Selbstbefriedigung Frauen So masturbieren Frauen am liebsten

Selbstbefriedigung
Wissenschaftler haben bestätigt, dass Selbstbefriedigung Stress, Schlafprobleme und Schmerzen lindern kann. © Goran Bogicevic / Shutterstock.com

Sex ist so einfach zu haben, auch und gerade als Single. Masturbiere einfach mal! 1300 Frauen haben uns verraten, wie, wo und wann sie es am liebsten tun

Es wird oft so abfällig ausgesprochen: Dann mach es dir doch selbst! Dabei ist es eine der schönsten und vor allem auch unkompliziertesten Formen des sexuellen Glücks: Masturbation ist Trumpf!

Natürlich wissen die meisten Frauen, wie gut es tut zu masturbieren. In einer Umfrage unter Women's-Health-Leserinnen zeigte sich: Fast alle legen selbst Hand an. 98 Prozent sagten bei unserer Online-Umfrage, dass sie es tun oder taten. Und das aus gutem Grund. Studien zufolge kommen Frauen solo doppelt so häufig zum Orgasmus (59 Prozent immer, 32 Prozent meistens) wie mit dem geliebten Partner im Bett.

Die Wissenschaft hat bewiesen: Selbstliebe ist sogar gesund. Experten bestätigen, dass Lust im Alleingang das sexuelle Selbstbewusstsein stärkt, Stress, Schlafprobleme und Schmerzen lindern kann und insgesamt die Fähigkeit verbessert, zum Orgasmus zu kommen. In diesem Artikel geht es um diese Punkte:

Wie oft und wie lang masturbieren Frauen?

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Die meisten Frauen masturbieren etwa 2- bis 3-mal pro Woche. © Goran Bogicevic / Shutterstock.com

Das ist natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich. Aber wir haben ja viele Frauen gefragt. Hier sind ihre Antworten zu Häufigkeit und Dauer.

Masturbierst du?

Ja: 91%
Bisher nur ein paarmal: 7%
Nein: 2%

Wie oft masturbierst du?

Mehr als 1-mal pro Tag: 10%
2- bis 3-mal pro Woche: 45%
1-mal pro Woche: 24%
Seltener: 21%

Wie lange masturbierst du?

1-5 Minuten: 24%
5-15 Minuten: 49%
15-30 Minuten: 20%
30-60 Minuten: 5%
länger als 60 Minuten: 2%

Wann und wo masturbieren Frauen?

Natürlich in größtmöglicher Privatsphäre: Dass sie es am liebsten am Abend tun, sagen 45 Prozent der Befragten, 43 Prozent direkt vor dem Schlafengehen, naheliegend im Bett. Immerhin 25 Prozent mögen es am Morgen – auch wenn man sagen muss, dass Männer technisch gesehen da das leichtere Spiel haben, weil sie am Morgen eine erhöhte Testosteronausschüttung haben, was die Erregung begünstigt. Im Umkehrschluss brauchen Frauen morgens etwas länger, um in Fahrt zu kommen.

Was soll ich beim Masturbieren am besten machen?

Es gibt keinen Königsweg. Alles ist erlaubt, was Lust macht (okay, außer in der Öffentlichkeit). Was genau erregt und befriedigt, sollte jede Frau für sich ausprobieren. Die einfachste und unkomplizierteste Art ist, mit den Fingern bzw. Fingerkuppen die Klitoris zu reiben. So kannst du Geschwindigkeit, Druck und Art der Reibung kontrollieren, wie du es magst.

Weil im reinen Handbetrieb alles intuitiv glattgeht, machen es 81 Prozent der von uns befragten Frauen auf diese Weise. Doch es gibt auch diverse Hilfsmittel und Varianten, die wir nicht vorenthalten möchten.

Mit welchen Tipps wird die Selbstbefriedigung noch besser?

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41 Prozent unserer Umfrage-Teilnehmerinnen schauen sich beim Masturbieren Sexfilme an. © Goran Bogicevic / Shutterstock.com

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Du kannst den Weg zum Höhepunkt unterschiedlich in Angriff nehmen: liegend hockend oder unter der Dusche stehend, mit den Fingern, mit technischer Hilfe oder ohne. Hier noch einige Tipps.

Mit etwas Gleitgel

Es kann das Gefühl noch intensiver, die Fingerführung noch feinfühliger machen. Nimm einen kleinen Klecks in eine Hand und verteile immer wieder ein wenig davon mit Hand oder Finger an der und um die Klitoris.

Wenn du mal etwas Neues ausprobieren willst: Intense Orgasmic Gel von Durex verspricht intensivere Orgasmen indem es die Haut empfindlicher macht.

Mit dem Vibrator

37 Prozent der Befragten benutzen einen Vibrator. Vorschlag an alle anderen: Probiere es einfach aus! Professorin Laura Berman von der Northwestern University zeigte in einer Studie, dass Frauen, die ihn nutzen, leichter zum Höhepunkt kommen als Nicht-Nutzerinnen.

Die andere Art von Vibrator: Der bekannte Satisfyer ist ein Auflegevibrator, der die Klitoris stimuliert. Wenn du noch unentschieden bist, geben wir dir Tipps:

Mit doppeltem Einsatz

Werde gleich doppelt aktiv! Verwöhne die Klitoris mit dem Finger, während du mit dem Vibrator die G-Zone an der vorderen Vaginalwand massierst. Lust auf mehr? Bewege ihn dort hin und her.

Mit der Dusche

23 Prozent, also fast jede Vierte, nutzt auch die Dusche zur Entspannung. Achtung: Den Strahl nie direkt in die Vagina richten, so wäscht du leicht die guten Bakterien ab, die die Scheidenflora in Balance halten.

Mit optischer Vorlage

Nicht nur Männer erregt die visuelle Stimulation: 41 Prozent der befragten Frauen schauen bei der Selbstbefriedigung Pornos. Auch empfehlenswert: erotische Literatur.

Lust aus der Ferne

Dein Partner will mitmachen, wenn du dich selbst befriedigst? Auch wenn er in einer anderen Stadt ist? Tja, auch das ist mittlerweile möglich. Diese Vibratoren können per App gesteuert werden. Von der anderen Bettseite – oder vom anderen Ende der Welt:

An wen denken Frauen, wenn sie sich selbst befriedigen?

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Woran Sie beim Masturbieren denken, ist allein Ihre Sache. © Goran Bogicevic / Shutterstock.com

Das ist kein heikles Thema, nein. Was glaubst du, woran Ihr Lover denkt, wenn er mit sich allein ist? Immer nur an dich? Sorry, dear. Was also fantasieren Frauen beim Solo-Sex?

34 Prozent träumen während der Selbstmassage von Mr. Unbekannt, immerhin 28 Prozent denken an ihren Partner. Wertung? Keine. Denn alle Männer in Ihrem Kopf dienen in dem Moment allein Ihrer Lust.

27 Prozent sprechen offen mit ihrem Partner darüber, dass sie sich befriedigen. Das müssen mehr werden! Erzähle ihm ruhig davon, er wird es wahrscheinlich ziemlich spannend finden. Okay, den Teil mit Mr. Unbekannt vielleicht nicht.

Die häufigsten Fragen ums Masturbieren

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Frauen kommen bei der Selbstbefriedigung etwa doppelt so häufig wie beim Sex mit dem Partner. © Goran Bogicevic / Shutterstock.com

Viele zögern, beim Gynäkologen konkrete Fragen zur Masturbation zu stellen. Wir tun's. Auf die Fragen antwortet Katharina Rohmert, Ärztin bei Pro Familia Darmstadt.

Ich komme bei der Masturbation nicht immer. Ist das schlimm?

Gar nicht. Ob es zum Orgasmus kommt, hängt von vielen Faktoren ab, vor allem von der körperlichen und psychischen Verfassung am jeweiligen Tag. Frauen dürfen nicht erwarten, dass sie dasselbe Lustgefühl immer eins zu eins herstellen können. Nur wenn plötzlich Beschwerden wie z. B. Schmerzen auftauchen, sollte man zur Gynäkologin gehen.


Riskiere ich mit Spucke eine Infektion?

Nein, aber ich rate trotzdem zu Gleitmittel, weil Spucke zu 99 Prozent aus Wasser besteht und schnell verdunstet. Das reizt die Schleimhäute, was eine Eintrittspforte für Keime schafft. Gels auf Wasserbasis wirken gut, noch gleitfähiger sind Silikone und Öle. Ich empfehle gern biologisches Gleitgel aus der Kiwipflanze oder Kokosöl. Aber Achtung, falls der Liebste doch mitmacht: Öl und Latexkondome sind nicht kompatibel!

Ohne meinen Partner ist es viel befriedigender. Wie gehe ich damit um?

Das ist normal. Klappt es mit ihm kaum, sei am besten offen, sonst bestimmt Unehrlichkeit die Beziehung, und meide oder fake die Intimität. Hole erst mal die Selbststimulation in den Paarsex: Tue es, während er dabei ist, oder beide erregen sich gegenseitig. Leite seine Hand. Und redet miteinander! Vielleicht sind beide Partner es nicht gewohnt, so offen zu sein. Aber sonst kommen man als Paar nicht weiter.

Masturbation ist ein Riesenspaß. Wann und wo auch immer du es tust: Genieße deine Körper. Mit unseren Tipps und Tricks wird es doppelt so viel Spaß machen.

14.11.2019| Christiane Kolb © womenshealth.de
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