Putzen mit Hausmitteln Die 7 besten DIY-Alternativen zu Chemie-Reinigern

Umweltfreundliches Putzen
Richtig angewendet entfernen Zitronensaft und Backpulver Schmutz genauso gut wie chemische Reiniger © Marc Bruxelle / Shutterstock.com

Putzen ist schon ätzend genug, aber viele chemische Reiniger schaden zudem Ihrer Gesundheit. Diese 6 einfachen Hausmittel sind saubere Alternativen

Die Partynacht in der eigenen Wohnung ist umwerfend, aber der Tag danach jagt Ihnen einen Schrecken ein: Fettflecken im Backofen, klebrige Gläser und der Boden sieht aus wie ein Schlachtfeld – Putzen ist angesagt! Bevor Sie aber loslegen: Seien Sie vorsichtig mit üblichen Putzmitteln! Chemische Reiniger enthalten eine Reihe gesundheitsschädliche Inhaltstoffe. Clever putzen geht anders! Greifen Sie lieber nach diesen 7 einfach genialen Hausmitteln:

Welche Vorteile haben Hausmitteln gegenüber Chemie-Reinigern?

Mit Hausmitteln schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Körper. Besonders wenn Sie allergisch auf chemische Reiniger reagieren, sollten Sie schnellstmöglich auf Alternativen umsteigen. Dafür müssen Sie weder teure Produkte kaufen, noch viel Zeit aufopfern – mit Hausmitteln ist der Wohnungsputz mindestens genauso schnell gemacht.

Wie gefährlich sind chemische Putzmittel?

Chemische Reiniger versprechen so vieles: Sauber in nur kurzer Zeit, wenig Aufwand, Bakterien und Keime entfernen. Der Nachteil: In den Mitteln sind gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Dr. Herbert Desel vom Bundesinstitut für Risikobewertung warnt: "Wenn man allergisch auf bestimmte chemische Mittel reagiert oder die Packungsanweisung nicht verfolgt, können Gesundheitsrisiken stark ansteigen". Reiniger können dann unter anderem Hautreizungen, Allergien und Atembeschwerden verursachen. Auch vor Langzeitschäden bleiben Sie nicht verschont: Forscher der Universität Bergen in Norwegen haben herausgefunden, dass tägliches Putzen mit den folgenden Inhaltsstoffen so schädlich für die Lunge ist, wie 20 Zigaretten am Tag zu rauchen:

Welche Inhaltsstoffe in Reinigungsmitteln sind besonders gefährlich?

Klar, Reiniger haben einen Haufen Inhaltsstoffe mit komplizierten Namen. Vor dem Kauf sollten Sie sich dennoch über den Inhalt schlau machen, denn manche Stoffe können Ihnen sehr schaden. Auf diese sollten Sie besonders achten:

  • Laugen: Diese Lösungen sind die wohl gefährlichsten: Alkalische oder Natron-Laugen kommen in Backofen– und Grillreinigern vor und geraten dabei nicht selten auf die Hände. Immer beachten: "Bei Kontakt mit der Haut sollten Sie das Mittel schnell abwaschen, sonst kann es in den betroffenen Stellen zu einer Reizung oder Verätzung kommt“, warnt Desel.
  • Tenside: Sie sorgen in Waschmitteln dafür, dass es schäumt und der Schmutz gelöst wird. Beim versehentlichen Verschlucken können schmerzhafte Magenreizungen auftreten. "Im schlimmsten Fall bildet sich dort dann Schaum, der die Atemwege blockiert und eine Lungenentzündung verursacht", so der Vergiftungsexperte.
  • Salzsäure: Mittel mit Salzsäure (z.B. Badreiniger) können die Haut auch schwer reizen. "Reiniger mit hoher Salzsäurekonzentration sollten daher nur mit Hautschutz verwendet werden", erklärt Desel.
Vorsicht mit chemischen Reinigern; Hier stecken viele schädliche Stoffe drin © VGstockstudio / Shutterstock.com

Putzen mit diesen 7 einfachen Hausmitteln

Backpulver, Salz und sogar Cola sind nicht nur sehr günstig, sondern auch hervorragende Putzmittel – vorausgesetzt Sie setzen diese Hausmittel an den richtigen Stellen ein.

1. Backofen reinigen mit Backpulver

Backöfen haben die unschöne Eigenart, dass sie von innen einfach nur schrecklich aussehen. Festgebackene Krusten und verkokelte Pommes-Reste sind aber noch lange kein Grund, um mit der Chemiekeule anzurücken. Stattdessen lieber Backpulver oder Salz auf die verschmutzten Stellen streuen, Ofen auf 50 Grad erhitzen, dann abkühlen lassen und auswischen. Prima Fettlöser: Stellen Sie eine Auflaufform mit Wasser und ein paar Spritzern Zitrone in den Ofen. Wenn das Wasser verdampft, löst sich das Fett ganz von selbst.

2. Essig säubert schmutzige Fenster

Fingerabdrücke und Regenflecken auf Fenstern Adé: Essig ist eine optimale Alternative, die wegen des hohen Säuregehalts intensiv aber dennoch schonend reinigt. Dazu einfach einen Eimer mit Wasser füllen und einen guten Spritzer Essig oder einen etwas kleineren Schuss Essigessenz statt Putzmittel dazugeben. Die Fenster dann mit einem Schwamm putzen. Ideal: Essig beugt sogar Schlieren und Streifen auf den Scheiben vor. Einiziger Nachteil: Wenn Sie warmes Wasser verwenden, könnte der Essig unangenehm riechende Dämpfe verursachen. Die verfliegen aber schnell, wenn Sie gut lüften.

3. Funkelnde Gläser mit Speisesalz

Kalkflecken oder Grauschleier lassen sich mit ganz normalem Speisesalz entfernen. Gläser, Karaffen und Vasen vor dem Spülen einfach 15 Minuten lang in warmem Salzwasser liegen lassen – danach strahlen sie wieder. Omis schönes Silberbesteck ist total angelaufen? Hier hilft ein Bad in Salzwasser auch.

4. Backpulver säubert Fliesenfugen

Klingt komisch, ist aber so. Für Ihre eigene Fugen-Paste einfach Backpulver mit Wasser verrühren und in die Fugen zwischen den Fliesen streichen. Etwa eine Stunde einwirken lassen und mit einer ausrangierten Zahnbürste nachschrubben. Sieht gut aus, stimmt's?

5. Zitrone für Alu und Edelstahl

Flächen aus Edelstahl oder Aluminium werden leicht stumpf und speckig. Statt Scheuermilch oder Kalk-Ex lieber eine Zitrone aufschneiden und die Flächen mit dem Saft einreiben. Auch gut: Stark verschmutzte Aluminium-Teile eine Weile zusammen mit Rhabarberblättern oder Apfelschalen in warmem Wasser einweichen.

6. Cola reinigt Kalk in der Toilette

Fiese Kalkablagerungen und Urinstein in der Kloschüssel haben einen Feind. Cola! In dem Getränk ist Säure enthalten, die auch starke Ablagerungen löst. Einfach in die Schüssel schütten, über Nacht einwirken lassen und am Morgen nachbürsten.

7. Mit Kaffee üble Gerüche bekämpfen

In der Küche riecht‘s noch nach fettigem Essen? Den Gestank können Sie auch ohne künstliches Zitronen-Raumspray beseitigen: Stellen Sie einfach einen Teller mit Kaffeepulver in den Raum. Kaffee ist feuchtigkeitsbindend und absorbiert so die unangenehmen Gerüche in der Luft. So riecht es in Ihrer Wohnung schon nach wenigen Stunden auf natürlicher Weise wieder frisch.

Wie effektiv sind Hausmittel zum Putzen?

Mit den richtigen Hausmitteln werden Sie Schmutz und Flecken schnell und einfach wieder los. So können Sie die üblichen "Chemie-Bomben“ also links liegen lassen und Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe lieber auf Zitronensaft, Backpulver und Co. setzen. So macht das Putzen sogar ein bisschen Spaß!

06.06.2018| Ben Kendal © womenshealth.de
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