Partner-Check Achtung, Streit! In jeder neuen Beziehung sollten Sie diese Punkte klären

Beim Streit um die Fernbedienung geht es mittlerweile um mehr als den TV-Sender. Etwa: Welche Serie wird geguckt? © Eviled / Shutterstock.com

Ist er der Richtige? Die Antwort findet sich nicht nur im Großen und Ganzen sondern auch und gerade in den Kleinigkeiten. Diese Punkte sollten Sie testen

Die meisten Singles wissen es: Partnersuche ist ein Leistungssport. Und selbst wenn Sie dann jemanden gefunden haben, der nett ist und Ihnen gefällt, ist die Arbeit nicht vorbei. Dann geht es um die Frage, ob es wirklich passt mit Ihnen beiden. Die Suche nach Gemeinsamkeiten ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Partnerwahl.

Paarpsychologen sagen, dass Gegensätze sich zwar anziehen können – langfristig aber eher abstoßen. In der Liebe gilt eher die Regel „Gleich und gleich gesellt sich gern“. Insbesondere beim Alter, Bildung, politischen Einstellungen, Lebenszielen, Werten, Meinungen und allgemeinen Lebensauffassungen sind Ähnlichkeiten von erheblicher Bedeutung.

Aber auch an Stellen, wo Sie das vielleicht nicht erwarten, ist es gut, zweimal hinzuschauen, ob sich da vielleicht beim künftigen Partner Differenzen auftun. Genau deswegen wäre es auch so wichtig, dass alle im eigenen Online-Flirt-Profil absolut ehrlich sind, damit Sie nicht in die Beziehungshölle kommen. Oft nützen die Selbstbeschreibungen im Online-Dating nicht viel, denn wer erzählt schon wirklich alles von sich, und wie flexibel er oder sie da oder dort ist?

Die folgenden Punkte entscheiden nicht allein, ob Ihre Liebe von Dauer sein kann – aber Sie sollten darauf achten, dass sich nicht zu viele dieser Differenzen in Ihre Beziehung schleichen und sie später unnötig komplizieren.

Schauen Sie beide die gleichen Serien?

Früher drehte sich der Kampf um die Fernbedienung noch um die Frage: ARD oder ZDF? Heute geht es um mehr. Um Netflix oder Amazon, um Es mag verrückt klingen, aber es kann tatsächlich wichtig für Ihre Beziehung sein, ob Sie beide einen ähnlichen Seriengeschmack haben. Serien sind DAS Medienkonsumformat des 21. Jahrhunderts, die Leute verbringen immer mehr Zeit damit. Wollen Sie das etwa immer ohne den liebsten Menschen in Ihrem Leben tun? Wie wollen Sie dann über die Dinge reden, die Sie derzeit bewegen, wenn gerade die neueste Staffel Ihrer geliebten „Game of Thrones" läuft – und er die ganze Zeit nur "Downton Abbey" glotzt? Oder umgekehrt?

Es muss eine Regelung her. Das heißt natürlich nicht, dass Sie immer alles gemeinsam gucken müssen. Natürlich ist es kein Problem, wenn Sie gern noch einmal alle Staffeln von „Friends“ bingen und er auf seinem Laptop alles über die "Walking Dead“ inhaliert. Aber es sollte auch Serien geben, die Sie beide gut finden und gemeinsam schauen können.

Wie dringend Sie das klären sollten: Kommt drauf an, wie süchtig Sie sind – am besten also rechtzeitig vor Beginn der nächsten Staffel Ihrer Lieblingsserie.

Sie nutzen Social Media, er nicht? Dann sollten Sie zumindest mit ihm abstimmen, was Sie aus Ihrer Beziehung posten. © Eviled / Shutterstock.com

Sind Sie beide Social-Media-Fans?

Sie machen ein schönes Selfie, auf dem er mit drauf ist. Sie wollen es bei Instagram posten, er protestiert und hält einen Vortrag über "diese ganze nervige Social-Media-Grütze". Das ist für den Moment schnell geklärt, indem Sie das Bild nicht ins Netz stellen oder ein anderes nur von sich wählen. Aber auf Dauer? Das kann ganz schön schwierig werden, wenn Sie immer wieder mit ihm abstimmen müssen, was Sie von sich und Ihrer Beziehung preisgeben dürfen. Umgekehrt wären Sie genauso irritiert, wenn er der Social-Media-Fan ist und Sie nicht. Wenn Sie da nicht frühzeitig eine klare Absprache finden, mit der beide gut leben können, ist das eine Hypothek auf Ihrer Beziehung.

Auch spannend: Wenn er Twitter liebt und Sie Facebook und/oder Instagram. Da ist dann immer die Frage: "Was hast du denn da wieder über mich in DEINEM Netzwerk geschrieben?" Das lässt sich aber einfacher klären, weil immerhin bei beiden eine Affinität zur Selbstveröffentlichung vorhanden ist.

Wie dringend Sie das klären sollten: Irgendwann demnächst, jedenfalls bevor die ersten Bademoden-Selfies im Urlaub anstehen...

Lieben Sie beide Haustiere?

Der Trend geht zum Hund. Oder zur Katze. Jedenfalls haben immer mehr Singles ein Haustier. Und wenn aus zwei Singles dann ein Paar wird, ist es gut möglich, dass Welten aufeinanderprallen. Es ist schwer zu sagen, ob es schlimmer ist, wenn eine Seite ein Tier einbringt und die andere nicht – oder wenn eine Hundeliebhaberin sich in einen Katzenbesitzer verliebt. In beiden Situationen kann es mit dem Zusammenziehen schwierig werden.

Im ersten Fall kommt es auf die Einstellung des Unbetierten an, denn die Person mit Tier wird ihre/n Gefährten/in niemals aufgeben. Ist der Tierlose tierlieb, aber kein Fan? Dann geht einiges. Mag er Tiere nur gut durchgebraten mit einem feinen Sößchen und hält Haustiere ansonsten für kotproduzierenden Ballast? Dann können Sie die Sache wahrscheinlich vergessen.

Ist die Person ohne Tier allergisch gegen Tierhaare, sieht es ähnlich aus. Bringen beide ein Tier in die Beziehung ein, wird es auch spannend, besonders bei Hund und Katze. Sie werden sich wundern, wie wenig erotisch Ihre abendlichen Schlafzimmer-Zusammenkünfte werden, wenn vor der Tür Mimi und Bello zähnefletschend den Endfight um die Vorherrschaft austragen. Das gilt übrigens ebenfalls bei Hund-Hund- und Katze-Katze-Konstellationen sowie bei der Kombi Katze-Wellensittich, tschilp-miau. In jedem Falle ist es besser, wenn Sie das GANZ früh klären, am besten noch bevor IHR Hund den Geruch SEINER Katze an IHREN Klamotten erspürt. GRRRR-FAUCH!

Wie dringend Sie das klären sollten: Sehr dringend. Allein schon wegen der Tiere.

Ist nur eine/r von Ihnen (Nicht-) Raucher/in?

Es heißt, man gewöhnt sich an alles, aber das genügt so nicht. Denn manchmal ist die Gewohnheit ein gefährliches Laster, und da sollte niemand irgendwen mit hineinziehen. Wenn er Raucher ist und Sie sich vor Zigarettenrauch ekeln, hat Ihre Liebe ein Problem.

Denn selbst, wenn er zum Qualmen brav nach draußen oder auf den Balkon geht, wird er immer danach riechen, und selbst diese Ausdünstungen werden krebserregend sein. Selbst wenn Sie sich an den Geruch gewöhnen, Ihr Körper kann das nicht. So traurig das ist: Wenn der rauchende Teil der Beziehung nicht aufhört, bringt er den nichtrauchenden langsam um. Das geht nicht. Und wenn beide rauchen? Dann sollten Sie beide aufhören – nur eben nicht, sich zu lieben.

Wie dringend Sie das klären sollten: Sehr dringend. Es geht um Ihre Gesundheit!

Beide sind Digital-Fans, und beide leben vegan? Immerhin: Zwei von vielen möglichen Beziehungsproblemen weniger. © Eviled / Shutterstock.com

Essen Sie beide Fleisch?

Es ist so einfach, über Veganer und Veganerinnen Witze zu reißen. Letztlich tun das Menschen, um sich nicht wirklich darüber Gedanken zu machen, was Veganer*innen tun. Wenn Sie als Fleischesserin sich in einen Veganer verknallen – oder umgekehrt – werden Sie gezwungen sein, darüber ganz anders nachzudenken.

Egal wie die Rollenverteilung aussieht: Letztlich bedeutet es für den Veganer oder die Veganerin mehr Überwindung und Toleranz, mit einem Menschen zusammen zu sein, der weiterhin tote Tiere isst oder anzieht oder ihren Babys die Milch wegtrinkt. Der Fleischesser muss nur ein bisschen Sojamilch und Tofuwurst dulden. Langfristig müssen Veganer diese Entscheidung für sich treffen – und die Nicht-Veganer sollten froh sein, wenn diese zu ihren Gunsten ausfällt. Und darum dann auch wenigstens keine Veganer-Witze mehr machen.

Wie dringend Sie das klären sollten: Oh, keine Sorge. Das Thema wird sich selbst aufdrängen, spätestens beim ersten gemeinsamen Restaurantbesuch...

Schauen Sie überhaupt noch linear fern?

Früher war das alles so einfach: Auf RTL läuft „Superstar“ und Dschungelcamp, Pro7 liefert Topmodel-Bashing und Stefan-Raab-Shows, und um 20 Uhr kommt die Tagesschau und sortiert das Weltgeschehen. Aber heute schauen immer mehr Menschen YouTube-Videos oder Netflix, laden Filme herunter und gehen vielleicht noch einmal für die Nachrichten in die Mediathek ihres einstigen Lieblingssenders.

Was wenn in einer Beziehung beide Welten aufeinander treffen? Wenn Sie digital streamen, wann Sie etwas gerade wollen – und er samstags um 18 Uhr brüllt: „Sportschau geht los!“ und alles fallen lässt? Das ist nicht nur ein Kampf alt gegen neu, modern gegen Old School. Das kann sich als zähes Ärgernis in einer Beziehung erweisen, denn wie gesagt: Die Menschen verbringen immer mehr Zeit mit Medienkonsum. Wenn Sie da nicht zusammenfinden, fällt das gemeinsame Kuscheln vor der Glotze als sinnstiftende Tätigkeit weg.

Wie dringend Sie das klären sollten: Spätestens vor Beginn der nächsten Live-TV-Staffel, die eine/r von Ihnen gucken will. Sonst heißt es: "Ich bin dein Schatz – und ich will hier raus!"

Fazit: Die Geister scheiden sich oft an Kleinigkeiten, auch und gerade in der Liebe. Darum sollten Sie die scheinbar unwichtigen Details wie Fernsehgewohnheiten oder Online-Vorlieben so bald wie möglich besprechen, damit der großen Liebe kein Kleinkram im Weg steht.

16.10.2018| © womenshealth.de
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