Persönlichkeitsanalyse Sind Sie Denker, Fühler oder Macher? So finden Sie's raus

Persönlichkeitstest
Impulsiv oder doch eher nachdenklich und zurückhaltend? Unser vorherrschender Persönlichkeitstyp kann sich im Laufe der Jahre verändern © Sol Vazquez Cantero / Shutterstock.com

Selbstanalyse ist in erster Linie spannend. Den eigenen Persönlichkeitstyp zu kennen, hat aber auch einen ganz praktischen Grund: Glück und Erfolg lassen sich damit steuern. Und zwar so ...

Das kennen Sie doch auch, oder? Da gibt es diese eine Kollegin, die permanent redet, während man selbst versucht, etwas zu erledigen. Konzentriert was wegar­beiten? Keine Chance. Aber wenn Sie dann mal Rede­bedarf haben, hört das Plappermaul nie richtig zu. Ja, das nervt. Aber wahrscheinlich kann sie einfach nicht aus ihrer Haut. Denn ob wir eher ein Macher-, Denker- oder Fühler-Typ sind, beeinflusst unser Verhalten – und unser gesamtes Leben. Daher lohnt es sich, das mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Persönlichkeitstypen: Es gibt 3 Charakter-Grundtypen

Warum wir sind, wie wir sind, versucht die Psychografie — ein recht junger Zweig der Psychologie — genauer zu erklären. Neben den ziemlich bekannten Faktoren wie Erziehung, Biografie oder Gene, die Einfluss auf die Persönlichkeit haben, wird neuerdings auch ein weiteres ­Element hinzugezogen: das Naturell. In der Naturellforschung geht man davon aus, dass es 3 Charakter-Grund­typen gibt (Beziehungs-, Sach- und Handlungstyp). Die spannendste Unterkategorie in diesem Modell ist jedoch die Denker-Fühler-Macher-Ausprägung.

Denker, Fühler und Macher im Vergleich

Denker, Fühler, Macher? Was hat das zu bedeuten? "Stellen Sie sich vor, 3 Menschen sitzen in einem Restaurant. Ein Denker studiert die Speisekarte stundenlang. Ein Fühler schaut, was die Leute am Nachbartisch auf ihren Tellern haben. Ein Macher ordert das Hühnchen, ohne überhaupt die Karte aufzuklappen", erklärt Naturell-Wissenschaftler und Buchautor Werner Winkler ('Warum sind wir so verschieden? Psychographie als Schlüssel zur Persönlichkeit', mvg Verlag, um 30 Euro). Diese Denk- und Handlungsunterschiede lassen sich schon bei Kindern erkennen, und in den Grundtendenzen bleiben sie ein Leben lang erhalten.

Warum wir mit einigen Menschen einfach besser 'können'

Doch selbst wenn die Grundtendenz bleibt, heißt das nicht, dass wir uns im Laufe der Zeit nicht verändern können. "Man wird ja auch als Rechtshänder, Linkshänder oder Beidhänder geboren, kann aber seine schwache Hand trainieren. Genauso kann man sein Verhalten trainieren und verändern." Auch wenn in Stresssituationen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder der wahre Kern zum Vorschein kommen wird, bringt es im Alltag große Vorteile, zu wissen, ob man selbst (und auch Freunde, Kollegen oder Partner) bei wichtigen Entscheidungen eher vom Kopf, vom Herzen oder vom Bauch gesteuert werden. "Dieses Bewusstsein ist oft eine große Erleichterung und sorgt dafür, dass man sich und den Partner besser versteht."

Glücklich sein? Keine Typfrage

Wer allein oder zu zweit happy sein will, muss nur verstehen, wie man selbst tickt – und wie das auf andere wirkt. Unsere Mini-Persönlichkeitsanalyse ist der erste Schritt zu einem entspannteren Leben.

Persönlichkeitstyp Nr. 1: Der Denker
Laut unserer Persönlichkeitsanalyse sind Sie ein Denker? Dann ist die Wahscheinlichkeit hoch, dass Sie To-do-Listen lieben © Rawpixel.com / Shutterstock.com

Persönlichkeitstyp Nr. 1: Der Denker

Sie buchen ein Hotelzimmer erst, wenn Sie sämtliche Preise im Netz verglichen haben und absolut sicher sind, den günstigsten Deal gefunden zu haben. Außerdem führen Sie unzählige To-do-Listen und sind auch sonst im Aufschreiben sehr begabt. Allerdings sind Sie nicht besonders gut darin, große Reden zu schwingen. Ihre Gedanken kreisen meist lange um eine einzelne Sache, Sie wirken daher öfter mal etwas abwesend.

Die Stärken des Denkers
Denker investieren gern viel Zeit – in wichtige Aufgaben, aber auch in Menschen, die ihnen nahe sind. Allgemein sind sie rücksichtsvoll und beweisen akribische Ausdauer — selbst bei unliebsamen Dingen.

Die Macken des Denkers
Denker sind oft so in sich gekehrt, dass man ihnen alles aus der Nase ziehen muss. Man kriegt schnell das Gefühl, sie deshalb nie komplett zu verstehen oder zu durchschauen. Das kann schon irritierend wirken.

Ihr Schlüssel zum Glück
Auch mal etwas Verrücktes, Neues wagen! Und andere ab und zu in die eigene Gedankenwelt einladen.

Und in der Liebe?
Liebt ein Denker einen anderen Denker, verstehen sie sich ohne viele Worte. Aber: Wird ein Part mal verletzend, kommt es lange nicht zur Aussprache, jeder grübelt für sich. Im Bett passt der Macher perfekt, denn er übernimmt den aktiven Part. Den Fühler empfindet der Denker eher als anstrengend – hat aber Spaß mit ihm.

Persönlichkeitstyp Nr. 2: Der Fühler
Fühler schlafen gerne "noch mal 'ne Nacht drüber" und sind wunderbare Zuhörer © Rawpixel.com / Shutterstock.com

Persönlichkeitstyp Nr. 2: Der Fühler

Eine Freundin hat Liebeskummer? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie direkt mitheulen, ist hoch. Denn Sie sind generell empfindlich, spüren Schmerzen oft sehr intensiv und haben Mitleid nicht nur
für andere. Ausgeprägt ist auch Ihr Faible für Musik, Bücher oder lange Fernsehabende, Hauptsache, ohne Reizüberflutung und gemütlich. Passend dazu: "Da schlaf ich lieber noch mal eine Nacht drüber" hilft in jeder Lebenslage weiter.

Die Stärken des Fühlers
Fühler verstellen sich nicht, sie sind echt und gehen ohne Maske durchs Leben. Dazu sind sie quirlig und tauschen sich gern über alles aus, was sie bewegt. In Sachen Kreativität sind Fühler ganz vorn mit dabei.

Die Macken des Fühlers
Sie denken selten lange nach, bevor sie etwas tun oder sagen, und ändern auch gern mal sprunghaft ihre Meinung. Durch unüberlegte Aktionen manövrieren sie sich daher regelmäßig in Schlamassel hinein.

Ihr Schlüssel zum Glück
Ruhe ins Leben lassen und Auszeiten vom Smartphone nehmen. So kommen weniger schlechte News an.

Und in der Liebe?
Fühler unter sich sind verkuschelt, aber auch ihre Streits können emotional werden. Und: Fühler brauchen immer was fürs Auge — zum Beispiel sexy Dessous oder ein Dinner bei Kerzenschein als Vorspiel. Mit einem Denker-Partner ist's weniger feurig, aber harmonisch. Ein Macher ist Fühlern häufig nicht sanftmütig genug.

Persönlichkeitstyp Nr. 3: Der Macher
Macher haben keine Angst vor Verantwortung. Allerdings hören sie sich lieber selbst reden, statt anderen zuzuhören © Rawpixel.com / Shutterstock.com

Persönlichkeitstyp Nr. 3: Der Macher

Immer drauflos – so lautet Ihr Motto. Ob beim Sport, im Job oder beim Kennenlernen von neuen Leuten. Macher reden viel, sind aber keine guten Zuhörer. Ihrem Bauchgefühl können sie trauen, wenn sie sich die Zeit nehmen, darauf zu achten. Hunger, Durst oder Schmerzen spüren sie eher schwach, weshalb es immer wieder vorkommt, dass sie ganz plötzlich eine Tablette, Toilette oder einen Schokoriegel brauchen.

Die Stärken des Machers
Macher sind zielstrebig, erledigen Dinge, ohne zu zögern, und scheuen sich nie davor, Verantwortung zu übernehmen. Vor allem in der Art, wie sie sich selbst präsentieren, macht ihnen so schnell keiner was vor.

Die Macken des Machers
Vor lauter Aktionismus checken diese Charaktere meist nicht, wenn jemand in ihrem Umfeld Sorgen hat oder Hilfe braucht. Das bringt ihnen häufig den Ruf ein, ein wenig rücksichtslos zu sein.

Ihr Schlüssel zum Glück
Nicht immer nur senden, sondern auch empfangen. Ins Kino gehen oder in die Natur, sich berieseln lassen.

Und in der Liebe?
Ist der Partner ebenfalls ein Macher, kann's zwar gelegentlich knallen, die Versöhnung folgt aber meist prompt. In die unüberlegte Art eines Fühlers müssen Macher sich intensiver hineindenken. Bei einem Denker-Partner gilt: Öfter mal nachfragen, was in ihm vorgeht, und lernen, dass er nicht von allein mit der Sprache rausrückt.

26.01.2017| Franziska Bruchhagen © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft