Milien entfernen So wirst du Grießkörner an Wangen und Augen los

Das hilft gegen Milien
Weiße Bläschen auf der Haut? Das sind keine Pickel, sondern Milien. So wirst du sie los! © Annie Spratt / Unsplash.com

Wenn die Haut am Auge und auf den Wangen dauerhaft weiße Hubbel zeigt, hilft kein Quetschen. Aber diese Tipps!

Hast du bei dir kleine weiße Bläschen unter den Augen, auf den Schläfen oder Wangen entdeckt, die einfach nicht mehr weggehen wollen? Dann bloß nicht quetschen! Da kommt eh nichts raus. "Viele denken, es handelt sich um Mini-Pickel, tatsächlich ist es aber eine Verhornungsstörung, die nicht viel mit Hautunreinheiten gemeinsam hat", erklärt Kosmetikerin Katja Radtke aus Hamburg und fährt fort: "Der Fachbegriff dafür ist Milien. Umgangssprachlich sind sie aber besser bekannt als Hautgrieß oder Grießkörner, weil sie optisch ein bisschen an letztere erinnern."

Gut zu wissen: Dringend behandeln musst du das nicht! Milien stellen keine Hautkrankheit dar, sondern sind ein rein kosmetisches Problemchen. Wenn dich die weißen Mini-Pickelchen aber stören, verraten wir dir hier, wie du sie loswirst!

Warum entstehen Milien?

Die kleinen Zysten entstehen durch eine gestörte Zellteilung. Kosmetikerin Katja Radtke erklärt: "Abgestorbene Hautzellen können von der Haut nicht abgestoßen werden und werden von der Hautoberfläche eingeschlossen.

Was begünstigt Milien?

Trockene Haut kann die Entstehung von Milien begünstigen." Aber auch die falsche Pflege. Ungeschriebenes Beauty-Gesetz: Weniger ist mehr! Das viel nicht immer viel hilft, merken vor allem Frauen, die zu Milien neigen. "Vor allem zu reichhaltige und fettige Pflegecremes verkleben die Hautzellen immer mehr – die Haut hat es dadurch immer schwieriger, die Zellen abzustoßen und verhornt nur noch mehr", so Radtke. Ist deine Haut trocken, empfiehlt die Beauty-Expertin leichte Seren mit Hyaluron und Vitamin E. Die halten die Haut auf Pegel, ohne zu verkleben.

Was hilft gegen Milien?

Vorbeugend empfiehlt die Beauty-Expertin Pflegeprodukte mit Vitamin A (auch als Retinol bekannt) oder Fruchtsäuren (werden auch AHA genannt). "Die Wirkstoffe beschleunigen die Zellteilung und helfen dabei die abgestorbenen Hautzellen schneller abzustoßen", so Radtke.

Weil die Wirkstoffe recht stark sind, empfiehlt es sich allerdings, die Haut langsam daran zu gewöhnen. Fast genauso wirksam und das ohne lange Eingewöhnung sind Enzympeelings, die alte Hautschüppchen mithilfe von pflanzlichen Enzymen z.B. aus Ananas oder Papaya lösen – ganz ohne Rubbeln.

Wie entfernt man Milien?

Sind sie erstmal da, hilft kein Pflege-Produkt dieser Welt. Du kannst Milien nämlich leider nicht einfach wegcremen. Ganz wichtig: Nicht selber rumdrücken. Autsch! Anders als Pickel lassen sich Milien nämlich nicht einfach ausquetschen – sie haben schließlich keine Öffnung, sondern sind komplett von Haut verschlossen. "Man sollte Milien unbedingt von einer guten Kosmetikerin entfernen lassen. Milien müssen mit der Lanzette entfernt werden, dies bedeutet das die Milie vorsichtig an der Oberfläche angeritzt wird und dann sanft entfernt werden kann", weiß Katja Radtke und ergänzt: "Durch professionelle Vitamin A oder AHA Peelings oder Effektbehandlungen wie dem Jetpeel, kann ein entstehen von Milien verhindert werden. Auch die richtige begleitende Heimpflege spielt hier eine große Rolle." Und welche Pflege-Produkte sich für Menschen, die zu Milien neigen eignen, weißt du ja jetzt.

Milien sind lästig und nicht schön, aber kein Drama. Was auch immer du tust, pule nicht am Hautgrieß herum, das sorgt am Ende nur für Narben. Mit unseren Tipps wirst du die Grießkörner auf sanfte Weise los!

07.10.2019| © womenshealth.de
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