Männersprüche So antwortest du auf diese 7 nervigen Männersätze

Hat er gerade wieder einen dieser Sätze gesagt? Cool bleiben, kontern!
Hat er gerade wieder einen dieser Sätze gesagt? Cool bleiben, kontern! © Jacob Lund / Shutterstock.com

Was redet der da? Wir haben für dich 7 Sprüche von Männern gesammelt, die Frauen besonders nerven – und die besten Antworten darauf

Die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist schwierig, obwohl beide sich Verständnis wünschen, herrscht meist eher das Missverständnis. Dazu gehören natürlich immer zwei, aber Männer leisten entgegen dazu einen mehr als ambitionierten Beitrag.

Auch wenn das jetzt leider ein bisschen in Richtung Geschlechterklischees geht: Frauen müssen oft wahrlich unterirdische Sprüche erdulden. Wir haben die schlimmsten gesammelt – und sagen dir, wie du angemessen auf den Unsinn reagierst.

1. "Pass auf, ich erklär dir das, es ist so..."

Hintergrund: Es gibt ihn wirklich, diesen unergründlichen Drang des Mannes, die Welt zu erklären. Auch und gerade lang und breit Dinge zu erläutern, die Frau schon weiß. Die Grundlage dafür ist wohl ein Gemisch aus a) der Überzeugung, dass er die Welt tatsächlich erklären kann und b) dem Irrglauben, dass Frau es nicht kann und ihn dafür braucht.

Für dieses Phänomen gibt es, wie du sicher weißt, mittlerweile sogar einen Namen: Mansplaining (von engl. "man" = Mann und "explain" = erklären). Das passende Emoji dazu gibt es schon länger: Das mit dem Augenrollen.

Reaktion: Nicht tolerieren, auch nicht aus Gutmütigkeit oder Liebe zum Frieden. Wenn er dir ungefragt etwas erklärt, das du schon weißt, sage sofort "STOPP!" und "Weiß ich schon." Sachlich und bestimmt. Und dann erklärst du ihm, was Mansplaining ist. Das hat er nämlich sicher noch nicht gehört.

Er erklärt dir immer weiter die Welt? Wer nicht aufhören will, muss fühlen.
Er erklärt dir immer weiter die Welt? Wer nicht aufhören will, muss fühlen. © Jacob Lund / Shutterstock.com

2. "Muss das gerade JETZT sein?"

Hintergrund: Aus der Sicht vieler Männer gibt es für jede Tätigkeit den perfekten Zeitpunkt. In Bezug auf unerfreuliche Tätigkeiten wie Putzen oder Abwaschen heißt dieser Moment bei einigen: später. Und das immer. Also: nie.

Reaktion: Zunächst lautet die Antwort einfach: "Ja." Denn es muss jetzt sein. Zumindest innerhalb der nächsten 15 Minuten. Sonst vergisst er es wieder. Er tut es dennoch nicht? Nicht aufregen. Ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen, sprich: Selbst den Betrieb einstellen, locker machen. Er muss lernen, dass Haushalt und Zusammenleben nur arbeitsteilig funktionieren.

Bleibt er weiterhin untätig und tritt in Räumen, an Klamotten oder auch an ihm ein unerträglicher Verrottungszustand ein, packst du deine Sachen und ziehst zu einer Freundin. Wenn er sich überhaupt nicht einsichtig zeigt, frage die Freundin, was das Zimmer monatlich kosten würde. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass er nach deinem Auszug binnen 24 Stunden die Bude komplett aufräumt, putzt und in deiner Lieblingsfarbe streicht.

3. "Wir hatten schon EWIG keinen Sex."

Hintergrund: Wahrscheinlich ist das letzte Mal gerade eine Woche her, es geht also höchstens um eine gefühlte Ewigkeit – von ihm gefühlt. Männer wollen und können nicht immer, aber vielleicht doch etwas öfter als die meisten Frauen. Und wenn du nicht in dem Maße lieferst, wie er es sich wünscht, fängt er meistens irgendwann an zu drängeln.

Doch dahinter steckt nicht immer wirklich die Angst, sexuell zu kurz zu kommen – nein: Als viel bedrohlicher empfindet er die Angst, dass du womöglich NIE WIEDER willst. Oder womöglich mit EINEM ANDEREN! Wenn du ihm diese Ängste überzeugend nimmst, gibt er Ruhe, ohne dass du sofort mit ihm in die Kiste hüpfst.

Reaktion: Wenn du keine Lust hast, er aber schon, sagst du ihm, dass er immer noch der beste Lover ist, den du dir vorstellen kannst, und auf den du auch grundsätzlich Lust hast, nur eben jetzt gerade nicht. Wenn er partout keine Ruhe gibt, packst du wieder seine eigenen Waffen aus und fragst laut: "Muss das gerade JETZT sein?

4. "Dafür brauche ich keine Anleitung."

Hintergrund: „Selbst ist der Mann“ ist kein Motto, sondern eine Krankheit. Daran leiden fast alle Männer. Es ist für einen Mann oft ein wahrhaft entwürdigender Akt, sich zäh an den Unterpunkten einer Bedienungs- oder Aufbauanleitung entlangzuarbeiten. Er ist Macher, nicht Nachmacher. Er ist Pionier, nicht Gefolge. Denkt er.

Er hat alle 7 Sätze schon gebracht? Zum Glück gibt es Rotwein.
Er hat alle 7 Sätze schon gebracht? Zum Glück gibt es Rotwein. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Das ist auch der wahre Grund, warum viele Männer IKEA hassen: Nicht wegen der Teelichter oder der endlos langen Möbelausstellung (okay, wegen der auch) – sondern wegen des Aufbaus blöder Regale anhand einer unfassbar langen und ach! so komplizierten Bauanleitung. Der Mann will handeln, sich nicht einem Blatt Papier unterwerfen – und vor allem will er, dass es schnell geht. Er schwitzt nicht von der Arbeit, sondern vom Warten, dass es losgeht. (Sagt er jedenfalls. Eigentlich hat er einfach keinen Bock und fragt sich, ob das Regal unbedingt gerade JETZT aufgebaut werden muss.)

Reaktion: Gelassenheit. Und ein Bau-Battle: Kaufe zweimal das gleiche IKEA-Möbel (wir empfehlen Stühle, z. B. STEFAN – davon brauchst du eh mindestens zwei). Die baut ihr nun um die Wette auf – du mit, er ohne Anleitung. Wer verliert, muss für immer die Klappe halten. Oder darf zumindest nicht damit nerven, dass er keine Anleitung braucht. (Denn – SPOILER – er wird verlieren.)

5. "Höhö, Frauen und Technik."

Hintergrund: Es ist nicht einwandfrei zu beweisen, aber Männer haben mit großer Wahrscheinlichkeit das Rad erfunden. Kann man sich ja auch ganz gut vorstellen. Urmann tritt im Wald versehentlich auf ein Aststück, dass ein Stückchen wegrollert, Urmann fällt auf den Hintern, und die Urmannkumpels lachen sich den Rückenpelz fransig. Irgendwann schubsen sich die Typen auf rollernden Ästen durch die Steppe, bis einer auf die Idee kommt, so Lasten zu transportieren. Urrad fertig. Tja. Und jetzt sind Männer halt die Technik-Genies.

Wenn sonst nichts hilft, gibt es Mittel und Wege, ihn zum Schweigen zu bringen.
Wenn sonst nichts hilft, gibt es Mittel und Wege, ihn zum Schweigen zu bringen. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Okay, Männer haben tatsächlich die meisten technologischen Erfindungen gemacht – aber vor allem, weil sie den Frauen nie gestattet haben, es auch mal zu probieren. Sonst gab es vom Urmann die Keule übern Kopf. Die männliche Technik-Vorherrschaft hat viel mehr mit Gewaltmonopol als mit Geniemonopol zu tun. Natürlich haben Frauen genau so viel Ahnung von Technik, sie können sogar Bedienungs- und Aufbauanleitungen besser befolgen als Männer, hehehe.

Reaktion: Frage ihn, wer Ada Lovelace war (schon im 19. Jhd. Entwicklerin der Grundlagen für heutige Computer-Programmsprachen). Frage ihn, wofür Marie Curie den Nobelpreis bekam (1903 für Physik, 1911 für Chemie). Und dann erkläre ihm, wie sein Computer funktioniert. Wie immer halt.

6. „Ich frage doch nicht nach dem WEG!“

Hintergrund: Auch wenn ein Mann sagt, es wäre ungehörig, fremde Leute mit der Frage nach dem Weg zu belästigen, gerade in Zeiten des Navigationsgeräts – eigentlich hat er Angst. Er fürchtet sich, vor anderen – vor FREMDEN – offen zuzugeben, dass er verloren ist, ja: sich verloren hat. Dass er nicht weiter weiß. Es geht hier nicht nur um den Weg, es geht immer auch um alles. Und diese Schwäche vor völlig Unbekannten einzugestehen, dass er EINFACH NICHT KLARKOMMT – niemals. Dann lieber für immer durch Bochum-Riemke im Kreis fahren.

Reaktion: Lasse es ihn allein versuchen. Wenn er nach 5 Minuten Kreisfahrt immer noch bockt, obwohl du bereits angeboten hast, dass du selbst Menschen fragen würdest, dann drohe ihm. Drohe ihm so: „Wenn du jetzt nicht langsamer fährst, damit ich diese Leute da fragen kann, dann MACHE ICH DAS FENSTER RUNTER UND SCHREIE, ICH WERDE ENTFÜHRT!!!“ Das wird wirken.

7. "Reg dich nicht so auf."

Hintergrund: Er will keine Aufregung, weil Aufregung Stress bedeutet, und Stress bedeutet Kontrollverlust, und nichts fürchtet der Mann so sehr wie zwei Dinge: Bauanleitungen und Kontrollverlust. (Klingt unlogisch? Nicht für ihn.)

Reaktion: Fakt ist, dass noch nie ein Mensch, der sich aufgeregt hat, auf die Aufforderung, sich nicht aufzuregen, damit reagiert hat, dass er sich nicht aufgeregt hat. ALSO: WARUM SOLLTEST DU JETZT DAMIT ANFANGEN?! Sprich: Rege. Dich. Auf.

Paar-Kommunikation ist anstrengend. Aber: Wenn du alle Männersprüche-Szenarien mit ihm einmal durchhast (oder auch nur drei davon) WIRD er darüber nachdenken, was er sagt. Dann sind diese Männersätze Geschichte.

19.09.2019| © womenshealth.de
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