbst! Diese 7 Benefits der Selbstbefriedigung sind Grund genug, nie mehr damit aufzuhören

Schon klar: Natürlich sind fürs Masturbieren gar nicht mehr Gründe nötig als wohltuende Lust und entspannende Befriedigung. Was willst du mehr? Aber wusstest du, dass es andere, sogar wissenschaftlich erwiesene gesunde Nebenwirkungen der Selbstbefriedigung gibt?

Wir haben Studien gewälzt und mit Experten gesprochen und liefern dir hier die besten Gründe für Solo-Sex, die über gute Gefühle und tolles Kopfkino hinausgehen.

Warum ist Masturbation gesund?

Naja, weil Sex gesund ist, und Selbstbefriedigung ist nunmal nichts anderes als Sex mit dir selbst. Etwas Besseres kannst du deinem Körper eigentlich gar nicht gönnen.

Dr. Kurt Seikowski, Vorsitzender der Gesellschaft für Sexualwissenschaft aus Leipzig fasst es so zusammen: "Sexuelle Aktivität stärkt das Immun- und das Herz-Kreislauf-System und kann einige akute Beschwerden lindern." Du bist noch nicht überzeugt? Hier sind 7 weitere gute Gründe für dich, regelmäßig zu masturbieren:

1. Solo-Sex hebt die Laune

Es allein zu tun, kann tatsächlich negative Gefühle reduzieren, und zwar nachhaltig. Laut einer Untersuchung der Universität Basel haben Frauen, die einen niedrigen Oxytocinspiegel besitzen, ein erhöhtes Risiko, eine Wochenbettdepression zu bekommen. Wenig Wohlfühlhormon, größere Gefahr, sich schlecht zu fühlen.

Klingt logisch, oder? Da jeder Orgasmus mit einer Ausschüttung von Extra-Oxytocin verbunden ist, bedeutet mehr Lust auch weniger schlechte Gefühle für dich.

2. Selbstbefriedigung stärkt dein Gesundheitsbewusstsein

Oder sind Frauen, die masturbieren, einfach körperbewusster? Egal, jedenfalls zeigte eine im "The Journal of Sexual Medicine" publizierte Studie, dass Frauen, die einen Vibrator benutzen, regelmäßiger zum Gynäkologen gehen und sich häufiger selbst untersuchen als Frauen, die das Spielzeug nicht nutzen.

Und nein: Es ging dabei nicht um Unfälle! Offensichtlich sind sich Frauen, die sich mit derlei Dingen beschäftigen, der Wichtigkeit ihrer sexuellen Gesundheit stärker bewusst.

3. Masturbation stärkt dein Becken

Regelmäßige Höhepunkte stärken mit den dabei auftretende Muskelkontraktionen auch deinen Beckenboden. Das besondere an der Selbstbefriedigung: Frauen kommen mindestens doppelt so häufig wie beim Sex mit dem Partner. Perfektes Training also. Und die Kontraktionen können sogar Inkontinenz vorbeugen und vermindern.

Dich selbst zu lieben ist wichtig
Dich selbst zu lieben ist wichtig, auch in körperlicher Hinsicht. © Pshevlotskyy Oleksandr / Shutterstock.com

4. Du schläfst tiefer nach dem Höhepunkt

Der kleine Akt an und für sich hilft dir bei der Nachtruhe. Du schläfst dadurch zum Beispiel besser ein. Sexualmediziner Professor Uwe Hartmann von der Medizinischen Hochschule Hannover beobachtete in einer Studie vor allem bei Frauen einen starken Anstieg des Prolaktinspiegels nach dem Höhepunkt. Dieses Hormon macht müde – und der höhere Hormonspiegel hielt bis etwa eine Stunde nach dem Orgasmus an. Da schläfst du schon längst selig, oder?

Außerdem weist Cindy M. Meston, Leiterin des Sexual Psychophysiology Laboratory der University of Texas, auf einen anderen Effekt hin: "Die Endorphine, die den Stress abbauen, bereiten den Körper ideal auf den Schlaf vor".

Nach dem Orgasmus steigt der Prolaktinspiegel an
Nach dem Orgasmus steigt der Prolaktinspiegel an und macht dich ganz müde. © Pshevlotskyy Oleksandr / Shutterstock.com

5. Selbstbefriedigung kann vor Bakterien schützen

Ist das nicht toll? Eine Masturbation stärkt deine Abwehr gegen Keime! Laut Anthony Santella, Forscher an der University of Sydney in Australien, liegt es nahe, dass die Vergrößerung des Gebärmutterhalses (Cervix) bei Erregung auch den schützenden Schleim am Gewebe aktiviert und Bakterien ausschwemmt, was das Risiko einer Blasenentzündung verringern soll.

6. Masturbieren lindert Schmerzen

Durch die Lust im Alleingang kannst du auch deine Schmerzempfindlichkeit senken. Das "Journal of Sex Research" berichtet: Einer Untersuchung zufolge blockt vaginale Stimulation die sogenannte "Substanz P", einen Neurotransmitter.

Vielleicht ist das ein Grund, warum einige Frauen während ihrer Tage masturbieren, um Bauchkrämpfe zu mindern. Wahrscheinlich helfen auch hier die Endorphine, die während des Orgasmus freigesetzt werden.

7. Selbstbefriedigung ist ein natürlicher Hormon-Booster

Nicht nur dein subjektives Stimmungsbild ist besser: Jedes Lusterlebnis bringt die Östrogenproduktion in Gang, danach sind die entsprechenden Hormonwerte höher. Mehr davon wirkt beruhigend, positiv aufs Immunsystem – und erhöht die nächste Lust auf Lust.

Eigentlich hast du gar nicht wirklich noch einen oder mehrere Gründe gebraucht, um dich selbst zu befriedigen, oder? Aber vielleicht haben diese neuen Fakten dich ja doch davon überzeugt, öfter mal selbst Hand anzulegen. Viel Vergnügen!

17.10.2019| Christiane Kolb © womenshealth.de
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