Brotzeit reloaded Darum lieben wir den neuen Food-Trend "Smorging"

Essen im Smorging-Style
Beim Smorging genießen Sie in gemütlicher Runde eine große Vielfalt an kleinen Häppchen © Foxys-Forest-Manufacture / Shutterstock.com

Aha, mal wieder ein neuer Food-Trend. Bestimmt wieder super gesund, super enthaltsam und super langweilig. Ganz falsch! Beim Smorging steht nämlich der Genuss im Vordergrund und sogar Kohlenhydrate sind hier (ausdrücklich) erlaubt

Der Begriff "Smorging" wurde vom schwedischen Wort "smörgåsbord" (Smörgås = Butterbrot; bord = Tisch) abgeleitet. Also ist Smorging einfach nur eine Brotzeit? Nicht wirklich, denn eine stinknormale Brotzeit (auch als Jause oder Vesper bekannt) würden wir Ihnen ja hier wohl kaum als neuen Food-Trend präsentieren, oder?

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Smörgåsbord ist eher eine Art üppiges Büffet, welches man bei Feiern für Freunde und Familie herrichtet. Smorging greift das Büffet-Prinzip auf und bringt es in im Mini-Format in unsere Wohnzimmer, denn eine Smorging-Party können Sie theoretisch auch nur Zweit feiern.

So funktioniert Smorging

Beim Smorging werden jeeeede Menge verschiedener, kleiner Köstlichkeiten wie Brot, Käse, Wurst, Dips und Oliven zusammengestellt und meist auf einer großen Platte oder direkt auf dem Tisch präsentiert. Das macht richtig Eindruck bei den Gästen, denn es sieht nach jeder Menge Arbeit aus. Doch beim Smorging muss niemand stundenlang in der Küche stehen und vorkochen, denn die Basics bilden wie gesagt kalte Speisen wie Brot, Käse & Co. Diesen Food-Trend können also sogar die Kochmuffel unter Ihnen mitmachen.

Besonders schön wirkt es, wenn Sie all die kleinen Köstlichkeiten auf ein Schneidebrett aus Holz oder ein großes Tablett anstelle eines Tellers anrichten. Denn beim Smorging geht es nicht um den Genuss allein, sondern in Zeiten von Instagram & Co. natürlich auch um eine ansprechende Optik, denn das Auge isst bekanntlich mit.

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Zusammen smorgt man besser

Ein wichtiger Teil vom Smorging ist es, sein Food-Erlebnis nicht nur über Instagram und Pinterest zu sharen (bietet sich natürlich aber auch an), sondern vor allem mit Freunden und Familie zusammen zu kommen, um gemeinsam zu smorgen und anschließend im siebten Food-Himmel zu schwelgen. Der ein oder andere wird das Prinzip schon aus der italienischen Küche (Antipasti) oder von den arabisch-persischen Mezze-Teller kennen. Denn ja, eine Menge Kulturen haben das gemeinsame Beieinander und den Aspekt des Teilens von einem großen Teller schon lange für sich entdeckt. Doch keine Angst für Anfänger, bei so üppigen Platten muss man sich keineswegs ums Essen streiten, denn es gilt: Essen ist für alle da.

Es gibt keine festen Regeln beim Smorging

Besonders gut am Smorging gefällt uns, dass es so locker ist, wie die Skandinavier selbst und es keine festen Regeln gibt. Jeder darf nämlich smorgen wie er mag. Je nach Geschmack kann man sich eher Richtung Käseplatte oder Wurstteller austoben, lieber die Veggie- oder mediterrane Variante wählen. Wer mag kann auch warme Speisen miteinbringen, kleine Gerichte vorbereiten oder vorher eine Runde backen, für ein wenig Aufwand mehr. Und wer keine Zeit hat, darf auch Dosen und Gläschen öffnen und Reste vom Frühstücksaufschnitt mit auf die Platte legen.

Die besten Zutaten fürs Smorging

"Wie, es gibt keine Regeln beim Smorging?" Keine Sorge, wir geben Ihnen natürlich trotzdem gerne Tipps für das erste gemeinsame Smorging mit Freunden, die Sie dann befolgen können (oder beflissentlich ignorieren dürfen). Diese 4 Lebensmittel-Kategorien finden Sie auf den meisten Smorging-Platten:

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  1. Brot
    Yeah, ein Food-Trend bei dem Kohlenhydrate wieder erlaubt sind – das schmeckt uns. Egal ob Weisßbrot, Baguette, Pumpernickel, Crostinis, Knäckebrot, selbstgebackenes Chia-Brot oder einfach nur Kräcker: Brot darf beim Smorgen nicht fehlen und und ist eine ideale Basis für die zahlreichen Aufstriche, Dips & Co.
  2. Käse und Wurst
    Käse kann man in allen Formen und Variationen anbieten: Ob als Streichkäse, Frisch,- Hart- oder Weichkäse, streng oder mild, ob Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilchkäse bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Auch beim Thema Wurst sind keine Grenzen gesetzt. Klassiker beim Smorging sind aber Salami und Schinken. 
  3. Obst und Gemüse
    Frisches, knackiges Obst und Gemüse sehen auf einer Smorging-Platte lecker aus und machen Lust aufs Essen. Am besten besonders farbenfrohe (und gut snackbare) Sorten wie Cocktailtomaten, Avocado, Honig- und Wassermelone, Karotte, Radieschen, Physalis, Kiwis oder Trauben wählen. Besonders schön sind auch halbierte Feigen und Passionsfrüchte.
  4. Dips und Aufstriche
    Brot und Gemüse schmecken noch besser, wenn man sie in einen cremigen Dip tauchen oder mit einem herzhaften Auftstrich verfeinern kann. Ob gekauft oder selbstgemacht: Erlaubt ist alles was schmeckt, zum Beispiel Guacamole und Hummus.   

So richtet man eine Smorging-Platte richtig an

Sie wollen das auch so schön hinbekommen, wie die Foodblogger und Insta-Gurus? Hier kommen unsere 5 besten Tipps für ein gelungenes Smorging im Skandi-Style:

Tipp 1: Kleine Häppchen
Smorging funktioniert nach dem Finger Food-Prinzip, also das Essen wandert direkt von der großen Servierplatte in Ihren Mund. Damit nachher auch alle bequem von einer Platte essen können, alles in mundgerechte Stücke schneiden, Löffel in die Dips hängen und ein Käsemesser bereit legen.

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Tipp 2: Get messy
Warum wirken Smorging-Platten so wunderschön und doch nicht künstlich angerichtet? Versuchen Sie Ihre Platte nicht "zu perfekt" anzurichten. Will der Käse nicht aufrecht stehen? Einfach hinlegen. Oder der Schinken ignoriert ihre Mühen ihn zu stapeln? Rollen Sie ihn einfach ein. Gehen Sie nicht so verkniffen an die Sache ran, schließlich soll die Zubereitung Spaß machen. Einfach die beste Freundin schon ein wenig früher einladen und zusammen schnippeln und lecker anrichten, bis der Rest der Smorging-Crew auftaucht.

Tipp 3: Je bunter, desto besser
Smorging besticht nicht nur durch die Geschmacksvielfalt, sondern auch durch die farbenfrohe Optik. Also stapeln Sie möglichst viel verschiedenes Obst, Gemüse und bunte Dips auf Ihre Platte. Sie können sich auch ein bestimmtes Farbschema auswählen, wie Purpur und Blauviolett und die Zutaten Ihrer Smorging-Platte darauf abstimmen zum Beispiel mit Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, rote Beete, geräucherte Salami und Schinken.

Tipp 4: Blumige Details
Überrraschen Sie Ihre Gäste doch mal mit exotischen Zutaten. Wie wäre es beispielsweise mit essbaren Blüten als Deko, wie Hornveilchen-, Orchideen-, Borretsch-, Kapuzinerkresse-, oder Schnittlauchblüten. Blüten aus biologischem Anbau wählen und zum Säubern nur vorsichtig mit einem nassen Tuch abtupfen.

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Tipp 5: Aus aller Welt
Lassen Sie sich bei der Auwahl Ihrer Smorging-Zutaten von verschiedenen Küchen inspirieren. Wenn Sie griechische Mezedes lieben, dürfen Tzatsiki, Feta und Oliven nicht fehlen. Wenn Sie lieber bei "Bella Mamma" essen, dann auf keinen Fall Caprese (Tomate & Mozzarella) und Carpaccio vergessen. Aus dem Libanon lassen wir uns von Hummus und Tabouleh inspirieren. Von den spanischen Tapas gucken wir uns die Salsa und Aioli ab. Und für die Skandinavien-Fans darf natürlich der Fisch, Lachs oder eingelegter Hering, nicht fehlen.

Fazit: Mehr Vielfalt, mehr Genuss

Beim Smorging gilt das Motto "mehr ist mehr" und das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Endlich ein Food-Trend, wo nicht ein bestimmtes Ernährungskonzept im Vordergrund steht, sondern allein der Genuss (ja, okay und die Optik). Mit einer Smorging-Platte als Abendessen bekommen Sie endlich alle Freunde mal wieder an einen Tisch. In Zeiten von veganer Ernährung, Low Carb & Co. ist das nämlich eine echte Herausforderung.

"Smaklig Smorging" (schmackhaftes Smorging) wünschen wir!

15.02.2017| Elenia Wolf / Kathleen Schmidt-Prange © womenshealth.de
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