Grippe Ansteckung vermeiden Mit diesen 8 Tipps haben Grippeviren keine Chance

Grippeviren sind sehr ansteckend, deshalb sollten Infizierte unbedingt im Bett bleiben © IVASHstudio / shutterstock.com

Husten, Kopfweh, Fieber - jetzt startet wieder die Hochsaison der Grippeviren. Mit diesen 8 Tipps schützen Sie sich vor einer Ansteckung

Statistiken belegen, dass zwischen Januar und April ist das Risiko, sich eine Grippe einzufangen, besonders hoch ist. Warum, das ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt. „Mehrere Studien haben bislang gezeigt, dass sich Influenzaviren bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft besonders wohl fühlen und vermehren“, sagt Dr. Thomas-Michael Grasser, Facharzt für Allgemeinmedizin aus München. Kälte drosselt zudem unser Immunsystem und trockene Heizungsluft sorgt dafür, dass die Schleimhäute der Atemwege ihre Schutzfunktion nicht optimal ausüben können. Die Folge: Grippeviren haben leichtes Spiel. Doch es gibt Mittel und Wege, wie Sie sich effektiv schützen.

Damit Sie nicht zu den 5 bis 20 Prozent der Deutschen gehören, die jedes Jahr an Grippe erkranken (so eine Schätzung des Robert Koch Instituts), erklären wir Ihnen, wie man sich mit Grippe ansteckt - und wie Sie sich effektiv davor schützen können.

So verläuft die Ansteckung mit Grippeviren

Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion von einem Menschen auf den anderen übertragen, zum Beispiel durch Sprechen, Niesen, Husten oder Küssen. Auch Flächen wie Türklinken, Wasserhähne oder Telefonhörer, die ein Infizierter angefasst hat, können zu Überträgern werden. Da Erreger dort eine gewisse Zeit zu überleben vermögen, können Sie über die Hand in die Schleimhäute gelangen. Klassischer Ansteckungspfad ist zum Beispiel eine Türklinke, die ein Infizierter angefasst hat, kurz bevor auch Sie sie berühren. Wenn Sie sich mit dieser Hand dann an Mund und Nase fassen, und das tut man unbewusst häufiger als man denkt, hat das Virus Sie erwischt.

„Haben Sie sich angesteckt, bricht die Grippe meist nach ein bis zwei Tagen aus und hält bis zu eine Woche lang an“, erklärt Grasser, „Die typischen Symptome sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Reizhusten und Schüttelfrost.“ Tückischer Weise ist man bereits einen Tag vor den ersten Symptomen ansteckend. Und je heftiger die Beschwerden während der Grippe sind, desto ansteckender sind Sie für Ihre Mitmenschen.

Sie haben Fieber? Dann hat die Grippe Sie wohl voll erwischt © IVASHstudio / Shutterstock.com

8 simple Tipps, die Sie am besten vor einer Grippe-Ansteckung bewahren:

  1. Waschen Sie Ihre Hände nicht nur regelmäßig! Und zwar gründlich mit warmen Wasser und Seife, ganz besonders bevor Sie kochen, etwas essen und nach jedem Gang zur Toilette.
  2. Achten Sie darauf, Ihre Hände aus dem Gesicht fern und fassen Sie niemals mit ungewaschenen Fingern an Mund, Nase und Augen.
  3. Halten Sie mindestens 2 Meter Abstand zu erkranken. Besser: Sie halten sich von Infizierten ganz fern. Ist zu Hause jemand an Grippe erkrankt, sollten Sie auf eine räumliche Trennung achten und gemeinsam genutzte Bereiche wie Küche oder Bad besonders sauber halten.
  4. Meiden Sie trockene, überheizte Räume, um Ihre Schleimhäute geschmeidig zu halten. Regelmäßiges Lüften und Spaziergänge an der frischen Luft helfen, ebenso wie viel trinken.
  5. Auch Wunden können zu Einfallstoren für Grippeviren werden. Schützen Sie auch noch so kleine Verletzungen z.B. an den Händen mit einem Pflaster oder Verband.
  6. Verzichten Sie in den Grippe-Monaten auf Händeschütteln und High Five.
  7. Gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist in der Grippezeit besonders wichtig. Vitamin A, C und B6 stärken Ihr Immunsystem, das jetzt jede Unterstützung brauchen kann.
  8. Wer sich eine Grippe einfängt, bleibt zu Hause, bis er wieder gesund ist. Ihr kränkelnder Kollege will das partout nicht einsehen? Damit ist er eine Gefahr für alle anderen im Büro. Holen Sie Ihre Kollegen zur Unterstützung und schicken Sie ihn nach Hause.

Wie sicher schützt eine Grippeimpfungen vor einer Ansteckung?

„Die rechtzeitig und jährliche Impfung gilt als beste Vorsorgemaßnahme gegen Influenzaviren“, sagt Grasser. Kein Grund, geimpft sorglos infizierten Partner oder Freundinnen zu umsorgen. Denn zu 100 Prozent schützt die Impfung nicht, da die Impfstoff-Hersteller nie genau voraussehen können, welche Virusstämme sich in der nächsten Grippe-Welle durchsetzen werden. Liegen die Experten mit ihrer Einschätzung relativ richtig, kann eine etwa 80 prozentige Schutzwirkung erzielt werden. 2018 sollen die Wissenschaftler mit Ihrer Prognose für den Dreifach-Impfstoff leider nicht ganz richtig gelegen haben. Aber dennoch war der Picks nicht umsonst: Durch eine Impfung soll eine Grippeinfektion milder und mit weniger Komplikationen verlaufen als bei Ungeimpften.

Wann und für wen ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Sinnvoll ist eine Grippeimpfung für jeden, vor allem aber für Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen ab 60 Jahren. Wenn Sie zu Allergien neigen, sollten Sie diese vor der Impfung mit Ihrem Arzt abklären. Idealerweise lassen Sie sich im Oktober oder November impfen, schließlich dauert es etwa 2 Wochen, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Aber auch später kann eine Impfung durchaus Sinn machen, schließlich schwirren die Viren bis zu 5 Monate lang umher.

Wer beruflich oder privat viel mit Menschen zu tun hat, sollte sich rechtzeitig um einen Impfschutz kümmern. Ansonsten: Halten Sie sich in der Grippezeit unbedingt an unsere 8 Tipps. So kommen Sie gesund durch den Winter!

18.01.2018| Benedict Sauer © womenshealth.de
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