Mitesser entfernen Alles über Mitesser und was wirklich dagegen hilft

Mit diesen Pflege-Tipps machen Sie lästigen Mitessern den Geraus.
Mit diesen Pflege-Tipps machen Sie lästigen Mitessern den Garaus. © Humphrey Muleba / Unsplash.com

Genervt von kleinen schwarzen Pünktchen auf der Haut? Mit diesen Tipps verschwinden lästige und tiefe Mitesser spurlos – versprochen!

Alle haben sie, niemand will sie. Die Rede ist von Mitessern. Nervige schwarze Pünktchen im Gesicht, die das Hautbild stören. Nicht selten entstehen aus den Hautunreinheiten auch Pickel. Falsch behandelt, können sie sich immer weiter ausbreiten und im schlimmsten Fall entstehen schlimme Entzündungen und sogar Vernarbungen. Puh!

Aber wie werden Sie die Quälgeister am besten los? Das weiß Susanne Martens, medizinische Kosmetikerin in der Praxis für ästhetische Medizin von Dr. Eveline Urselmann in Hamburg. Mit ihren Pflege-Tipps sammeln Sie Bonus-Punkte im Kampf gegen Mitesser, aber garantiert keine neuen Unreinheiten!

Was sind Mitesser überhaupt und wie entstehen sie?

Durch die dunkle Farbe liegt der Verdacht nahe, dass sich bloß Schmutz in den Poren festgesetzt hat. Doch weit gefehlt: Mitesser haben nichts mit dreckiger Haut zu tun. "Es sind Talgpfropfen in einer Talgdrüse, die durch eine Überverhornung der Haut nicht abfließen können, sich also anstauen", so die Expertin. Fettige Hauttypen neigen eher zu Mitessern, als trockene oder normale Haut. Denn bei fettiger Haut produzieren die Poren übermäßig viel Talg, gleichzeitig sammeln sich an der Hautoberfläche abgestorbene Hautschüppchen an und versiegeln die Poren regelrecht. Das Hautfett staut sich dadurch unter dem Verschluss an. Kleine dunkle Pünktchen entstehen, die sogenannten Mitesser.

Warum sind Mitesser schwarz?

Es stellt sich die Frage, warum Mitesser dunkel sind, wenn es kein Dreck ist, der die Poren verstopft? "Die schwarze Farbe entsteht durch die Verbindung von Sauerstoff, Talg und dem Hautfarbstoff Melanin. Es ist ein Ergebnis der Oxidation", weiß Susanne Martens. Dass es sich bei Mitessern nicht um Dreck handelt, macht sie aber auch nicht schöner – die kleinen Plagegeister sind einfach nur nervig.

Wieso entstehen Mitesser vor allem auf Stirn, Nase und Kinn?

Kleine schwarze Pünktchen auf der Nase kennen wohl die meisten. Schuld ist die allgemein bekannte und gefürchtete fettige T-Zone, die sich vom Kinn über die Nase bis hin zu beiden Seiten der Stirn zieht. "In diesem Bereich ist die Talgproduktion bei allen Hauttypen besonders aktiv, dadurch entstehen dort mehr Unreinheiten", erklärt die Expertin.

Helfen spezielle Mitesser-Sauger und Clear-up-Stripes?

Drogerien und das Internet sind voll von Produkten, die gezielt für die Entfernung von Mitessern auf Nase, Stirn und Kinn gedacht sind. Am bekanntesten sind Clear-up-Stripes. Die Mitesser-Pflaster versprechen, die Unreinheiten nach kurzer Einwirkzeit einfach aus der Haut zu ziehen. Zu schön, um wahr zu sein? Leider ja! Gleiches gilt für neuartige Mini-Staubsauger für die Haut. Sie erzeugen einen Unterdruck, wodurch der überflüssige Talg aus der Haut gezogen werden soll.

"Die Reinigungswirkung ist in beiden Fällen nur gering. Es werden längst nicht alle Mitesser aus der Haut gezogen. Und die Strips und der Sauger verletzen die gesunde Haut drum herum. Von daher sind diese Produkte nicht zu empfehlen", so Martens. Viel besser: regelmäßig eine tiefenreinigende Maske zum Beispiel mit Aktivkohle oder Heilerde auf die T-Zone auftragen. Und zur Ausreinigung zur Kosmetik-Behandlung gehen!

Wie werde ich Mitesser denn dann überhaupt los?

Bei Mitessern gilt ganz klar: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Denn sind die hartnäckigen schwarzen Punkte erstmal da, werden Sie sie zu Hause so leicht nicht wieder los. Sie müssten an Ihnen herumdrücken. Und das sollten Sie auf keinen Fall selber tun!

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihrer Haut damit eher schaden, ist nämlich ziemlich hoch. Es können kleine Verletzungen entstehen und über die Finger gelangen Bakterien in die Haut. Also auch wenn es noch so verlockend ist, einfach selber zur Tat zu schreiten: Finger weg! Ihre Haut wird es Ihnen danken! Stattdessen sollten Sie sich lieber in Profi-Hände begeben.

Was passiert bei einer professionellen Anti-Mitesser-Behandlung?

"Die Haut wird vor der Ausreinigung mit sanften Peelings- in Form von Enzymen – und Säuren von übermäßigem Horn befreit. So kann man die Unreinheiten ohne viel Druck und Schmerz mit einem speziellen Komedon-Entferner hygienisch aus der Haut quetschen", erklärt Martens. Mit Ihren Fingern würden Sie das so nicht hinbekommen.

Wie pflege ich Haut, die zu Mitessern neigt?

Sind die Unreinheiten erstmal ausgedrückt, sind Sie am Zug. Wer jetzt clever pflegt, kann das reine Hautbild nach der professionellen Behandlung auch langfristig erhalten. Setzen Sie bei Ihrer Pflegeroutine auf Reinigungsprodukte und Seren mit AHA-, BHA- und Aminosäuren. Diese lösen Hautschüppchen und Verhornungen. So kann sich der Talg erst gar nicht anstauen.

Achtung: Die Säure macht die Haut lichtempfindlicher! Daher nur abends anwenden und tagsüber immer Sonnenschutz auftragen! Fangen Sie zudem erst einmal klein an und tragen Sie säurehaltige Produkte in der ersten Zeit 1 bis 2 Mal die Woche auf, um die Haut an die Prozedur zu gewöhnen. Steigern Sie sich langsam. Nach ein paar Wochen können Sie das Produkt täglich anwenden.

Nun wissen Sie, wie Mitesser entstehen und wie Sie die Unreinheiten am besten bekämpfen. Das A und O ist eine sanfte Ausreinigung durch Profis. Wenn Sie sich im Anschluss täglich Zeit für eine abgestimmte Pflege-Routine mit Säuren und Lichtschutz nehmen, können Sie sich für immer von Mitessern verabschieden.

08.01.2019| Miriam Farina Köllner © womenshealth.de
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