Strohige Haare So kannst du eine störrische, trockene Mähne bändigen

Die besten Tipps gegen strohige Haare
Nie wieder strohige Haare: Diese Pflege- und Styling-Tipps helfen wirklich. © Lookstudio / Shutterstock.com

Der Schopf auf deinem Kopf verhält sich oft widerborstig? So pflegst du störrisch-strohiges Haar wieder geschmeidig und glänzend

Du hast das Gefühl, es ist jeden Tag Bad Hair Day? Deine Haare sind hart, borstig, rau und spröde – kurz: Sie fühlen sich an wie Stroh? Verzweifele nicht, durch richtige Pflege und ein besseres Styling machst du die störrische Mähne wieder handzahm, versprochen!

Warum habe ich strohige Haare?

Das ist kein Schicksal, sondern behebbar! "Strohigem Haar mangelt es ganz einfach an Feuchtigkeit. Die Haaroberfläche ist aufgeraut und porös und kann die Feuchtigkeit nicht halten. Das Haar wirkt stumpf, da das auf die Haaroberfläche einfallende Licht kann nicht mehr so gut reflektiert werden kann", erklärt Sacha Schuette, Haarexperte von Pantene Pro-V.

Strohige Haare entstehen nicht plötzlich über Nacht. "Das Austrocknen ist in der Regel ein Prozess, der durch verschiedene Stressfaktoren – mechanisch, chemisch, thermisch – ausgelöst wird", weiß der Profi und führt aus:

  • Thermischer Stress entsteht beim Föhnen und durch die Verwendung von Lockenstab und Glätteisen
  • Chemischer Stress wird vor allem durch Behandlungen wie Colorationen ausgelöst
  • Mechanischer Stress, wie Reibung, entsteht beispielsweise beim Kämmen der Haare

Welche Pflege macht strohige Haare wieder weich und glänzend?

Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit! Und nein: Nicht nur Wasser! Haarexperte Schuette empfiehlt die Kombi aus reichhaltigem Shampoo und Spülung bei jeder Wäsche. Wer beides benutzt, kann laut Sacha Schütte auch täglich waschen, ohne neue Schäden zu fürchten. Wer die Spülung weglässt darf sich aber wiederum nicht über störrisches Haar wundern.

Tipp: Sind vor allem die Haarspitzen trocken und porös, trägst du am besten schon vor (!) dem Shampoonieren eine Spülung direkt auf die Spitzen auf. Bei stark geschädigten Haaren kannst du die Spülung auch nach dem Shampoonieren noch einmal auftragen. Das schützt gleich doppelt.

Ein Plus mit Sternchen gibt's übrigens für die wöchentliche Verwendung einer Kur. Die sollte dann anstatt der Pflegespülung nach der Haarwäsche angewendet werden. Und noch ein Profi-Tipp für den Sommer: "Ein Pflegespray mit UV-Schutz spendet zusätzlich Feuchtigkeit, macht die Haare kämmbar und schützt gleichzeitig vor weiterer Austrocknung durch die Sonne", so Schuette.

Welche Hausmittel helfen bei strohigem Haar?

Hast du vielleicht schonmal gehört: Essig mit seinem niedrigen pH-Wert lässt die Mähne glänzen, weil sich die Schuppenschicht der Haare zusammenzieht. Eine Essig-Spülung, auch als "saure Rinse" bekannt, ersetzt aber nicht die Pflegespülung. Denn der Conditioner enthält Substanzen, die das Haar noch zusätzlich pflegen.

Wer gänzlich auf Chemie verzichten möchte und ohnehin gerne zu Hausmitteln greift, sollte diese Haar-Kur einmal testen: Ein Ei mit ein paar Tropfen Mandel- oder Olivenöl vermischen und auf das Haar auftragen. Die Paste solltest du etwa 6 bis 8 Stunden einwirken lassen (also am besten über Nacht) und am nächsten Morgen gründlich ausspülen. Das Resultat: Die Haare glänzen natürlich schön.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Haargesundheit?

Wie wir uns ernähren, macht sich auch in unserem Haar bemerkbar. Eine vitaminreiche Kost ist nicht nur für den Körper, sondern auch für Aussehen und Struktur der Haare wichtig. "Eine Umstellung der Ernährung allein kann Haarbruch allerdings nicht verhindern, obwohl sie nachweislich einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung des Haares hat und es von innen heraus stärken kann", weiß Sacha Schuette. "Auf dem Speiseplan sollten daher viel wachstumsförderndes Protein, Eisen und eine ausgewogene Mischung aus Vitaminen und Spurenelementen stehen."

Mit welchem Styling sehen strohige Haare gesünder aus?

Um die ohnehin schon strapazierten Haare zu schonen, solltest du sie – wann immer möglich – an der Luft trocknen lassen. Blöderweise werden sie dann allerdings schnell frizzy und sehen dadurch nur noch strohiger aus.

Sollen die Haare für ein besonderes Event einfach besser aussehen, hilft Hitze, das Problem (bis zur nächsten Wäsche) optisch zu lösen. "Meine liebsten Styling-Tools sind ganz klassisch Föhn und Bürste, weil ich damit super schönen Glanz bekomme. Wichtig ist dabei, nicht gegen die Haarwuchsrichtung zu föhnen, sondern mit der Haarwuchsrichtung, damit die Schuppenschicht des Haares nicht aufgeraut wird", so Schuette.

Was hilft noch bei strohigen Haaren?

Nicht nur die Pflege-Routine ist wichtig, auch in anderen Momenten kannst du deinem Haar helfen. Haar-Experte Schuette hat noch folgende Tipps auf Lager:

  1. Um das Haar nicht zusätzlich zu strapazieren, eher lockere Frisuren stylen. Denn durch streng zurückgebundene Haare oder Dutts können die Strähnen leichter brechen.
  2. Wer das Haar gerne offen trägt, sollte auf die Qualität der Oberteile achten. Synthetik kann für trockene Spitzen sorgen und das Haar statisch aufladen.
  3. Vorm Glätten Hitzeschutz auftragen und darauf achten, dass das Haar vorab 100% trockengeföhnt ist. Andernfalls verbrennt das Haar schnell: Es entstehen kleine Bläschen auf der Oberfläche, die zu Haarschäden führen.

Also: Sei möglichst sanft zu strohigem Haar! Sind die Haare strohig, ist das ein Zeichen dafür, dass der Schopf überstrapaziert ist. Pflege deine Haare jetzt intensiv und versuche sie, wann immer es geht, möglichst locker zu stylen. Ein easy Flechtzopf oder ein lockerer Dutt kaschieren störrisches Haar optimal. Oder du bändigst die Haare für den Moment mit Föhn und Glätteisen.

18.06.2019| © womenshealth.de
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