Naked Hair So einfach war Haarpflege noch nie!

Naked Hair für fluffiges Volumen
Sie wünschen sich so locker-leichtes Volumen? Das klappt mit Naked Hair quasi von allein! © Natalia Grabovskaya / Shutterstock.com

Der Trend Naked Hair klingt nach Glatze, heißt aber, die Haare nicht mit unnötig vielen Produkten vollzukleistern. Was das bringt, verraten wir hier

Haarspray und Lockenstab haben beim Naked Hair Trend Pause

Ganz nach dem Motto "weniger ist mehr", verzichtet Naked-Hair-Anhänger auf diverse Pflege- und Stylingprodukte. Die Vorteile liegen auf der Hand: Geld und vor allem Zeit sparen, die sich mit besseren Dingen verbringen lässt, als mit stundenlangem Frisieren. Was uns aber wirklich hellhörig werden ließ: Das Minus an Pflege, soll die Haare angeblich schöner machen, Volumen und Schwung fördern. Ja nee, is' klar, wie soll das denn gehen?!

Warum sind zu viele Pflegeprodukte nicht gut für die Haare?

Wenn wir unsere Mähne überpflegen, nimmt das dem Haar seine Kraft, es wird schlapp und die natürliche Struktur geht verloren. Heißt im Klartext: Natürliche Wellen und Volumen hängen sich aus und wir müssen mühselig wieder Schwung ins Haar stylen. Laut Dr. Frank-Matthias Schaart, Haarspezialist und Facharzt für Hautkrankheiten, sollten wir unsere Haare deshalb höchstens 2-3 Mal in der Woche waschen.

Drei goldene Regeln: So funktioniert Naked Hair

Lockenstab und Haarspray können Sie ab sofort links liegen lassen! Denn wenn Sie Ihre Haare wie folgt pflegen und trockenen, schwingen sie auch ohne Hilfestellung. Alles, was Sie dafür brauchen: ein vernünftiges Shampoo ohne Silikone, eine Haarkur und die richtige Föhntechnik.

1. Silikonfreies Shampoo verwenden

Silikone machen das Haar zwar geschmeidig und glänzend, gleichzeitig verstopfen Sie aber auch die Follikelöffnungen der Kopfhaut und das stört die Atmungsaktivität. Die Folge: trockene Kopfhaut und Schuppen. Haarexperte Dr. Schaart rät zu einem Shampoo, welches auch möglichst keine Duft- und weitere Konservierungsstoffe enthält. Denn auch Unverträglichkeiten oder Allergien auf bestimmte Inhaltsstoffe in Haarkosmetik können Haut- und Haarprobleme auslösen.

2. Die Spülung überspringen

Conditioner nimmt Ihrem Haar den Schwung! Der Grund: Die meisten Spülungen sind richtige Silikonbomben, enthalten aber kaum pflegende Inhaltsstoffe. Besser: Direkt eine Kur auftragen. Die enthält eine höhere Konzentration pflegender Inhaltsstoffe. Genau deshalb sollte Sie aber auch sparsam und nur auf den Spitzen angewendet werden. Sonst droht auch damit der gefürchtete Durchhänger! Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Kur zu Ihrer Haardicke passt, damit Ihr Haar das richtige Maß Pflege bekommt. Dicke Haare brauchen meist eine reichhaltigere Pflege, die feine Haare unnötig beschweren würde. Übrigens: „Viele Menschen kommen auch ohne Kur aus“, sagt Dr. Schaart.

3. Richtig geföhnt, ist halb gewonnen

Damit das Haar seine natürliche Struktur behält, bleibt auch das Styling minimalistisch: Glätteisen, Lockenstab und Co. sind tabu. Die starke Hitze schädigt die Strähnen nur unnötig und verursacht fiesen Spliss. Die Haare einfach an der Luft zu trocknen, ist natürlich der einfachste und gesündeste Weg – allerdings sieht das Ergebnis selten gut aus. Damit die Haare nicht wild in alle Richtungen stehen, dürfen Föhn und Bürste in der Naked-Hair-Routine bleiben. Allerdings sollten Sie das Haar möglichst nicht zu heiß föhnen und die Technik auf die natürliche Struktur abstimmen. Glatte Haare föhnen Sie am besten über eine Paddle Brush. Für den perfekten Blow Dry Strähne für Strähne vom Ansatz in Richtung der Spitzen trockenpusten. Damit Locken schön gebündelt bleiben, föhnen Sie die Haare am besten komplett ohne Bürste. Verwenden Sie einen Föhn mit Diffuser-Aufsatz. Damit ein natürlicher Schwung entsteht, legen Sie den Aufsatz lediglich ganz leicht auf. Et voilá: Der Naked Hair Look ist fertig.

Wir sind begeistert von dem stressfreien Haartrend! Je weniger Arbeit, desto besser! Und gut sieht das Ganze auch noch aus. Allerdings hängt das Ergebnis stark von der eigenen Haarstruktur ab und wird mit Sicherheit nicht auf jedem Kopf die gewünschte Frisur ergeben – nichtsdestotrotz steht Natürlichkeit bei diesem Trend an erster Stelle und das gefällt uns. Wir sparen Geld, Zeit und werden dann auch noch mit einer gesunden Mähne belohnt: Besser geht’s nicht!

12.10.2017| © womenshealth.de
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