Brain Freeze So löst Eis Hirnfrost aus - und das hilft dagegen

Achtung, Hirnfrost! Alle lieben Eis – aber das kann Kältekopfschmerz auslösen © Raisa Kanareva / Shutterstock.com

Alle sind heiß auf Eis. Leider kann das Hirnfrost auslösen. Wir erklären, wie es zum Brain Freeze kommt – und wie Sie Kältekopfweh stoppen

Ein herrlicher, superheißer Tag. Sie gönnen sich ein Eis, spazieren mit der Waffel in der Hand so dahin, lecken an einer Kugel Ihrer Lieblings-Eissorte – und plötzlich trifft ein Schmerzblitz Sie in den Kopf. Was ist passiert? Kurz gesagt: Der schlagartige Temperaturabfall in der Mundhöhle stimuliert den Trigeminusnerv im Gaumen, der die Blutzufuhr zu Ihrem Gehirn beeinflusst. Und dann Sie so:

Was passiert beim Hirnfrost?

Vereinfacht formuliert: Das Gehirn startet sein Frostschutzprogramm. Ihr Trigeminusnerv sendet einen Befehl zur Erweiterung des Blutgefäßes an die vordere Gehirnschlagader. Das führt sofort zu einem warmen Blutstrom zum Frontallappen des Gehirns. Das dortige Entscheidungszentrum geht davon aus, dass Ihrem Körper unmittelbar Frostschäden drohen. Ja, wirklich!

Was geschieht beim Hirnfrost im Kopf?

Der plötzliche Anstieg der Durchblutung um 20 Prozent lässt das umliegende Gewebe im vorderen Teil des Gehirns anschwellen. Die Gehirnzellen werden dadurch gegen die Innenseite des Schädels gedrückt und auf Grund dessen Schmerzrezeptoren im Stirnbereich aktiviert. Auf deutsch: Autsch!

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Wie wirkt sich der Hirnfrost auf den Körper aus?

Nicht so schlimm, wie es sich anfühlt. Die Hirnschlagader wird etwas schmaler. Während Sie vor lauter Pein das Gesicht verziehen, übersteuern die Schmerzsignale den früheren Befehl des Trigeminusnervs und befehlen der Gehirnschlagader, sich flugs wieder zu verengen. Dadurch wird der Blutfluss eingeschränkt. Das überschüssige Blut braucht 30 bis 60 Sekunden zum Abfließen – so lange hält der Schmerz an.

Wie kann ich den Schmerz stoppen?

Im akuten Fall müssen Sie nichts tun, der Schmerz schmilzt dahin und lässt von selbst nach. Nächstes Mal lassen Sie es gar nicht so weit kommen: Tricksen Sie Ihren Trigeminusnerv aus, indem Sie die Unterseite der Zunge an den Gaumen drücken. Das erwärmt den Nerv und signalisiert ihm, dass er gerade ein wenig überreagiert hat. Das stoppt den Hirnfrost, bevor er entsteht.

Fazit: Hirnfrost ist unangenehm, aber nicht weiter schlimm. Mit einem einfachen Trick – Zunge an den Gaumen – verhindern Sie, dass er entsteht.

26.07.2018| Rufus Rieder, Valentina Kind © womenshealth.de
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