Konjacschwamm Perfekter Teint mit dem Konjac Sponge

Wie der Konjac-Sponge die Gesichtsreinigung noch gründlicher macht
Was ein Konjac-Sponge ist und wie er die Gesichtsreinigung noch gründlicher macht © Anastasiia Kazakova / Shutterstock.com

Ebenmäßiger Teint und porentief reine Haut: Warum so viele Frauen bei der Gesichtsreinigung auf den Konjacschwamm schwören

Beim Thema makellose Haut schauen wir gerne rüber nach Asien und lassen uns von den Beautytrends aus Japan oder Korea überzeugen. Dort nämlich steht das Thema „Porzellanteint“ ganz oben auf der Wunschliste vieler Frauen. Und den verspricht gerade ein veganer Naturschwamm, der inzwischen in immer mehr Badezimmern liegt. Besser gesagt: hängt; denn der Konjacschwamm mag es gern luftig.

Aber von vorn: Was steckt hinter dem Konjacschwamm, welchen Effekt hat er bei fettiger Haut oder Mitessern, wie wird er hergestellt und warum verspricht er uns einen makellosen Teint? Wir haben mit einer Expertin auf dem Gebiet der Naturkosmetik gesprochen. Melanie Krawinkel – Gründerin und Inhaberin von CURANTUS Naturkosmetik sowie langjährige Organic-Beauty-Expertin stand uns Rede und Antwort rund um den Konjacschwamm.

Was ist ein Konjacschwamm?

Erinnern Sie sich noch an den Trend um die Shirataki-Nudel; die sogenannte Null-Kalorien-Nudel? Sie wird aus dem Mehl der japanischen Konjakwurzel (auch Teufelszunge genannt) gewonnen – eben der Wurzel, aus der auch der Konjacschwamm hergestellt wird. Das macht ihn zu 100 Prozent natürlich und vegan. Die Fasern der Wurzel verleihen dem Schwamm seine typisch raue Beschaffenheit. Erst in Verbindung mit Wasser wird er weich und fluffig. Und nein, er hat somit absolut nichts mit Cognac zu tun.

Was macht die Gesichtsreinigung mit dem Naturschwamm so gut?

Die Liste der Versprechen seitens der Hersteller des Konjacschwamms ist groß. Er soll das Gesicht sanft peelen und porentief reinigen. Gleichzeitig soll er die Poren verkleinern und die Augenpartie frischer und zarter wirken lassen. Außerdem soll er, ganz ohne zusätzliche Produkte, wasserbasiertes Make-up entfernen können und sogar eingewachsenen Haaren vorbeugen (ja, es gibt ihn auch als Körperschwamm).

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Konjacschwämme?

Inzwischen gibt es für alle erdenklichen Hauttypen und Hautprobleme auch einen speziellen Konjacschwamm. Außerdem unterscheiden sich die Schwämme auch preislich. Worauf sollte man beim Kauf eines solchen Schwammes also am besten achten?

„Wie bei allen Beautyprodukten gibt es auch bei Konjacschwämmen große Qualitätsunterschiede“ weiß Melanie Krawinkel vom CURANTUS Store in Münster. Dort schwört man auf den Schwamm von The Konjac Sponge Co. „Wir empfehlen beim Kauf einerseits darauf zu achten, dass die empfindlichen Naturprodukte in einer sterilen Umgebung hergestellt und nach EU Standards getestet werden, um sicherzugehen, dass keine Belastung durch Mikroben, Bakterien und Verschmutzungen besteht. Auch die Inhaltsstoffe sollten rein natürlich sein und zu den eigenen Hautbedürfnissen passen“. Heißt auch: Besser auf solche Schwämme verzichten, die Konservierungsmittel oder künstliche Farbstoffe enthalten.

Wie wendet man den Gesichtsreinigungsschwamm an?

Der Schwamm kann morgens und / oder abends und das sogar täglich verwendet werden, da er die Haut sehr sanft reinigt. Zunächst wird der noch harte Schwamm in Wasser gelegt, bis er weich wird. Das dauert nur wenige Sekunden. Anschließend massiert man mit ihm in kreisenden Bewegungen die Gesichtshaut. Ob man den Schwamm pur verwendet oder mit zusätzlichen Reinigungsprodukten – das ist Geschmackssache.

„Ausgezeichnete Erfahrungen haben wir bei der Kombination des Konjac Sponges mit dem sanften aber gründlich reinigenden Camellia & Rose Gentle Hydrating Cleanser von Pai Skincare gemacht“, sagt Melanie Krawinkel. Die Reinigungsmilch enthält zusätzlich Omega 3 und die Vitamine A, B, C und E und soll so die Haut gleich bei der Reinigung mit viel Feuchtigkeit und Pflege versorgen. Das Gute am Schwamm: Weil er wahnsinnig gut aufschäumt, benötigt man nur einen Bruchteil der sonst verwendeten Menge seines Reinigungsproduktes.

Ist der Konjac Sponge für jeden Hauttyp geeignet?

„Auch für diese Hauttypen kann der Schwamm bedenkenlos zur Reinigung eingesetzt werden“, sagt Melanie Krawinkel, die bei Akne im Übrigen den Bambus Charcoal Schwamm empfiehlt. „Durch die sanfte Tiefenreinigung beseitigt der Schwamm Unreinheiten, die Pickel verursachen und beugt Entzündungen vor“.

Wie reinigt man den Konjacschwamm richtig?

Laut Hersteller hält der Naturschwamm ungefähr 2 Monate. Allerdings hängt das ganz entscheidend von dessen Gebrauch und der Pfelge ab. Dabei ist zu beachten: Man sollte den Konjacschwamm nicht auswringen, nur ausspülen und anschließend gut trocknen lassen. Aber wie kann man so eine tatsächlich hygienische Gesichtsreinigung gewährleisten?

Melanie Krawinkel rät: „Der Konjac Sponge sollte nach jedem Gebrauch vorsichtig ausgespült und danach zum Trocknen aufgehängt werden. Drückt man zu stark oder verdreht den Schwamm, können die Fasern des Naturprodukts beschädigt werden. Möchte man seinen Schwamm komplett keimfrei machen, kann man ihn problemlos ein paar Minuten in Wasser abkochen“.

Wie pflegt man seine Haut nach der Anwendung richtig?

Entscheidet man sich für eine Gesichtsreinigung mit einem Konjacschwamm, beeinträchtigt das die nachfolgenden Pflegeschritte nicht. „Für die tägliche Pflege empfehlen wir grundsätzlich einen jeweils auf die individuellen Hautbedürfnisse abgestimmten Toner und ein Serum aufzutragen. Gefolgt von einer Tages- bzw. Nachtcreme, um die Haut mit der notwendigen Feuchtigkeit und Pflege zu versorgen“, so Melanie Krawinkel, „Genauso funktioniert es bei der Körperpflege. Nach der Reinigung sollte die Haut – gerade in der kalten Jahreszeit – mit einer Körperlotion, -Butter oder einem Körperöl gepflegt werden“.

Fans veganer und natürlicher Produkte dürften sich über die Entdeckung aus Japan freuen. Der umweltfreundliche Konjacschwamm produziert nicht einmal mehr Abfall (sofern man ihn unverpackt kauft), denn: Statt den Schwamm wegzuwerfen, sollte man ihn lieber im Garten oder einem Blumentopf vergraben. Dort dient er nämlich als natürlicher Feuchtigkeitsspeicher für die Pflanzen.

11.01.2018| Linda Babst © womenshealth.de
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