Mutiger sein 10 Dinge, die Ihnen garantiert Mut machen

So lernen Sie mutiger zu sein
Bam! Ab jetzt sind wir lieber mutig statt perfekt © sergey causelove / Shutterstock.com

Hier kommen 10 Fakten über Mut für alle, die sich mal wieder etwas trauen wollen. Plus: 4 einfache Tipps wie Sie ganz leicht lernen mutiger zu sein

1. Mut entsteht, wenn Sie ihn zeigen

Eine Studie mit Schlangen zeigte, dass Menschen, die sich selbst dazu zwangen, eine Angst zu überwinden, tatsächlich den Bereich im Gehirn aktivierten, der für Mut zuständig ist. Sprich: Wer Mut zeigt, wird dadurch quasi von selbst mutiger. Sie müssen es ja nicht gleich mit Schlangen ausprobieren – aber vielleicht mal dem vorlauten Kollegen widersprechen.

2. Sozialer Mut ist lernbar

Eine Situation, in der wir uns oft mehr Mut wünschen, ist die, wenn wir jemanden Fremdes ansprechen. Eine Studie im Journal of Consumer Psychology zeigt nun, dass diese Furcht sich durch soziale Netzwerke aufweichen lässt. Wer online über Facebook, Instagram und Co. mit Fremden kommuniziert, sichtbar Beiträge postet und dafür Zuspruch erhält, legt seine Furcht vor Interaktion ab. Ach ja: Debatten mit Trollen und Hatern machen nicht mutiger, die sollten Sie direkt blocken.

3. Es geht nicht um Wagemut

Das ist ein kleiner, gewaltiger Unterschied. Sie müssen nie Bungee springen oder Achterbahn fahren, um mutig zu sein. Fährt die ganze Clique johlend mit, ist es viel mutiger, Nein zu sagen.

4. Courage macht sexy

Mut ist tatsächlich wichtiger als Make-up und Sit-ups: In einer großen Studie der University of Southern California (USA) zum Thema Attraktivität gaben 75 Prozent der Teilnehmer an, dass sie mutige Menschen sexy finden. Mut landete sogar im Gesamt-Ranking der Merkmale klar vor Schönheit.

So lernen Sie mutiger zu sein
Klare Sache: Wer mutig ist, wirkt auch auf andere attraktiver. © sergey causelove / Shutterstock.com

5. Etwas Angst ist okay

Wenn Sie ein eher ängstlicher Mensch sind, heißt das nicht, dass Sie nicht zugleich auch mutig sein können. Freiheitskämpfer Nelson Mandela sagte: "Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern der Triumph darüber.“ Es ist also okay, Angst zu haben – Sie müssen sich ihr aber stellen und sie überwinden.

6. Seien Sie lieber mutig als perfekt

Diese Forderung wird in der Kultur des Scheiterns immer lauter. Die Botschaft: Was nützt es, etwas gut zu können, wenn Sie zu schnell aufgeben? Oft braucht es mehrere Anläufe, bis Leute merken, wie gut Sie etwas können. Und wenn Sie zu lange an etwas feilen, bis es perfekt ist, überholt Sie vielleicht jemand, der einfach den Mut hatte, etwas Unfertiges zu präsentieren.

7. Für mehr Mut braucht es mutige Frauen

Wenn Sie als Frau mutiger sein wollen, sollten Sie sich mutige Vorbilder suchen – und zwar weibliche. Eine Untersuchung der University of Toronto (Kanada) zeigte, dass Vorbilder vor allem dann positive Wirkung auf Frauen entfalten, wenn sie – Girlpower! – ebenfalls weiblich sind.

8. Mut antrinken funktioniert nicht

Vor dem Date noch schnell ’nen Prosecco? Der beschwingt – aber er macht Sie nicht mutiger. Alkohol steigert nicht Ihren Mut, er senkt die Hemmschwelle, weil er die Kontrollfähigkeit im präfrontalen Cortex reduziert, dem Bereich des Gehirns, der für das Treffen von Entscheidungen und soziales Verhalten zuständig ist. Was Sie für mehr Selbstvertrauen halten, ist in Wahrheit weniger Halt. Also, vorsichtig mit "liquid courage“, wie’s im Englischen so schön heißt.

9. Mut ist nicht nur etwas für Männer

Eine Studie, die zuletzt im Journal of Positive Psychology erschien, legt nahe, dass Mut nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Eine andere Untersuchung der University of Chicago sagt sogar, dass es mehr mutige Frauen als Männer gibt. Wussten wir’s doch!

So lernen Sie mutiger zu sein
Seine Sie ein Vorbild: Mutige Frauen bestärken auch andere Frauen darin, mutiger zu sein. © sergey causelove / Shutterstock.com

10. Für Kreativität ist Mut nicht wichtig (aber fürs präsentieren)

Sie haben eine kreative Ader, trauen sich aber nicht, sie offen auszuleben? Da sind Sie nicht allein – mehrere Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Ängstlichkeit und Kreativität gibt. Manche behaupten sogar, ohne Sensibilität wäre Kreativität gar nicht möglich. Die beste Lösung: Gleichgesinnte suchen und sich gegenseitig den Rücken stärken. Was glauben Sie wohl, warum es so viele Künstlergruppen gibt? Genau!

4 Tipps, wie Sie sofort mutiger werden

1. Erlauben Sie sich Fehler zu machen

Klingt einfach, erfordert aber Umdenken: Eigene Fehler wertschätzen, statt sie zu verbergen. Feiern wir aktiv unsere Fails, werden wir im Alltag automatisch mutiger.

2. Was soll schon passieren?!

Wenn der Kopf wieder "Das traue ich mich nicht“ flüstert, sich kurz ernsthaft fragen: Was könnte allerschlimmstens passieren? Werde ich gefeuert, lande ich auf der Straße, sterbe ich? Eher nicht. Also kann es nicht so schlimm sein. Die Psychologie nennt das: Entkatastrophisieren. Wir nennen das: Hell yeah!

3. Blickkontakt halten geht auch in der Light-Version

Klar ist es megahart, jemandem die Meinung ins Gesicht zu sagen. Fällt der Blickkontakt schwer, hilft dieser Trick: Einfach auf die Nasenwurzel zwischen den Augen schauen, unser Gegenüber merkt das nicht und wir fühlen uns sofort mutiger.

4. Üben Sie Ihre Power-Pose

Forscher haben bewiesen: Wenn Sie kurz wie eine Superheldin dastehen – breitbeinig, Fäuste auf die Hüften, Kinn und Nase nach oben – senkt das nicht nur Ihr Stresslevel, sondern steigert gleich die bevorstehende Performance! Am besten immer morgens im Bad üben, bevor Sie zur Arbeit gehen.

Na los, trauen Sie sich! Mutig sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun.

24.04.2018| © womenshealth.de
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